"Meine Aufgabe, einen Augenblick höchster Selbstbesinnung der Menschheit vorzubereiten, einen großen Mittag, wo sie zurückschaut und hinausschaut, ... "

aus "Ecce Homo" von Friedrich Nietzsche
(geschrieben 1888)















"STRING,
   c'est moi!"

Politisch-Philosophische
Webseiten
von
Wolfgang Behr

2016, 2015, ...

STRING ist eine Idee, in der sich die ganze Menschheit von Anfang an spiegelt. Diese Idee schlägt eine Weltgesellschaft vor, die machtpolitisch auf den Schultern der einzelnen menschlichen Personen ruht, weil alle kollektiven Machtmittel im Laufe eines zivilisatorischen Prozesses abgeschafft worden sind. (Große kollektive Macht ist nach der Katastrophe Adolf Hitler nicht mehr akzeptabel, um so mehr, als die modernen Machtmittel immer größer (effektiver) werden. Denn wenn es diese große kollektive Macht gibt, wird sie auch missbraucht - mal weniger, mal mehr, irgendwann im globalen Maßstab.)

Auf adstring.org wird diese Idee in vielen schwierigen, ungeordneten, ungelenken, idiosynkratischen Texten hin- und hergewälzt. Diese Texte sind keine wissenschaftlichen Texte, keine rechtlichen oder theoretischen Texte, keine religiösen Texte, sie gehören keinem literarischen Genre an. Ob es philosophische Texte sind, weiss ich nicht. Politisch sollen sie sein!

Wolfgang Behr, der Autor, ist keine "natürliche" Person, kein Mensch aus Fleisch und Blut. Er ist in und durch die Texte auf adstring.org eine geistige Person, eine geistige Realität, ein Paradigma der Personalisierung des Geistes, die eine neue politische Institution werden soll.
Es geht um den Geist, den die Menschen durch den Gebrauch von Zeichen, Zahlen und Buchstaben realisieren. Es geht um die Personalisierung dieses abstrakten Geistes.



Hier kommt keine professionelle Sichtweise zu Wort,
weil die ganze Welt kein professionelles Projekt sein kann.
Stattdessen müssen alle Menschen vom Urwald bis New York
einen neuen Umgang mit dem eigenen Leben als Schicksal finden - als Schicksal aus dem "Geist der Zeichen, Zahlen und Buchstaben".

Es geht um die nicht groß genug einzuschätzende Macht der Gesellschaft, ihrer Strukturen, ihrer Mechanismen und ihrer unzähligen Vertreter auf die Karrieren und auf das Leben auch selbst der modernsten oder reflektiertesten Menschen.
Wegen der Schwierigkeiten, diese Macht jenseits von allen theoretischen Beschreibungen unmittelbar zu erfassen, kommt es in den STRING-Texten in hohem Maße auf das an, was "zwischen den Zeilen steht" !
In Zukunft die Gleichschaltung vieler Menschen zu einem Kollektiv, wie es z.B. in Hitlers "Drittem Reich" geschehen ist, grundsätzlich, von der Wurzel her zu verhindern, ja auszuschließen, das ist die Aufgabe. Dafür muss das Primat, der Vorrang aller großen, nach Tausenden oder gar Millionen zählenden Kollektive über die einzelne Person b.z.w. über die einzelnen Personen in Frage gestellt werden.
Wir müssen das Zeitalter der menschlichen "Ameisen-Gesellschaften" dringend hinter uns lassen. Die Utopie ist die sachlich-dinglich vollkommen dezentralisierte Menschheit. Denn eine Elite, welche auch immer es sei, die durch ihre Entscheidungen unmittelbar in das Leben von Tausenden, Millionen oder gar Milliarden Menschen eingreift, ist vollkommen unzeitgemäß und angesichts der heutigen und gar zukünftiger Machtmittel hochgefährlich!
Die Behauptung steht im Raum, dass alle praktischen Probleme und Gefahren, denen sich Menschen in der heutigen und der künftigen Weltgesellschaft ausgesetzt sehen, besser zu lösen und zu bewältigen sind, wenn sich die Weltzivilisation Stück für Stück aus dem Großen in die Welt "vor Ort" zurückzieht.
Das kann kein einfacher Prozess sein. Es muss vielmehr ein großer kreativer Prozess sein und es wird in jedem Fall ein sehr sehr mühsames Unterfangen sein. Alles bisher Dagewesene wird in Frage gestellt werden müssen. Am Schluß sind alle quantitativen Standards und ihre Vertreter in rein dienende Rollen verwiesen. Denn nur so kann jeder einzelnen Person die ganze politische Verantwortung für ihr Schicksal übertragen werden.
Wenn schon das Beschreiten des Weges in die künstliche Welt, das der Mensch vor Jahrhundertausenden mit der Zähmung des Feuers begann und das sich seit Beginn der Neuzeit in ein Rennen verwandelte und das heute nur mehr mit einem sich überstürzenden Galopp vergleichbar ist, nicht mehr aufzuhalten ist, dann muss man wenigstens versuchen, diese Bewegung in die richtige Richtung lenken.
Alles, was alt- und neukollektivistische Zustände befördert, ist sicher die falsche Richtung. Aber die Loslösung von dem kollektivistischen Paradigma des territorialen Jahrzehntausend - der menschliche "Ameisenstaat", an dessen "globalisiertem" Ende wir uns befinden, muss aus der in der Kindheit erlernten Fähigkeit zur Freiheit und Selbstbestimmung aller einzelnen Personen selbst herauskommen. Aber(!) die Loslösung von dem kollektivistischen Dogma des territorialen Jahrzehntausend hängt davon ab, dass alle Menschen im Großen und im Kleinen lernen, auf Gewalt zu verzichten. Denn der Krieg und die diktatorische Gewaltherrschaft sind im Zeitalter der Hightech - Waffensysteme als Mittel der Gewaltbegrenzung nicht mehr (lange) verfügbar.



STRING Aktuell





STRING ist ein Sprachspiel im Sinne von Ludwig Wittgenstein




Kernfrage:
Der Mensch wird immer von seinen Mitmenschen und der Natur abhängig sein. Zugleich sind Mitmenschen und Natur immer wieder die größten Feinde des Menschen. Die Frage ist, welche Rolle diese Kernbestandteile menschlichen Lebens spielen dürfen, wenn die Menschheit ihre Hochzivilisation dauerhaft erleben will.

Natürlich betrifft uns diese Frage erstmal nicht unmittelbar. Natürlich haben wir andere, dringendere Probleme zu lösen. Letztlich ist unsere Innovationskraft gefragt: Wie können wir die langfristigen Entwicklungslinien, die wir heute so klar sehen wie nie zuvor in unserer Geschichte, so aufbereiten, dass sie in der Nahperspektive durch konkrete Aktionen handhabbar werden?

STRING-Kernthese:
Es gibt für diesen Schritt, die globale Perspektive von Menschheit und Welt in das Alltagshandeln der Menschen einzubringen, zunächst keine allgemeine Lösung. Vielmehr muss zuerst jede Person für sich ihren eigenen einzigartigen Weg dahin finden.

Wie kann ich Nachkriegsgeborener die Erbschaft der Epoche meiner Väter und Großväter, das deutsche "Dritte Reich", antreten? Eine Nachricht aus den Eingeweiden der deutschen Geschichte (2)

STRING ist der Versuch, die Erbschaft des "Dritten Reichs" und von Hitlers Denken und politischem Wirken anzutreten.
Nicht weil ich das will, versuche ich das.
Nicht weil ich irgendeine inhaltliche Gemeinsamkeit sehe. Sondern weil wir Deutsche diese Erbschaft irgendwann antreten müssen und weil ich in meinem 23. Lebensjahr vor diese Aufgabe geraten bin.

Es geht um eine unmittelbare Erbschaft, die sich aus der Tatsache ergibt, dass das "Dritten Reichs" eine reale Epoche der deutschen Geschichte war und ist.
Das Antreten dieser Erbschaft kann keine Wiedergutmachung an Opfern oder ein generelles humanistisches Wirken als eine Art Ausgleich für die moralischen Abgründe dieser Epoche der deutschen Geschichte leisten. Es geht alleine um das nationale Selbstverhältnis.

Man weiss nicht genau, wie man diese Erbschaft antreten soll. Es gibt ein paar Formulierungen, die nicht falsch sind, aber die auch nicht klären, was man wie genau tun soll.

Zum Beispiel: Hitler kann vor der Geschichte nur besiegt werden - was noch nicht geschehen ist(!), wenn das Richtige getan wird.
Das Richtige kann angesichts von Hitlers Wirken nur sein, einen realen und universellen Boden zu legen für die individuellen Selbstbestimmung einer jeden menschlichen Person.
Im Gegensatz zu einem geläufigen Missverständnis hat dies nichts mit Egoismus zu tun. Denn wirkliche Selbstbestimmung ist nur in einer Welt möglich, in der dies allgemeiner Standard des gesellschaftlichen und des gemeinschaftlichen Zusammenlebens ist.

Oder: Es handelt sich nicht um die einzelnen deutschen Personen, aber die deutsche Nation hat nach wie vor keinen realen Boden unter den Füßen.
Im "Dritten Reichs" ist sie im Gefolge von Hitler in ein kaltes, böses Traumreich aufgebrochen und wurde zu einer Mördernation.
An dem Verhalten der heutigen deutschen Nationalisten kann man sehen, dass die Nation immer noch in diesem rückwärtsgewandten menschenfeindlichen Wahn gefangen ist.
Alle anderen Menschen in Deutschland lassen dieses monströse Thema ruhen, schwenken höchstens Fähnchen bei Fußballspielen oder bei einer Demo.


Ohne sich mit Sokrates und Diogenes zu vergleichen, ist es ein Ziel von STRING, das Maßstabsetzende dieser beiden historischen Persönlichkeiten wieder lebendig werden zu lassen.

Die beiden waren nicht nur für die Menschen, die unmittelbar mit ihnen lebten, einzigartige Persönlichkeiten - wie es jeder Mensch ist, wenn er Mitmenschen trifft, die bereit sind, ihn so wahrzunehmen.

Sokrates und Diogenes (der sich gemäß Überlieferung als erster Menschen einen Kosmopolit, einen Weltbürger nannte) waren auf dem Weg, durch einen jeweils spezifischen, individuellen Eigensinn neben ihrem Denken, Sprechen und Handeln oder in gewisser Weise unabhängig von ihrem Denken, Sprechen und Handeln oder nur indirekt durch ihr Denken, Sprechen und Handeln für alle Menschen und alle Zeiten gültig zu einzigartigen, einzelnen Personen zu werden.


Noch ein Beitrag zu den großen Missverständnissen: Wer sind wir?

Das Niveau der Abstraktion, auf dem unsere globale Zivilisation beruht, erfordert, das folgende individuell zu verstehen und zugleich kollektiv im Maßstab der ganzen menschlichen Art!


Wer möchte nicht vor Ehrfurcht still werden angesichts der gigantischen Zunahme menschlicher Errungenschaften in den letzten ca. 12000 Jahren - der Zeit der Sesshaftigkeit - und dann erst in den letzten paar Jahrhunderten, paar Jahrzehnten.

Da kommt es nicht gut, wenn man auf die Kosten verweist.

Aber wie kann man nicht, angesichts der Wasserstoffbombe?!

Seitdem Güter über Güter erfunden, geschaffen und gehandelt werden und immer wertvollere und angesammelt werden, zu immer größeren Haufen, seitdem die Gesellschaften und die Schlösser immer mehr und immer größer und größer werden, ist die Kultur des Raubes, des Ausnützens, des Missbrauchens, des gnadenlosen Abwertens der Nachbarn, des Menschenverskalvens und -folterns, des Menschenmordens und -massenmordens und und und entstanden.
Welche Höllenblüten hat sie nicht durch die Jahrtausende hervorgebracht, diese Kultur des Menschen als Material und seiner Opferung, Vernutzung und Vernichtung!
Der Kult des Kriegers und des Krieges soll das aufwiegen?

Vorher, in den kleinen Gruppen der Sammler und Wildbeuter war man aufeinander und auf einen jeden angewiesen, kannte sich.
Nicht dass diese Menschen "besser" waren. Sicher nicht! (Man denke an mutmßliche Menschenopferrituale, an den Umgang mit Schwachen.) Aber sie lebten schlicht menschengemäßer - so könnte man denken.
Bei einer Gruppengröße von 50 bis 100 Personen konnten sie sich keine großen Kriege mit anderen Gruppen leisten. 15 jagderprobte Erwachsene weniger und die Gruppe hatte womöglich ihre Zukunft verspielt.
Dies ist ein rein faktisches Argument! Uns gibt es noch. Denn kleine Menschengruppen sind sehr wohl in der Lage, sich gegenseitig auszurotten. Dafür gibt es Beispiele.
(Aufmerkenswert: In entdeckten Gräbern von steinzeitlichen Sammlern und Wildbeutern sind keine Unterschiede der Geschlechtern in Bestattungsart und Kleidung feststellbar gewesen.)

Erst als es durch Sesshaftigkeit, Ackerbau und Viehzucht sehr viel mehr Menschen gab und man oft Menschen begegnete, die man nicht kannte, begann die Kultur des Homizids und des Krieges umsichzugreifen - im Gefolge davon der Despotismus etc..


Es war ein Franzose, der formulierte: "L'homme est un espèce de con!"
Vielleicht sollte man sagen, vor ca. 12000 Jahren ist der homo anus entstanden.
Er ist hochpotent, bevölkert in immer größerer Zahl die Erde und beherrscht sie viel grundsätzlicher und verändernder als seine umherziehenden Vorfahren des homo sapiens. Er hat durch die Jahrtausende einen glänzenden Saum ungezählter Weltwunder, Geistesgipfel und geordneter Großgesellschaften hervorgezaubert und bleibt trotzdem der homo anus.
Heute gleicht dieser Saum vielerorts einer Müllhalde oder ist eine Müllhalde.

Ob man einer ist, ein homo anus, entscheiden die anderen Menschen, je mehr, desto eindeutiger. Ein zweites todsicheres Kennzeichen des homo anus ist die Angewohnheit, gerne den Nächsten als einen solchen zu titulieren, wohingegen man selbst keiner ist. Es ist davon auszugehen, dass nur eine Minderheit von Menschen am Ende ihres Lebens nur wenig oder kaum zu dieser Gattung gehören. Wissen, wo er steht, kann jeder selbst, wenn er denn ehrlich zu sich ist. Mitgehangen, mitgefangen!


Das ist aber nur die eine Seite der Medaille. Die andere Seite ist eine unglaubliche, fast nicht vorstellbare Vision, die auf dem himmelstürmenden Berg steht, welcher durch die Innovationen der letzten 12 000 Jahre aufgetürmt worden ist: Die durch Sprachfähigkeit und den darauf beruhenden Geist eines jeden Individuums sich vereinigenden Menschheit. Wobei für diese Vision dieser Begriff, "Menschheit", spätestens heute schon lange nicht mehr ausreicht. Denn diese Vision führt über alle sprachliche Begrifflichkeit und über uns als Bezeichnete hinaus - hin zu einem jeden von uns als Sprecher und als politische Institution!

Diese Seite der Medaille ist immer, auf jedem ihrer ungezählten Etappen und Schritte, vollkommen neu - neuer als jede Innovation der letzten 12 000 Jahre, neuer selbst als das Rad oder die Schrift!

Hier wäre ein Weg, ein langsamer Weg, der aus dem Zeitalter des homo anus herausführt. Denn die Eliten unserer Welt, welche es auch seien, können mit viel Glück manche menschengemachte Katastrophe verhindern und die Zukunft offen halten. Die Zukunft gewinnen können sie nicht!







A New Age

or

The Angel of Apokalypse turns around and looks into the future



The question is not how the presidential election was won, but for what!



Now, 2016, and not in 1990, ends the age of the "Cold War". And it is not the so-called "end of history"!
Here some dystopia in greeting the new "populist" age, where people do not believe in God but in very, very "strong" governments and presidents - and in nothing!

The "populist" age stands in a long tradition: After the war is before the war!
The feeling that one is immeasurably disadvantaged, the refusal of any kind of conversation and community outside the in-group, the establishment of concepts of enemy, hate, the use of violence, arguments for (collective) honor and against economic wisdom - these are all ingredients of a war collective or a war nation.
The way into the war is downhill and very slippery!

The Cold War is over. Which way leads to the next hot war? What kind of war you have to expect?
You cannot see the future! - But this wisdom is sufficient today?
Can dystopian visions help us? At least to see what is on the game?

In the history of homo sapiens, weapons, which are once designed and produced, are used as well. What could be the next use of nuclear weapons?
Perhaps a hydrogen bomb over Mexiko to finally get rid of all the migrants from the south?
Or a smaller nuclear bomb over Munich in order to blackmail Germany and to establish a reign of terror by russian administrators and german marionettes?

What could be the results? A world, partly dictatorship, partly in the hand of the Mafia, partly totalitarian, which is stable ??

In the beginning the russian and U.S. billionaires and secret servicemen, who master the world using all the knowledge people have given to social networks, are one hug and a soul.
But with time, being all narcissistic egoists, breaks between them occur. The gamblers loose control, the militarists take over the power.

And in a little while, perhaps a generation later, the friends of apocalypse and the generals could finally get the nuclear "armageddon" they are waiting for since the years after World War II!

Or the final nuclear battle will be started by China in self-defense.

If you do not like these dystopian examples, find your own!!



One of the greatest "populists" so far was Adolf Hitler!
It is hard to defeat Hitler in quality and in number of murders, killings, atrocities, perversities, ..., he is responsible for. With nuclear, biological and chemical weapons this is possible!

Okay! There is a billionaire man, who publicly attacked a woman by talking about the blood (of menstruation), she is loosing, as the reason, why she - being TV-jounalist - has critized him in a TV-discussion during the presidential election campaign. Afterwards this woman got anonymous threats that she and her family will be killed. Through fear she engaged personal protection. (She wrote this in a book published after the election.)

When this man was choosen the president of the nation with the biggest military power in history and the most sophisticated instruments for observation of people - a man, who has plenty of people behind him, who like to kill for him - a man, who commands the mightiest police forces and secret services, then with him all ingredients are together to defeat Hitler as the worst murderer of history.
I don´t assert that this is from the outset his intention. But in the view of his personality, of his adherents, of the history of mankind and of the given technologies it could be the result.


A dystopia can not see the future. It is about the future as we see it from today. It is always a little dumb and blind. But maybe she can see dangers.


In four years, when the president has lost his reelection campaign against the female candidate of the Democrats, he launchs a intercontinental ballistic missile with several hydrogen heads over China in order to calm his deeply wounded ego.

(Or, the candidate of the Democrats was assassinated three months before.)

Or, the effects are not so direct - the president ruins the U.S.A. and the world economy by what is called "crony capitalism". The ruin of the international freedom follows later.

Perhaps in the end of this age humanity does not count 8 billion but only 8 million people. In some areas on the earth they try to restart human civilization.


Or, it is the other way round.

The wall is being built, the illegal immigrants are thrown on the outside.
Inside the eternal reign of the republican party is becoming increasingly powerful, unpredictable, dangerous.
China is isolated from the world economy.
In Europa the populist leaders, who love Putin, give him access to everything, he wants.

And the people for whom individual, personal self-determination is essential to their life, they see their only hope in the ABC-apokalypse according to the motto of the Cold War: "Better dead than red!"


Usually the reality is not so striking as in these dystopias!
In the epoch of Cold War it was capitalism, which should protect the world from a hot war. If capitalism, which has tried to help all people, is replaced by "crony capitalism", which only helps the billionaires and their friends, then this is a great step towards war!

But a great war in this age includes with high probability the use of weapons of mass destruction!

And there they are, the categories of these dystopias, which are correct even if many details are wrong!


If you do not like these dystopian stories, find your own!!



II.


Der Geschichtsengel. (von Astrid Nettling nach Walter Benjamin) "Er hat das Antlitz der Vergangenheit zugewendet. Wo eine Kette von Begebenheiten vor uns erscheint, da sieht er eine einzige Katastrophe, die unablässig Trümmer auf Trümmer häuft und sie ihm vor die Füße schleudert." Das Bild von Paul Klee ist dasselbe geblieben. Doch Benjamin erblickt nun etwas anderes in dem dargestellten Engel: Der "Neue Engel" ist ihm zum Engel der Geschichte geworden, der keine Hymnen vor Gott mehr singt. Sein göttlicher Ursprung hat sich ihm völlig verdunkelt. Mit seinen aufgerissenen Augen – tiefschwarz nunmehr von Trauer und Entsetzen – starrt er jetzt auf ein Geschehen, das wir, die Menschen, Geschichte nennen, das sich im Blick des Engels jedoch als ein heilloses, katastrophisches Geschehen offenbart. "Er möchte wohl verweilen, die Toten wecken und das Zerschlagene zusammenfügen. Aber ein Sturm weht vom Paradiese her, der sich in seinen Flügeln verfangen hat und so stark ist, dass der Engel sie nicht mehr schließen kann. Dieser Sturm treibt ihn unaufhaltsam in die Zukunft, der er den Rücken kehrt, während der Trümmerhaufen vor ihm zum Himmel wächst. Das, was wir den Fortschritt nennen, ist dieser Sturm." Von seinem göttlichen Ursprung losgerissen wird der Engel nun selbst unaufhaltsam von der Geschichte fortgerissen. Von seinem einstigen Erleuchtet-Sein ist ihm nur die Erkenntnis der katastrophischen Kehrseite geschichtlichen Fortschritts geblieben. Unauslöschlich ist dies seinem erstarrten Blick wie in schwärzeste Kohle eingebrannt, ohne diesem Geschehen Einhalt gebieten zu können.





In the following text I present some utopian ideas how a world looks like, where the knowledge to build weapons of mass destruction exists, but nevertheless no weapons of mass destruction.
The question is: What sort of division of powers is actually necessary for the world civilisation in 21th century? These ideas are a result of thinking about Adolf Hitler. What would have happened, if he had had access to weapons of mass destruction?





Wie kann ich als Nachkriegsgeborener die Erbschaft der Epoche meiner Väter antreten - jenes verfemte deutsche "Dritte Reich" ?

Eine Nachricht aus den Eingeweiden der deutschen Geschichte.




... Man bedenke, wie knapp Hitler
vor der Verfügung über Atomwaffen stand.
Damit hätte er die Shoah
noch einmal toppen können. ...




A. Eine Erbschaft, die jedes Maß übersteigt


So etwas macht man nicht bewußt und freiwillig. Man nimmt nicht die Erbschaft einer Epoche an wie es das deutsche "Dritte Reich" gewesen ist.
Wobei diese Erbschaft über die moralisch-politische Verantwortung für die unermesslichen Greueltaten hinausgeht, die von vielen Deutschen und immer in der Verantwortung des deutschen "Dritten Reichs" verbrochen worden sind.
Diese Erbschaft bezieht sich auf die gesamte Epoche, insofern sie in einem "ganzheitlichen" Sinne, d.h. als Zusammenhang von Handlungen und Schicksalen von vielen Millionen einzelner Personen, sowie in der territorialen, nationalen und staatspolitischen Kontinuität tatsächlicher Bestandteil der deutschen Geschichte ist.

Und doch ist es die Unfassbarkeit der industrialisierten Ermordung von Millionen von Menschen, die das freie und bewußte Antreten dieser Erbschaft verunmöglichen. Denn wenn man sich auf dieses "Schwarze Loch" der Moral und der Mitmenschlichkeit einläßt, als welches die Shoah vor uns steht, dann führt das zu einer Verwirrung der Wahrnehmung der Faktizität dieser Epoche. Man kann so etwas Ungeheuerliches trotz des rationalen Wissens darum seelisch(!) nicht für wirklich halten. Man kann sich dem als ganzer Mensch nicht nähern, ohne für den Moment seine individuelle persönliche Autonomie zu verlieren, ohne dass der eigene Seinsgrund wankt. Wer das noch nie erfahren hat, der hat den Versuch, die Shoah wahrzunehmen, noch gar nicht unternommen.
Wer sind wir Menschen, dass welche von uns zu solchen Taten fähig sind? (Durch den Film "Die Grauzone" von Tim Blake Nelson gelingt es vielleicht, eine Vorstellung von der Shoah wenigstens zu erahnen.)

So bleibt nichts anders übrig, als immer wieder zu der exoterischen Erkenntnis zurückzukehren, dass die Shoah jenseits alles Entsetzens und jenseits des moralischen Abgrunds ein nüchterner Fakt der deutschen, der europäischen, der Weltgeschichte ist! (Als solche hat sie Raul Hilberg u.v.m. erforscht.)

Aber sich mit der gesamten kollektiven Realität dieser Epoche deutscher Geschichte trotz und einschließlich der Shoah als eigener Geschichte zu identifizieren und sie als Erbe anzunehmen ist ein Unding.
Nicht umsonst leugnen oder beschönigen viele Kollektive oder "Kollektivisten" mit größter Inbrunst ihre in der Vergangenheit begangenen kollektiven Verbrechen, auch wenn diese nicht das Ausmaß der Shoah erreichen. Offensichtlich können die Menschen den positiven Bezug zu einer kollektiven Identität nicht mit der Bewußtmachung der Verbrechen dieses Kollektivs vereinbaren. Sie glauben stattdessen, sich gegen die andauernden Versuche ihrer echten oder eingebildeten Feinde erwehren zu müssen, ihre kollektive Identität zu verunglimpfen.


Warum dann trotzdem den unmöglichen Versuch machen, diese Erbschaft anzutreten? Weil man gar keine Wahl hat. Man steckt schon mitten drin. Denn die direkten eigenen Vorfahren waren nicht in der Lage, diese Erbschaft anzutreten, weil sie seelisch-politisch als Kinder dieser Epoche überhaupt noch nicht aus dieser Epoche herausgekommen sind, auch Jahrzehnte nach dem deutschen "Dritte Reich" noch nicht.
Und sie haben mit aller Gewalt versucht, die eigenen Kinder, mich, auf ihre Seite, in diese ihre Welt zu ziehen.
Und weil es eine Art grenzenlose Verantwortung und Solidarität zwischen den Generationen auch und gerade von Seiten der Kinder gibt, die beginnt und wirkt, bevor diese Kinder ihre persönliche politische Urteilskraft ausbilden können.
Und weil, als diese Urteilskraft endlich genügend ausgebildet war, es zu spät war, der schicksalshaften Prägung zu entkommen.

Man sollte sich über dieses Verhalten meiner Vorfahren, das mich über Jahrzehnte quälte, nicht allzusehr wundern. Die Ignoranz und - ja - Menschenverachtung, die in dieser Verweigerung fast einer ganzen Generation, die verbrecherischen Aktivitäten des deutschen "Dritten Reichs" auch nur entfernt angemessen zur Kenntnis zu nehmen, zum Ausdruck kommt, war eben auch eine Voraussetzung dafür, dass die Shoah überhaupt geschehen konnte.
Diese Verweigerung hängt nicht zuletzt mit der persönlichen Abhängigkeit von der Nation als identitätsstiftender und schutzgewährender Macht in einer als feindlich wahrgenommen Welt zusammen.
Aber nach dem Krieg?? Doch, auch noch nach dem Krieg. Denn auch die Shoah macht die Menschen nicht zu besseren und angstfreien Menschen. Im Gegenteil, bei vielen führt sie sogar zu einer Art neu-nationalistischem Trotz.

Also versuchte ich irgendwie, die Erbschaft erzwungenermaßen anzutreten und empfand mich dabei als Chancenloser und als Ausgestoßener.
Irgendwie musste ich trotzdem in den Bereich der Freiwilligkeit kommen, weil ich sonst im Hass und Selbsthass versunken wäre, weil ich sonst nichts hätte schaffen können, ja sogar in Gefahr stand, mein Leben zu verlieren.
An diesem Punkt, wo die Hoffnungslosigkeit am größten war, tauchte ein helfender Gedanke auf - geboren aus dem Zustand des Alleinsein mit dieser Aufgabe - ein rettender Strohhalm: Vielleicht kann man die Erbschaft des deutschen "Dritte Reichs" bewußt, mit Absicht nur in Form einer Erbschaft seines Protagonisten antreten, A. Hitler. Weil der diese Epoche deutscher Geschichte in kaum zu überbietender Weise individualisiert und personalisiert hat!
Ohne Hitler hätte es vielleicht auch irgendwann Krieg gegeben. Aber ohne Hitler hättet es die Shoah nicht gegeben. Und es hätte diesen Krieg nicht gegeben.

Ein Gedanke, der tabu zu sein scheint. Trotzdem musste ich ihn in meiner aussichtslosen Lage ausprobieren!


Als deutsche Nachkriegsdemokratie von Gnaden der Siegermächte und des aufkeimenden "Kalten Kriegs" war es der Bundesrepublik Deutschland nicht möglich, in schicksalhafter Verantwortung diese "ganzheitliche" Erbschaft des deutschen "Dritten Reichs" anzutreten - was nicht bedeutet, dass das absolut Notwendige nicht trotzdem von der Bundesrepublik und von vielen Deutschen geleistet wurde, bis heute - national-staatliche Rechtsnachfolge, nominelle Schuldanerkenntnis für den II. WK und die Verbrechen, Entschädigungen, Distanz der politischen Kultur zum deutschen "Dritten Reich", Verantwortung für den Staat Israel, Bau von Gedenkstätten und regelmäßige Gedenkfeiern etc..

Darüberhinaus ist die BRD als Kollektiv diametral entgegengesetzt zu jenem "Dritten Reich". Sie muss(te) die Antithese sein, damit Deutschland wieder auferstehen und ein Mitglied der internationalen Gemeinschaft werden konnte.

Das bedeutet, dass die Bundesrepublik die direkte Erbschaft des deutschen "Dritten Reichs", soll in diesem Fall heissen, irgendein offizielles positives Anknüpfen an diese Epoche der nationalen Geschichte, selbst immer ablehnen musste und muss.
Die BRD steht als Staat nicht in einer Traditionslinie mit dem deutschen "Dritten Reich". Sie ist nach der Weimarer Republik vielmehr der zweite Versuch, eine moderne Demokratie auf deutschen Boden zu realisieren.

Also kommt es, was die "ganzheitliche" Erbschaft des deutschen "Dritten Reichs" betrifft, kommt es auf uns Einzelne an. Das passt zu der rettenden Idee.




B. Hitler als Paradigma eines Mannes aus dem einfachen Volk, der zu höchster Macht gekommen ist


Was aber könnte das heute bedeuten, diese Formel: 'Die Erbschaft des deutschen "Dritte Reichs" kann man nur in Form einer Erbschaft seines Protagonisten antreten' - und zwar in dem angesprochenen "ganzheitlichen" machtpolitischen Sinne, was ja nichts anderes als der eigentliche politische Sinn ist, denn Politik ohne den Anspruch über ein Ganzes und ohne reale oder zumindest potentielle Macht darüber gibt es nicht (welche auch immer die jeweiligen Ressourcen der Macht sind und wie die Macht auch immer verteilt und kontrolliert werden soll).
Sicher nicht bedeutet diese Erbschaft eine Wiederholung des Spielens auf der reaktionären Machtklaviatur, die A. Hitler so virtuos beherrschte. Weder gibt es diese Klaviatur noch, noch würde die Welt heute einen zweiten Hitler zulassen, insbesondere nicht eine Person mit dieser hasserfüllten paranoiden Weltanschauung. Die Erinnerung ist noch zu frisch.
Für die Erbschaft kommt daher allerhöchstens die Tatsache in Frage, dass mit Hitler ein Mann aus dem Volk ohne spezifische Kompetenz und Profession zu einem Protagonisten der Weltgeschichte wurde. M.a.W., es geht darum, ob in der Geschichte von A. Hitler "demokratisches" Potential steckt?

In der Zeit seit 1945 hat die Herrschaft Hitlers und seiner Partei NSDAP als absolut abschreckendes Beispiel gewirkt. Man rechnete sie auch dem Willen des Volkes zu. D.h., das deutsche "Dritte Reich" gilt nicht zuletzt als eine Volksbewegung, die entsetzlich schief ging, weil sich das Volk freiwillig entmündigt ließ und im Gegenzug allen Aussenseitern gegenüber seinen bösen Antrieben freien Lauf lassen durfte (übrigens irgendwann auch den eigenen "Volksgenossen" gegenüber - die deutschen(!) Nachbarn bei der Gestapo denunzieren wurde 1940-41 große Mode, bis die Regierung die Gestapo anwies, keine Denunziationen mehr zu verfolgen).

Dass man dem deutschen Volk nicht trauen konnte - viele Nazis und Sympathisanten des Regimes und sein Geist lebten noch -, das leistete nach dem Krieg notwendigerweise dem Elitismus, dem Professionalismus und der Expertokratie bei der Entstehung des neuen Staatswesens jeden denkbaren Vorschub. So wurde das Volk, das sich in einer Demokratie eigentlich emanzipieren soll, von den Alliierten zunächst erneut entmündigt.

Das gilt darüber hinaus generell für die Einschränkungen der politischen Emanzipation des Volkes durch das repräsentative Prinzip, die zwar ab den sechziger Jahren etwas abnahmen ("Mehr Demokratie wagen!", 68er-Bewegung, Anti-Atomkraft-Bewegung, ...), die sich aber im Rahmen der Globalisierung (in allen Staaten) durch von der Mehrheit der Menschen unkontrollierten politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsprozesse wieder vergrößert haben.
Das kann keine dauerhafte Lösung sein. Erstens, weil den professionals und den Experten die politische Kompetenz fehlt. Wirkliche historisch-politische Kompetenz gibt es nur aus der persönlichen Betroffenheit des Herrschen-Müssens oder Regieren-Müssens. Und zweitens, weil jede Elitenherrschaft eines nach Millionen Menschen zählenden Gemeinwesens, aber auch schon einer Stadt auf Dauer der Korruption anheimfällt.

Heute sind die Subjekte dieser Betroffenheit des Herrschen-Müssen verschiedene globale Eliten aus Weltmächten, Weltorganisationen und Weltkonzernen einerseits, sowie alle lokalen Machthaber andererseits. Dieser Zustand ist so unterschiedlich nicht zu vormodernen Zeiten. Nur vor Ort, in Ländern mit entwickelter Bürgergesellschaft, in denen z.B. Gewaltenteilung, Rechtsstaat und Parteien, freie Wirtschaft, Monopolkontrolle und nicht korrupte Behörden und vieles mehr Realität ist, gibt es Unterschiede zur Vormoderne. Jeder Journalist, der frei schreiben und veröffentlichen kann, was er recherchiert hat, ohne dafür bedroht zu werden, ist ein Schritt aus der Vormoderne.
Aber selbst in den entwickeltsten Ländern sind die Unterschiede zur Vormoderne relativ und gefährdet, weil die Ressourcen immer knapp sind und weil die Menschen sich machtpolitisch noch nicht wirklich emanzipieren konnten und dadurch manipulierbar und leicht zu verängstigen sind. Und weil zu viele Menschen so böse zu ihren Mitmenschen sind, dass ein ziviles Zusammenleben ausgeschlossen ist..


In der Tatsache, dass mit A. Hitler ein Mann aus dem einfachen Volk zur Macht kam, liegt ein politisch modernes Element, das vor der französischen Revolution nicht möglich gewesen wäre. Das war sicher ein Grund für die Begeisterung, die ihm von seiten der Deutschen entgegengebracht worden ist. (Er selbst mit seiner Herkunft aus dem Volk bei jeder sich bietenden Gelegenheit hausieren gegangen.)
Kann man daran heute wieder anzuknüpfen?
Allein die Frage klingt schon absolut erschreckend, im Blick zurück auf die Zeit und das Wirken Hitlers. Aber die Menschen machen generell den Fehler, sich auf den letzten, d.h., auf den vorhergehenden "Krieg" vorzubereiten. A. Hitler und sein deutsches "Drittes Reich" ist Geschichte und diese Geschichte wird sich so nicht wiederholen. Der nächste große Krieg um die Freiheit der Welt wird ein nuklearer Krieg sein, davon muss man ausgehen. Sollte also die Person A. Hitler trotz des Abgrundes, den er hinterließ, ein indirekter Ausgangspunkt einer weiteren Stufe der Demokratisierung und der Entmachtung traditioneller Machteliten werden, dann wäre das sicher nicht die schlechteste Pointe der Geschichte.
Selbst wenn er nützt oder gar notwendig ist, dieser Gedanke bleibt ein Affront.




C. Hilter heute = nie wieder eine neue Shoah:
Die Zivilisation der größtmöglichen Entflechtung der menschlichen Koexistenz


Das wichtigste Ziel unserer gegenwärtigen Epoche muss es sein, den nächsten großen Weltkrieg zu verhindern, und zwar in einer so grundsätzlichen Form, dass er auch in 200 Jahren nicht mehr stattfindet oder in 300 Jahren.
Ob man das erreichen kann, kann ich nicht wissen. Das wird niemand von den heute Lebenden erleben. Das heisst aber nicht, dass die heute lebenden Menschen keine Verantwortung dafür haben. Dass der Liberalismus nicht das "Ende der Geschichte" ist, das zumindest wissen wir mittlerweile.

Wie man dieses extrem ambitionierte Ziel erreichen könnte oder kann, das weiss ich hingegen schon. Man muss jegliche kollektive Macht, die über den eigenen Bestand hinausreichen kann, abschaffen. Kein Mensch und keine Institution darf in der Lage sein, irgendeine undefinierte unbeschränkte Macht über Menschen zu erlangen, nicht im Großen und nicht im Kleinen.
Jenes schicksalhafte Herrschen-Müssen samt der zugehörigen Macht muss daher von den Menschen selbst in die Hand genommen werden und darf nicht mehr an Eliten delegiert werden. Oder die Menschen müssen es auf revolutionäre Weise vormodernen Machteliten aus den Händen reissen.
Diesen Akt gilt es zu bewältigen, bevor das, was man Deliberation (Habermas) nennt, umfassend wirksam werden kann. Also logisch vor den Beratungen darüber, wie man die aktuellen und langfristigen Notwendigkeiten des Zusammenlebens organisiert, und überhaupt, bevor man beginnt, mit der dem homo sapiens eignenden Eigenschaft des existentiellen Aufeinander-Angewiesenseins umzugehen, wie man dieses gestaltet und regelt.
Zwar erhöhen gemeinsame Beratungen die Verantwortungsübernahme der Bürger. Aber erst dieser Akt schafft die politischen Subjekte der Beratungen, ja der Gemeinschaft!
Das bedeutet, nicht mehr die Gemeinschaft (Staat, Kirche, Konzern, ...) ist das wesentliche politische Subjekt, sondern die einzelnen Personen!

Macht meint hier immer unkontrollierte intransparente Macht. Nicht gemeint ist die Macht, den Müll der Stadt zu sammeln und seiner Verwertung zuzuführen oder die Wasserversorgung (wenn es die denn gibt) zu gewährleisten etc. pp.. Diese konkrete beschränkte Sach-Macht darf nur noch an strikt kontrollierte Funktionsträgern im möglichst kleinen Rahmen übergeben werden.
Es muss für jeden Menschen klar sein, dass er keinem Artgenossen mehr zugesteht, über Gebühr Machtmittel anzuhäufen. Es wird kein Machtvakuum geben, weil die Ressourcen für "große Macht" schlicht nicht vorhanden sind.

Es ist klar, dass ich hier nicht von dem heutigen Stand der Dinge rede, sondern davon, wie man dieses Ziel erreichen kann!

Aber gemessen an der Notwendigkeit und Dringlichkeit dieser Aufgabe im Sinne der Fortexistenz der Menschheit ist der Pessimismus der fatalistischen Frage "Wie soll das denn alles realisiert werden?" denkbar unangebracht. Die Menschen sind Kämpfer. Wenn sie etwas erreichen wollen - wenn sie wissen, wofür sie kämpfen, dann können sie es auch erreichen!

Für diese Wahrheit zu kämpfen sehe ich als meine Aufgabe an und als den zentralen Kern des Versuchs, die Erbschaft des deutschen "Dritten Reichs" bewußt und aus freien Stücken anzunehmen.
Aber auf lange Sicht gibt es nicht einen Weg voran, sondern 7 Milliarden Wege. Die Strategie, jegliche kollektive Macht, wird diese durch Totschlag oder Krieg, durch Geld oder Ideologie, durch Ressourcenkontrolle oder sonstwie aufrechterhalten, zu entmachten, kann am Ende nur durch alle einzelnen Personen und ihre Wege auf der Welt verwirklicht werden. Sie sollen schließlich vor Ort die Macht übernehmen und sie keiner überregionalen Instanz je mehr abgeben.


Das revolutionäre historische Muster, das sich (auch) in Hitler verwirklicht hat, indem er als irgendein beliebiger Mensch aus der Bevölkerung - Gefreiter im I. WK - zu einem zentralen Protagonisten der Weltgeschichte geworden ist (und das er gnadenlos verraten hat), wenn dieses Muster dazu diente, alles das wofür Hitler stand, jegliche Art elitärer Großmacht- und Weltpolitik endgültig auf den Müllhaufen der Geschichte zu werfen, dann wäre zumindest ein kleines Gegengewicht zu den unermesslichen, unvergesslichen Untaten entstanden, für die sein Namen und der Name der deutschen Nation immer stehen werden. Man bedenke, wie knapp Hitler vor der Verfügung über Atomwaffen stand. Damit hätte er die Shoah noch einmal toppen können. Und wer kann einen "Hitler" oder eine durchgeknallte Oligarchie in der Zukunft ausschließen, solange die Großmachtressourcen für Psychopaten mit politischer Sonderbegabung zur Verfügung stehen?

Jedenfalls bekommt der Rumtreiber und Gefreite A. Hitler aus dem einfachen Volk in diesem Zusammenhang und ganz entgegengesetzt zu seinem eigenen vorrevolutionären oder reaktionären Weltherrschaftswahn und zu seinem abartigen politischen Wirken den Aspekt eines urdemokratischen oder anarchischen Machtparadigmas. Nichts sah diesem einzelnen Mann aus dem Volk gegenüber "älter" aus als die alten Eliten in Europa.

Das, was die Erinnerung an A. Hitler in allererster Linie von uns fordert, ist, alles dafür zu tun, damit die Shoah nicht zum Menetekel für noch größere, entsetzlichere Massenmorde wird! Die technologischen Fähigkeiten dazu sind längst vorhanden. Im Menschen gibt es keine innere Grenze gegen den absoluten Nihilismus. Nur eine dauerhafte irreversible Entmachtung aller unkontrollierter kollektiver Machthaber und Machtformen kann diese Grenze entstehen lassen. Gelänge dies in absehbarer Zukunft, würde Hitler zu einer historischen Grenzfigur, durch die noch einmal die böse Fatalität der Geschichte der kollektiven Feindschaften während der letzten Jahrtausende - allerdings in extremster Steigerungsform - entsetzliche Wirklichkeit wurde, bevor der Spuk der großen humanen "Ameisenstaaten" vorbei war. Aber noch ist es nicht so weit!


Helfen kann bei dieser radikalen Dezentralisierung die wissenschaftlich-technologische Entwicklung und der Kapitalismus. Beide Kernelemente der modernen Zivilisation liefern genau das, was man von ihnen will. Sie sind nicht das Problem der bevorstehenden Epoche. Das Problem ist, dass die Menschen nicht wissen, wohin sie wollen. Deshalb werden sie, resp. werden wir von all den alten und neuen kollektiven Mächten und Gespenstern bedrängt und beherrscht - z.B. von jenen Leuten, für die der Fortschritt, der Kapitalismus und die fleissige Gutmütigkeit wie die Existenzsorgen der Menschen nur Mittel sind, um rücksichtslos ihre Erfolgsgeilheit, ihre Habsucht oder ihre Machtbedürfnisse auszuleben.
Diesen Mechanismen ausgeliefert treffen wir auf's Ganze gesehen nicht die richtigen Entscheidungen. Dabei liegt die Wahrscheinlichkeit, dass die Menschheit bei dem gegebenen weltpolitischen setting, dem waffentechnologischen Fortschritt, bei der Verführbarkeit und Angst der Menschen und bei den üblichen kollektiven Zwangsmechanismen die nächsten Jahrhunderte ohne große, alles zerstörende Weltkriege auskommt, bei 0 Prozent. Zusätzlich braucht die ökologische Problematik Solidarität und vernünftige Lösungen.
Es herrscht geschichtlich gesehen dringender Handlungsbedarf. Für vieles mag es schon zu spät sein.




D. Das Programm für die Welt, das weder mehr auf starke Männer setzt noch wieder kollektive Pläne schmiedet!


Wir Menschen (homo sapiens) sind in unsere alltäglichen Anstrengungen und Kämpfe verstrickt, um das Leben zu bewältigen. Viele Menschen sind mehr oder weniger in Gefahr, entrechtet oder getötet zu werden, oder sie sind geneigt, selbst andere Menschen zu entrechten oder zu töten. Oder es geschieht gerade.
Jedenfalls ist es uns kaum möglich, in einer zeitlich ausgedehnten Perspektive von 200 oder 300 Jahren zu denken und zu handeln. Oder wir wollen das nicht.
Wo finge man dafür an? Wer hätte die Macht, diesbezüglich sinnvoll tätig zu werden? In welcher Form könnte man das tun?
Dabei sind 200 Jahre nicht viel, verglichen damit, wie weit unser Blick in unsere Geschichte zurückreicht.

So entstand vor ca. 5000 Jahren mit Erfindung der Schrift eine Kultur der praktischen "Vergeistigungen" des menschlichen Lebens, die sich immer weiter steigerte. Heute strebt diese Kultur einem Höhepunkt zu. Ein paar Beispiele:
1. Die Erfindung der Schrift geschah im Zusammenhang der Verwaltung der ersten größeren Territorialreiche der Geschichte. Heute ist die Verwaltung (Bürokratie) zu einem global verbreiteten procedere geworden.
2. Wasserstoffbomben gibt es nicht ohne höhere Mathematik!!
3. Ebensowenig das Finanzsystem, das zudem immer mehr in die Fänge der Digitalisierung geraten ist!
4. Denn mittels der Computer und ihrer Algorithmen wird die Welt mit Netzen zur Kommunikation, zum Handel, zur Spionage etc. überzogen.
5. Das ganze Leben wird immer mehr verrechtlicht!
6. Wir leben von und mit immer ausgeklügelteren Produkten! Deren primärer Zweck liegt nicht im Nutzen der Verbraucher, sondern im Profit der Investoren.
...

Diese praktischen "Vergeistigungen" lassen mittlerweile gigantische Systeme entstehen, von denen wir abhängig sind und deren unkontrollierbare Eigendynamiken im schlimmsten Fall die gesamte Weltzivilisation zum Einsturz bringen können. Das liegt nicht zuletzt an den trotz aller "Vergeistigung" bestehen bleibenden Verschränkungen und Abhängigkeiten dieser modernen Kulturformen von den Gegebenheiten und Ressourcen der Natur.

Aus all diesen Gründen ist eine irgendwie planende Perspektive, die die Lebenszeit des einzelnen Menschen überschreitet, unumgänglich geworden. Aber so planend, wie man das als Manager, Politiker, Beamter oder Militär versteht und wie es heute geschieht, kann diese Perspektive nicht sein. Zu komplex sind die Zusammenhänge, zu unwägbar, schicksalsbefangen die Entwicklungen.
Aber auch die Planungen im Rahmen von alten Institutionen wie der katholischen Kirche oder eines Nationalstaats wie z.B. Frankreich sind nicht zielführend, weil wir es nicht mehr mit einer verfassten partikularen Einheit zu tun haben, sondern mit der Menschheit, die keine positive Verfassung zuläßt. (Eine solche Verfassung wäre dann ja wieder von einer neuen, extrem abgehobenen Elite abhängig und bevor diese ihren Herrschaftanspruch durchgesetzt hätte, wäre die Welt in x Weltkriege zerstört.)

Die Moderne wollte mit allen Mitteln der Schicksalhaftigkeit des Lebens entkommen. Aber selbst die Menschen, die im vollen Umfang von den Errungenschaften der modernen "vergeistigten" Kultur profitieren, bleiben in ihrem Leben dem Schicksal in vielfacher Form ausgeliefert, auch wenn sie sich das selbst ungern eingestehen. Das gilt erst recht für alle anderen Menschen, von denen einige sogar noch als nicht sesshafte Jäger und Sammler in der Stein- und Holzzeit leben.
Trotzdem muss es der Menschheit gelingen, große langfristige Änderungen und Anpassungen ihrer Zivilisation und Kultur nicht mehr erst nach der nächsten Gewalt-Katastrophe erzwungenermaßen ins Werk zu setzen. Denn diese wird wahrscheinlich bei weitem zu zerstörerisch ausfallen, um dann noch eine positive Kontinuität zu heute wahren zu können. Stattdessen sollten wir diese Anpassungen zuvor, absichtlich, in ziviler Art und Weise zustande bringen.

Hitler war ein Mann aus dem Volk. Er war auch deshalb erfolgreich in seinem macht-politischen Aufstieg, weil er glaubte, eine historische Mission zu haben.
Heute müssen wir Menschen ein jeder ganz persönlich versuchen zu lernen, dass wir eine schicksalhafte Mission haben, die über unser persönliches Leben hinausgeht. Das geht nicht von heute auf morgen und viele Menschen sind aus den unterschiedlichsten Gründen nicht in der Lage oder nicht bereit dazu.

Leider braucht es vermutlich noch mehrere Generationen, bis alle die Chance auf die Sicherheit und den Wohlstand haben, die sie in die Lage versetzen, diese politische Betroffenheit zum Regieren-Müssen zu spüren und sich dieser Mission zu stellen.
Es erscheint von heute aus gesehen als der viel größere Schritt, all die Armut, all die Feindschaften, all den Terror, die Folter und die Kriege zu bändigen, die vielerorts die Menschen beherrschen, die Opfer, die Täter. Schließlich geht es dort immer sofort um Leben oder Tod.
Aber die entscheidende Anpassung im Sinne der großen kulturell-zivilisatorischen Entwicklung ist keine der kleinen oder großen Kämpfe und Kriege mehr. Sie wird auch nicht primär als großes Weltereignis stattfinden. Sie ist vielmehr im Gegenteil ein Schritt, der von jedem Menschen einzeln, als Einzelner vollbracht werden muss, als Teil des persönlichen Schicksals.
Wir müssen alle "Anti-Hitler" werden, d.h. so ausdrückliche politische Einzelpersonen aus dem Volk wie Hitler es war, aber was seinen extremen (messianischen) Elitismus und seinen Kollektivismus betrifft und vor allem inhaltlich(!) das ganze Gegenteil von ihm!

Für diesen allgemeinen Schritt des individuellen Einzelnen gibt es keinen gemeinsamen Zeitpunkt! Und dieser Schritt wird jede Person über das heute mögliche Maß an Individualität hinausführen, weil eine ausgeprägte Individualität dann keine Ausnahme mehr ist.
Ein solcher über das Repräsentative hinausgehender demokratischer Prozess, der das repräsentative Prinzip dort erhält, wo es sinnvoll ist, ist die Voraussetzung dafür, dass die Weltzivilisation auch auf der Ebene der materiell-gesellschaftlichen Existenz radikal entflochten werden kann. Selbstverständlich betrifft das nicht die Ebene des persönlichen Zusammenlebens, im Guten wie im Bösen - Mensch bleibt Mensch - zoon politicon, wie Aristoteles sagt, und ein gänzlich ungefestigtes Wesen, das zwischen Tier und Gott hin- und hertaumelt, wie Nietzsche meint, manchmal beides zu einer Apotheose steigernd, manchmal beides in abartigem Handeln verbindend, das die Vorstellungsgrenzen immer wieder auf's Neue verschiebt.


Das alles erscheint heute so utopisch wie die zeitgenössischen republikanisch-nationalen Rechtsstaaten von dem Jahr 1789 aus erschienen wären, als die französische Revolution stattfand.
Aber wir brauchen diese Vision als Leuchtturm, der uns eine Richtung anzeigen kann.

Eine Garantie für ein gutes Ende dieser Geschichte gibt es nicht!




E.


Diese Gedanken in die Welt zu bringen, soll meine Art sein, frei und bewußt das Erbe des deutschen "Dritten Reichs" anzutreten. Wenn mir dies gelingt!


(Mai 2015)









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Ein(!) Prolog



1 Im Anfang waren die in Fels geritzten Zeichen, und die Zeichen waren bei den Menschen, und die Menschen wurden Zeichen.

2 Die Menschen lernten, Zeichen in weichen Ton zu ritzen und diesen zu brennen, dann auf Metall zu prägen, auf Papier zu schreiben und endlich Prozessoren damit zu beschäftigen.

3 Weiter gelang es den Menschen, immer mehr Zeichen zu erfinden und diese immer wieder neu und logisch zu kombinieren, so dass sie damit die handfesten Dinge in ihrer Umgebung immer besser bezeichnen konnten, verstehen konnten, verwandeln und neu zusammensetzen konnten und schliesslich H-Bomben (= pars pro toto) erfinden und daraufhin sogar basteln konnten.

4 Die Menschen versuchen immer, ihre Situation mit Worten zu beschreiben. Aber die Zeichen erreichen sie damit nicht. Die Worte bleiben hilflos vor den Zeichen. Kein Roman, kein Mythos, kein Gesetz wird ihnen gerecht. Nur Handeln kann ihnen gerecht werden.

5 Heute beherrschen die Zeichen die Welt. Die Menschen haben nur eine Chance. Sie müssen sich den Zeichen anpassen. Sie müssen sich ihnen NICHT unterwerfen. Das hülfe nichts! Aber sie müssen lernen, was die Zeichen für ihr Leben im Ganzen positiv bedeuten können und das dann zu nützen.

6 Hass mit Worten sähen, Gewalt und Sadismus mit Worten, Gesten oder Händen ausüben und Kriege mit Waffen führen gehört definitiv nicht dazu. Zudem können die Menschen das schon bis zum Erbrechen! Aber die materialen Ressourcen für selbstbestimmtes Leben zu erschaffen kann den Menschen sehr wohl nützen.

7 Ob die Menschen das dann für ein selbstbestimmtes Leben nutzen können, steht in den Sternen. Die Geschichten aus den letzten 11 000 Jahren, seit die Menschen sesshaft wurden, verführen nicht dazu, daran zu glauben. Hass, Gewalt, Sadismus und Krieg sind übermächtig, weil sie (zu) vielen Menschen entsprechen und mit friedlichen Mitteln nicht zu besiegen sind.

8 Aber wonach sonst sollte man streben? Die Zeichen verlangen von den Menschen, wenn sie schon den Hass, den Sadismus, die Gewalt und den Krieg in und zwischen ihnen nicht aus der Welt schaffen können, dass sie Formen des Zusammenlebens verwirklichen, die die schlimmen Auswirkungen dieser vier Geiseln lokal begrenzen, auf ein Minimum reduzieren und die das selbstbestimmte Leben nicht mehr verhindern.





Monolog



" STRING ist die Wasserstoffbombe in philosophischer Form! STRING ist die kulturell-zivilisatorische Chance, die die Wasserstoffbombe bietet, weil durch sie der Krieg ad absurdum geführt wird!
STRING ist ein Instrument, welches der Menschheit erlaubt, das mit der Wasserstoffbombe entstandene Problem = die Möglichkeit des Absolut-werdens der menschlichen Destruktivität - in einem konkreten politisch-kulturellen Verfahren zu lösen."


"Wie soll das denn gehen?"


"STRING verfährt indirekt! Da das Wissen um den Bau der Wasserstoffbombe objektiv in der Welt ist, kann es kein objektives Verfahren geben, mit diesem Problem fertigzuwerden, also dieses Wissen wieder loszuwerden. Es kann nur ein subjektives Verfahren geben, bei dem die Subjektivität bis an die Objektivität herangeführt wird und so eine neue Art von Autorität gewinnt. Das Mittel dafür ist die Institution der politischen Selbstständigkeit des Individuums. Sie soll als die einen existentiell-politischen Grund schaffende Ergänzung zu den modernen politischen Institutionen hinzukommen und die Sprachfähigkeit der einzelnen menschlichen Personen zum allgemeinen politischen Maßstab erheben.

Mit der Autorität dieser Institution können die Menschen verhindern, dass die Macht und die Ressourcen zum Bau von H-Bomben oder anderen Waffensystemen entstehen, sollte eine umfassende Abrüstung je Wirklichkeit geworden sein.


"Das ist ja noch unerreichbarer - umfassende Abrüstung?"


STRING ist ein Beispiel für die geistige Subjektivität einer beliebigen Person. Daher der Eigenname, der die Funktion eines Begriffes hat.
STRING bringt zum Ausdruck, dass es unmittelbar und direkt auf den einzelnen Menschen ankommt, dass es auf jeden Menschen ankommt, dass es auf Dich ankommt!

Ob Schriftstellerin oder Analphabet, jede Person muss lernen, ihren eigenen Geist wahrzunehmen und stolz auf ihn zu sein.
Nur wenn dieses allgemeine Kennzeichen des Menschen, der durch den Sprachgebrauch vermittelte individuelle Geist, zum entscheidenden politischen und gesellschaftlichen Maßstab wird, läßt sich der Missbrauch des professionellen Geistes unterbinden, wie es z.B. der Bau oder gar die Anwendung der Wasserstoffbombe ist.

Im Prinzip verlangt die Existenz der H-Bombe ein Innehalten der Menschheit. Wie weit sind wir gekommen mit dem Krieg als Mittel der Politik? Wo wollen wir jetzt hin? Verlangt die Existenz der H-Bombe auf Dauer nicht eine ganz neue Art von menschlicher Zivilisation?
Da eine derartige Reflexion mit anschließendem Entscheidungsprozess in einer Weltgesellschaft von mehreren Milliarden Individuen, die alle jeden Tag physisch und psychisch ihr Leben bestreiten müssen, niemals in einer kollektiven Form möglich sein wird, ist der Moment gekommen, die Weltgeschichte endgültig und radikal zu individualisieren. Denn die einzelne Person kann im Prinzip innehalten und ihre gesamte Existenz reflektieren.
Das soll sie, d.h. im Prinzip jede Person soll das jetzt tun (logisches, nicht zeitliches "Jetzt"!).

Die Individualisierung der Weltgeschichte kann jedoch nur wirklich werden, wenn die einzelnen Personen die Weltgeschichte in sich aufnehmen und sie annehmen. Wenn das historische Fortkommen durch Krieg im Großen, territoriales Reich gegen territoriales Reich, nicht mehr zu gewinnen ist, dann werden auch die Menschen als Individuen und die von ihnen geprägten Gesellschaften einen anderen Weg finden müssen als den "Kampf ums Überleben", der in den sog. Überflußgesellschaften längst zum Kampf auf der "Hühnerleiter" verkommen ist.

Die politisch-ethische Alternative zu dieser modernen Fehlentwicklung ist die geistige Entgrenzung des einzelnen Menschen bei gleichzeitiger grundlegender Begrenzung und Relativierung seiner sozialen Stellung und seiner Macht über andere Menschen. Das soll die Institution als geistig-politisches Konstrukt durch ihre gesellschaftliche Geltung leisten. Diese Geltung bedeutet, dass die Menschen wegen ihres jeweils eigenen und einzigartigen freien Geistes auf einer Stufe stehen, nicht durch von den Sinnen wahrnehmbare Äußerlichkeiten, Vergleichbarkeiten oder durch irgendeinen Gesellschaftszustand. Letzterer kann in der individualisierten Geschichte nur mehr eine Folgewirkung sein, nicht mehr das von Mächtigen beherrschte Primat des menschlichen Daseins.

Ganz praktisch muss erreicht werden, dass die unzähligen Menschen, die zumindest versuchen, ihr Leben so gut wie möglich zu leben
ohne dabei anderen zu schaden, ihr grundsätzliches gemeinsames Interesse daran erkennen, dass kollektive Macht global abgebaut wird. Denn nur mit dem Verschwinden kollektiver Macht im historisch gewachsenen Zuschnitt werden auch die Mittel solcher Macht wie z.B. atomare Waffensysteme verschwinden.

Mit Macht ist hier immer unkontrollierte, angemaßte Macht über viele (Tausende, Millionen, Milliarden) Menschen gemeint, sei sie direkt oder indirekt, und nicht das persönlich-private Verhalten oder Verhältnis zwischen einzelnen Menschen und nicht die Gestaltungskraft und das Gewaltmonopol einer zivilen, rechtsstaatlichen Regierungsform.
Das Hauptargument der angemaßten Macht, dass wenn der eine sie nicht hat und verteidigt, dann erobert sie ein anderer, der noch viel schlimmer und grausamer ist, ist kein Argument, sondern eine Drohung. Bei der Überwindung der Macht geht es also darum, zivile Gesellschaftszustände zu etablieren, die dieses Anmaßung von vorneherein der Lächerlichkeit preisgeben. Es versteht sich von selbst, dass auch die Reproduktion (das Fortkommen) der Menschen in diesem zivilen Bereich eingeschlossen sein muss, wenn die durch Gewalt, Folter und Todesdrohung angemaßte Macht überwunden werden soll.

Die Wasserstoffbombe verlangt eine gesamt-zivilisatorische Emanzipation von der sog. Realpolitik im Großen, gar Globalen. Im Kleinen hingegen hat Realpolitik im Sinne der deliberativen (beratenden) Demokratie nach wie vor höchste Priorität. Denn in der unmittelbaren, sinnlich direkt wahrnehmbaren, lokalen Welt des Menschen, b.z.w. zwischen den Menschen läßt sich unkontrollierte, angemaßte Macht-/Gewaltausübung niemals ausschließen. Sie gehört zur kreatürlichen Freiheit, für deren sicher niemals vollständig gelingende Einhegung die entsprechende, freie und verantwortliche Erziehung der Kinder und das zivile, kontrollierte Gewaltmonopol des liberalen Verfassungsstaats gedacht ist.

Wenn Du mehr über diese Überlegungen erfahren willst, die niemals vollständig sein können, musst Du auf den STRING-Webseiten weiterlesen. Hier sind die Ideen einer Person zu finden. Um die kollektive Macht zu überwinden, braucht es die Ideen und das Wirken von unzähligen Menschen, was sicher nicht von heute auf morgen geschehen kann!

Seit Beginn der Sesshaftigkeit haben ca. 400 Generationen von Menschen gelebt. Es wäre gut, diese Phase der menschlichen Geschichte, in deren Verlauf die Menschen einen festen machtpolitischen und geistig-institutionellen Bezug zu bestimmten definierten Territorien entwickelt haben, in zwei bis drei Generationen zu einem akzeptablen Abschluß zu führen. Das kann bedeutet, sich zivilisatorisch vom kollektiv institutionalisierten und beherrschten Territorium ein Stück weit zu emanzipieren. Denn die ganze Menschheit als politisch-kulturelle Entität läßt sich nicht mittels territorialer Partikularitäten darstellen.


"Aber wie sollen alle Menschen diese schwierigen Gedanken und diese ungewohnte Herangehensweise verstehen?"


"Die Texte unter dem Banner von STRING schreibe ich zunächst für mich - um für mich selbst herauszufinden, was ich denken und für richtig halten soll und wie ich das in meinen Worten zum Ausdruck bringen kann.
Wenn man sie liest, nimmt man sozusagen Teil an meinen immer wiederkehrenden Versuchen, mit dieser Thematik, besser mit diesen Thematiken zurecht zu kommen.

STRING Texte ins Netz zu stellen ist zugleich ein Akt, der den oben genannten politisch-gesellschaftlichen Maßstab eines allgemeinen
und zugleich subjektiven Geistes im Sinne einer für die Welt wesentlichen, zentralen Institution errichten will, die jeder Mensch verkörpern kann und soll.

Welche anderen "leichteren" Vermittlungsformen gewählt werden können, um die Kernaussagen von STRING darzustellen, ist eine eigene Aufgabe.

Die eigentliche Schwierigkeit liegt jedoch nicht in den Gedanken und der Herangehensweise von STRING. Sie liegt in der durch die H-Bombe notwendig gewordene politisch-anthropologische Neuorientierung, wonach die Feindschaft, der Krieg oder das Morden als potentielle oder gängige Praxis zum gesellschaftlichen Machterwerb, -behalt oder für das Kämpfen dagegen in eine solche Praxis zu verwandeln ist, die in die einzelne Person hineinverlegt wird, die sich innerhalb der menschlichen Person vollzieht!




.............



"Metaebene"

(Immer wieder tauchen bei STRING Formulierungen der Metaebene auf. Aber sobald sie formuliert sind, verlieren sie ihren Status.)

STRING richtet sich im wesentlichen an den eigenen persönlichen Geist als Basis aller Veränderung und allen universellen politischen Bewußtseins. Es geht um die Praxis des Denkens. Daher sind alle Informationen, Beispiele, Reflexionen oder Theorien vor allem Hilfsmittel, die eine Person auf dem Weg zu sich selbst nutzen kann - sei es der Leser, sei es der Autor!"


Keine von den auf den STRING-Webseiten formulierten Aussagen beansprucht den Status objektiver Wahrheit oder den Status eines "Machtwortes". Objektive Wahrheit beruht auf theoretisch geprüften, intersubjektiv anerkannten Begriffen wie z.B. 0 = Null oder Wasser = H2O. Zum Machtwort gehört die Macht und kein Mensch hat die Macht über alle Menschen auf der Erde.

Niemand auf der Erde kann in einem mit STRING vergleichbaren Sinne für mich objektive Wahrheit beanspruchen, denn im Sinne der ganzen Menschheit oder im Namen der ganzen Menschheit sprechen kann man nur auf subjektive, persönliche Weise, kraft der Tatsache, dass man selbst Mensch ist. Jeder kann also nur für sich selbst so sprechen wie ich mit STRING.

Jeder, der über ihn selbst und über Trivialitäten hinausgehende Thesen vertritt, für die er objektive Gültigkeit beanspruchen will und kann, weil er intersubjektiv anerkannte Begriffe nutzt, spricht im Namen eines durch definierte Regeln verfassten partikularen Kollektivs und niemals für die ganze Menschheit. Es gibt keine in der ganzen Menschheit anerkannten objektiven Begriffe, b.z.w. das Prinzip der objektiven, intersubjektiv anerkannten Begriffe selbst wird bei weitem nicht von allen Menschen geteilt.

Jeder, der ein Machtwort sprechen kann, kann das nur innerhalb einer partikularen Gemeinschaft von Menschen. STRING folgt der Devise, dass das Zeitalter der Worte durch das Zeitalter der Sprecher abzulösen ist. Das gilt insbesondere für die Sprache der Macht wie z.B. Imperative oder Befehle. Deren Platz ist auch in partikularen Kollektiven nur noch im Rahmen von definierten, relativen, begrenzten (Macht-)Zusammenhängen gerechtfertigt.


STRING ist eine kulturelle Archäologie der menschlichen Zukunft. ("Archäologie" im Foucaultschen oder Agambenschen Sinne!)

Archäologie ist die Lehre vom Ursprung - auch die Zukunft hat einen oder mehrere Ursprünge.

Man kann nichts genaues über eine Vergangenheit jenseits gesicherter Quellen oder über eine weitere Zukunft wissen und sagen, und das gilt ebenso für eine vor der Öffentlichkeit und der Strafverfolgung verborgene Gegenwart von mit Korruption und Verbrechen verbundener Macht.
In all solchen Fällen ist es vernünftig, trotz der Begrenztheit des eigenen Wissens und Blicks und trotz der Unbeholfenheit der eigenen Vorstellungskraft und der eigenen Begrifflichkeit zu versuchen, notwendige und hinreichende Bestandteile und Bedingungen zu formulieren und zu definieren, um zumindest eine kleine Chance zu eröffnen, ein unbekanntes Geschehen begreifbar oder bewältigbar werden zu lassen. Der Maßstab solcher Versuche muss sein, möglichst ganz und umfassend vorzustellen, zu denken und darzustellen.

Für die Gegenwart sind es Autoren wie z.B. Ellroy oder Winslow und viele andere, die in das Dickicht der verborgenen Machenschaften von Mächtigen fiktiv-reale Erkenntnis-Schneisen zu schlagen versuchen.
Für die Vergangenheit ist Giorgio Agamben unermüdlich dabei, Wurzeln so quellennah wie möglich imaginierend freizulegen, als nur ein Beispiel der ganzen Historikerzunft.
STRING-Texte handeln von der Zukunft. Wenn sie oft wie Utopien klingen, so liegt das daran, dass sie versuchen, Bedingungen der Möglichkeit zu beschreiben, wie die Menschheit die Existenz der Wasserstoffbombe und das Wissen zu ihrem Bau auf Dauer überleben kann. Ob das dem Sinne nach so kommt wie beschrieben oder nicht, liegt an den Menschen.

Welches Maß an Ungenauigkeit und Allgemeinheit, welches Maß an Spezifität und Exaktheit, welchen politischen Impetus, welche Geduld solche Angaben und Utopien benötigen, die die Bewältigung der Zukunft der Weltzivilisation ermöglichen, das ist vielleicht nur durch eine Art eigener Kunst zu bestimmen.
In diesem Sinne schreibe ich die Texte auf den STRING-Webseiten so gut es geht. Sollte sie jemand unbefriedigend finden, dann sollte er andere Texte schreiben.


Die Nahumgebung des Menschen, d.h. sowohl all das, was er mit seinen Sinnen wahrnehmen kann, als auch alle anderen Einfüsse und Mechanismen in seinem Körper und um ihn herum werden immer unverzichtbar bleiben im Leben des Menschen.

In der sog. Geschichtszeit, die sich von der Prähistorie abgrenzt und die im wesentlichen mit Beginn der Schriftverwendung anhebt, hat die Sprache, b.z.w. die Schrift höchstens bisweilen die Funktion oder die Macht erreicht, die vielfältigen Ströme des Lebens in gesellschaftlich elitärer Weise zu gestalten, zu begrenzen und ihnen die Richtungen zu weisen. Sprache und Schrift waren aber nie das Leben selbst.
Das genügt nicht mehr. Heute müssen wir, die Menschen, in der Verwendung von Sprache und Schrift in eine neue Dimension vorstoßen und sie zu einem essentiellen tragenden Teil unseres Lebens und zwar des Lebens eines jeden Menschen werden lassen.

Die zukünftige Welt der Menschheit läßt sich nicht mit der Macht irgendeiner Kollektivform politisch organisieren, weil es keine solche allgemeingültige Form gibt. Weder die polis, noch das Imperium, noch der moderne Nationalstaat, noch irgendeine archaische Form politischer Organisation bietet ein geeignetes politisches Ordnungsprinzip. Sie sind zwangsläufig partikular, weil sie qua Existenz so verfasst sein müssen, dass sie zwischen Zugehörigen und Nicht-Zugehörigen unterscheiden. Keine dieser politischen Formen kann sich daher über die ganze Welt ausdehnen.
Man kann diese Welt der gesamten Menschheit nur auf der Basis einer Institution politischer Individualität ordnen. Die moderne Zivilisation hat die Aufgabe, diese Institution mit der nötigen Macht auszustatten.



............



ZWISCHENSTÜCK



"Eine kleine Erzählung"


Anfang

Mit Galileis Fallgleichungen entstand der große Mythos und der unaufhaltsame Siegeszug der Zahl. Man kann die Natur mathematisch direkt abbilden.

Von Leibniz soll die Formel: "causa aequat effectum" stammen. Ursache ist gleich Wirkung. D.h., alle kulturelle Qualität der causae und der effecta spielt keine Rolle, wenn nur die im Nichts schwebende Gleichung stimmig und gültig gemacht wird.
Die Geld- und Marktmenschen "dachten": Aha, das ist doch bei uns schon immer so! Was auch immer ein Produkt für den Verkäufer und für den Käufer bedeutet, bei uns gilt nur die Gleichung: ein Etwas (Entität) = eine Zahl einer Verrechnungseinheit (z.B. Währung). Welche Zahl, das stellt sich auf dem Markt heraus.

Diese Grundbestandsbeschreibung definiert die Weltkultur der letzten 500 Jahre. Sie erlaubt es, auch noch die fremdesten Kulturen und Völker, auch noch die Menschen mit den absonderlichsten Gebräuchen in die eine universale Menschheit einzugliedern - faktisch wohlgemerkt, nicht nominal, die Zahl, das Zeichen oder das Schema ist kein nomen - und ohne es zu wissen, wenn man Elektrizität oder einen Verbrennungsmotor nutzt oder irgendetwas auch nur in zweiter oder dritter Linie mit dem Weltmarkt Verknüpftes erwirbt.

Die Idee, im Rahmen einer in die Zukunft orientierten Kultur auch die Ereignisse in der Zukunft unter das Regime der Zahlen zu bekommen, ist in diesem Zusammenhang ein denkbarer Schritt, den trotzdem jemand gehen musste. Resultat waren die Börse, die Versicherungen und Haushaltsplanung, ... . (Das mit der Haushaltsplanung hat im Barock allerdings noch nicht so gut funktioniert.)



Ende

Individualismus ist der Inklusionsmythos des Zahlenzeitalters, der größten Kollektivveranstaltung der Menschheitsgeschichte. Die muss natürlich reguliert werden. Das machen diejenigen, die im Sinne der Macht (wer hat was zu Sagen) am besten mit Zahlen umgehen können, die Reichsten.

Seit ca. 70 Jahren, seit der Krieg, der wesentliche Regulierungsmechanismus des "polemos pater panton" - Zeitalters*, durch das physikalische Forschungsresultat H-Bombe ausser Kraft gesetzt wurde, hat die Zahl ihre endgültige Herrschaft angetreten.

Damit die Macht erhalten bleibt, müssen die Reichen immer reicher werden. Kürzlich hat der franz. Ökonom und Statistiker Thomas Piketty mit ungeheuer viele Daten nachgewiesen, dass der Mythos des Kapitalismus, wonach die Reichen zwar reicher werden, aber auch die Armen reicher werden, nicht stimmt. Die Armen bleiben auf ihrem Stand oder bekommen weniger (was natürlich von anderen gleich wieder bezweifelt wird).
Der Knackpunkt ist immer, wieviel kann eine Gesellschaft für Bildung ausgeben, das bestimmt ihre Zukunftschancen. Also geht es darum, soviel privates Vermögen der "Reichen" in die Bildungsausgaben umzulenken, dass alle Menschen gute Bildungschancen haben.



Exkurs: moderner Anitsemitismus, Judentum

Warum sind gemessen am Anteil an der Gesamtbevölkerung überdurchschnittlich viele Leute aus dem Judentum an dieser Herrschaft der Zahl beteiligt?
Weil die Juden in der Neuzeit schon ein jahrtausendealtes Handelsvolk mit durchgängiger expliziter Tradition waren.
Weil sie ihre Kinder sehr geistig abstrakt erziehen, weil das Judentum eine sehr abstrakte Angelegehnheit ist.
Weil das Leben im Rahmen der mosaischen und der Mischna-Gesetze ein sehr bewusstes geistgesteuertes ist, das die Leidenschaften bändigt und zu strenger Disziplin erzieht, und das damit viele Vorraussetzungen liefert, den Zahlen das Hauptgewicht im je persönlichen Leben zu geben.

(Das kann als Max Webers "Entstehung des Kapitalismus aus dem Geist des Protestantismus" ergänzende Betrachtung gelesen werden.)



Revolution

Irgendetwas, was es so noch nie gab und was einer Revolution entspricht, kann das neue Zeitalter einleiten, das Zeitalter der Individualität. Die existierenden zivilisatorischen Ressourcen könnten dafür schon ausreichen. Diesmal wird sich eine Revolution mehr bei den Menschen ereignen als zwischen den Menschen oder bei den Dingen.



* Das ganze Zitat von Heraklit lautet: "Krieg ist aller Dinge Vater, aller Dinge König. Die einen macht er zu Göttern, die anderen zu Menschen, die einen zu Sklaven, die anderen zu Freien."



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Zentrale Aspekte und Begriffe von STRING


Gewaltenteilung

Um ein Missverständnis auszuschließen, das Individuum, die einzelne Person wird im STRING-Konzept nicht als per se gut betrachtet. Die Menschen sind so, wie sie sind und wie sie sich in der Geschichte der Menschheit gezeigt haben - offen für das Gute, offen für das Böse und unendlich viel Unentscheidbares dazwischen. In jedem Fall gilt, was der homo sapiens sapiens durch seine Freiheit von den Instinkten mit erhalten hat, ist die Freiheit, jede erdenkliche schlimme Tat zu begehen! Daher ist es immer gefährlich, wenn Menschen Macht haben.

Die Tradition der Machtkritik und Machtbegrenzung gelangte schon in der Antike zu wesentlichen Errungenschaften - bei den Griechen Entmachtung von Großgrundbesitzern und Tyrannen, Vernunft als Maßstab der Politik und Gesetzgebung, Demokratie, Anfänge des Parlamentarismus (Ältestenräte), Individualität (Sokrates, Diogenes) - bei den Juden Machtkritik der Propheten, Gottesebenbildlichkeit des Menschen, Gott als über dem König stehend, Individualität (Konzeption von Gott als extramundane, einzelne, unabhängige Person) - bei den Römern Überwindung des Königtums und Schaffung einer konsularischen res publica, Anfänge des Parlamentarismus (Senat), Pragmatismus, Individualität (z.B. in der verbreitete Sitten, Skulpturen mit der genauen, spezifischen Ausarbeitung der Gesichtszüge der dargestellten Personen anzufertigen).

In der Neuzeit feierte diese Tradition mit der Teilung der politischen Macht in drei oder vier "Gewalten", mit dem republikanisch-demokratischen Rechtsstaat und mit dem allgemeinen Menschenbild eine große Wiederauferstehung.
STRING will einen entscheidenden weiteren Schritt anstoßen, an dessen Ende die gesellschaftliche Macht substantiell in den Hände der (=aller) Einzelpersonen liegt. Denn die "Skaleneffekte", die Multiplikation, welche verbrecherisches und asoziales Handeln durch jede Art von konkreter, verfasster, systemischer Kollektivität erhält, können bei gegebenem Zivilisationsstand sogar die Menschheit zerstören. Während der einzelne "kleine" Mensch, sollte er verbrecherisch oder asozial handeln, in seiner Fähigkeit, großen Schaden anzurichten, begrenzt bleibt, wenn er keine Mechanismen findet, die sein Tun für eine große Anzahl von Menschen gefährlich macht.

Die Überwindung im Prinzip jeder Art von kollektiver Macht ist auch deshalb geboten, weil kein Vertreter kollektiver Macht je zugibt, verbrecherisch oder schädlich für andere Menschen zu handeln - insbesondere wenn seine Existenz und/oder Identität auf das Kollektiv gegründet ist. Es wird auf der Welt nie eine objektive und machtvolle Instanz geben, die entscheidet, wer böse, wer schädlich ist und wer nicht und diese Entscheidung dann entsprechend umsetzt.
Ausnahmen von diesem Prinzip sollte es nur als überschaubare, strikt kontrollierte Funktionen im Dienst der anderen Menschen geben. Wachsamkeit wird unerlässlich sein, denn kollektive Macht eröffnet viele Vorteile. Daher wird es immer Leute geben, die andere Menschen dahingehend manipulieren wollen, ihnen solche Macht zu übertragen.

Die Überwindung kollektiver Macht erscheint nur auf den ersten Blick utopisch und unrealistisch. Nie in der Geschichte war der Nimbus des Kollektiven so schlecht wie heute. Nur Kollektive führen gegeneinander Kriege, eventuell Atomkriege.
Desweiteren haben die Menschen schon in prähistorischen Zeiten als "Jäger und Sammler" bewiesen, dass sie selbstbestimmt existieren können. Mag sein, dass dies unter den Gegebenheiten der Sesshaftigkeit und immer größerer Gesellschaften wesentlich schwieriger ist.
Was nötig ist, damit diese Utopie Realität werden kann, davon handeln diese Webseiten in immer neuen Anläufen.



Kollektivität


Kernthese:

Ein verfasstes Kollektiv, das zu seinem Bestand auf eine genaue Unterscheidung der Zugehörigkeit und Nicht-Zugehörigkeit von Menschen angewiesen ist, kann niemals die gesamte Menschheit umfassen oder repräsentieren.


Gruppe oder Stamm,
die Polis, die Nation, das Reich,
Organisationen, Staaten, Konzerne, Systeme, Netze ...
- allgemein gesagt, die Kollektive -
waren von den Zeiten unserer prähistorischen Vorfahren an durch all die historischen Epochen hindurch Träger sowohl des Überlebens wie der unzähligen Kulturen der Menschheit!

Heute, ausgestattet mit den Mitteln einer hyperpotenten modernen Zivilisation, ist die Kollektivität durch ihre schwer kontrollierbaren Eigendynamiken, durch Konkurrenz untereinander und durch die historisch ererbte Bereitschaft zur Gewaltanwendung zum Menetekel, zum potentiellen Zerstörer der Kultur(en), der modernen Weltzivilisation selbst, ja sogar des menschlichen Überlebens geworden - wenn es den individuellen einzelnen Personen, die die Menschheit konstituieren, nicht gelingt, diese fundamental zu bändigen und zu zähmen.
Das ist aber nur möglich, wenn die Menschen lernen, ihre vielfältigen persönlichen Motivationen und Möglichkeiten für zerstörerisches Verhalten selbst zu bändigen und zu zähmen, ohne ihre Gruppenidentitäten dafür zu missbrauchen. Denn die Kollektive müssen ihrer Rolle als Lieferanten von "erlaubten" Sündenböcken (Feinde, Aussenseiter) entsagen.

Erst dann, entmachtet, defensiv und dienend, werden die Kollektive ungetrübt ihre vielen Formen und Rollen in unserem menschlichen Leben ausfüllen können - nicht zuletzt als Herzensangelegenheit oder besondere gemeinschaftliche Solidarität!
Erst wenn sich die Kollektive nicht mehr dominant gegenüber ihren Mitgliedern verhalten, wird eine politische Gemeinschaft der Menschheit und eine genuine globale Ordnung möglich!
Erst wenn Kollektive oder Kollektivsysteme, b.z.w. deren Führer und Mitläufer sich nicht mehr für die entscheidenden Agenten der Weltzivilisation halten und dabei soviel Ressourcen wie möglich beanspruchen, kann der (hyperpotente) Fortschritt bescheidener werden und sich auf das Wohlergehen aller Menschen = des einzelnen Menschen konzentrieren.

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Adolf Hitler

Gegen (Neo)Nazis zu kämpfen ist immer wieder notwendig und braucht Klugheit wie Mut.
Die "Kulturnation" Deutschland muss einen ganz eigenen Schritt finden, der den Nationalsozialismus und das "Dritte Reich" in der Sache hinter sich lassen kann!

In Adolf Hitler hatte eine individuelle Person aus dem "Volk" die deutsche Nation und die deutsche Geschichte usurpiert - als Pseudo-Kaiser, mit Unterstützung dieses "Volkes".

Die Deutschen heute haben eine jede, ein jeder ("Volk" = "Alle") die Aufgabe, in einer ausdrücklich politischen, den Republikanismus und den Liberalismus entscheidend ergänzenden Form individuelle Personen zu werden (Hitler = dezidierte, politische Einzelperson aus dem "Volk").
Gemeinsam können die Deutschen auf diese Weise ihre nationale Geschichte produktiv in eigene Hände nehmen und mittels eines gelingenden demokratischen Fortschritts zu einem angemessenen und verantwortlichen Punkt führen. Es geht um die wesentliche, schicksalhafte Verankerung der institutionellen Gewaltenteilung, der freien Gesellschaft und der rationalen Politik in der Lebensform und im bewußten Anspruch (je)des einzelnen Bürgers.

Bis das geschehen ist, wird Deutschland vor der Welt, vor der Weltgeschichte, vor allem aber vor sich selbst, vor den eigenen Ansprüchen dem Banne der unvorstellbaren abartigen Quantität und Qualität der von Adolf Hitler initiierten Mord-Taten unterliegen.

Was auf diese Groß-Untaten folgen soll, ist eine "Klein-Tat", die immer fassungslos, entsetzt bleiben möge vor der Shoah, vor allen anderen Mordaktionen und vor dem unglaublichen Traditionsbruch.
Diese "Klein-Tat" des Einzelnen begründet die für sich stehende Selbstständigkeit der menschlichen Person als ein Maß, das auf die Praxis des gesellschaftlichen Lebens prägenden Einfluss hat und das so zu einem unhintergehbaren Gestaltungsprinzip der Hochzivilisation wird. Ein Geben und Nehmen - das einzelne Individuum dient der Gesellschaft, damit diese in der Lage ist, ihm persönliche Selbstständigkeit zu ermöglichen.

Ein entscheidender Grund für die "Klein-Tat" ist die "Schwäche" des einzelnen Menschen, welche die immer wieder zum Spielball von Egomanen verkommende Stärke der Kollektive ablösen und in einer neuen positiven Ordnung auflösen soll.
Zum einen sind die hyperpotente moderne Zivilisation und die "Schwäche" des Individuums als sich positiv ergänzende Momente eine moderne Zukunftsvision.
Vor allem aber ist der Missbrauch der Kollektiv-Stärke diejenige Voraussetzung für den Massenmord, die abgestellt werden kann. Wohingegen sich Bosheit, Hass und Aggression einzelner Menschen niemals aus der Welt schaffen lassen (weswegen es immer Strafverfolgungsbehörden geben wird).

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Politische Individualität


Kernthese:

Weder durch Irrationalität und Gefühl, noch durch allgemeingültige Rationalität, Theorie oder Begrifflichkeit läßt sich eine für alle Menschen gültige konkrete politische Universalität erzeugen.


Sei es im Namen einer kollektiven Entität, mit Macht oder ohne Macht, sei es als Theoretiker, Philosoph oder Künstler, keiner kann für die anderen Menschen eine allgemeingültige politische Vorstellung der ganzen Welt erzeugen. Denn diese müsste allen anderen Menschen ja vorschreiben, was sie zu denken hätten.
Mit diesem Prinzip, dem ein Zwang innewohnt, läßt sich eine partikulare gesellschaftliche Entität begründen, niemals aber die ganze Welt erfassen.
Nur die einzelne Person, und sei sie geistig noch so unbeholfen, kann eine gültige und freie Vorstellung der ganzen Welt zum entstehen bringen, weil eine solche Vorstellung nur im Rahmen des persönlichen Schicksals real wird. Voraussetzung ist, dass sich diese Person die Vorstellung zueigen gemacht hat, dass es für die Zukunft der Welt auf sie ankommt. Das bedeutet nicht, b.z.w. es hat keine Bedeutung, dass es am Ende 5, 6, 7 Milliarden verschiedene politische Vorstellungen von der Welt gibt. Es bedeutet vielmehr, es gibt immer eine Vorstellung. Deren Allgemeinheit besteht in ihrer schicksalhaften individuellen Eigenheit.

Der Eindruck einer Überforderung des einzelnen Menschen, den STRING erwecken kann, liegt in der generellen Erwartung, dass es fähige Personen braucht, die die "kollektiven" Geschicke der Menschen lenken. Diese Erwartung ist auch in den real existierenden Demokratien nicht verschwunden.
Tatsächlich folgt STRING einer anderen Theorie der menschlichen Überforderung. Es ist davon auszugehen, dass jeder Menschen von zuviel (unkontrollierter) Macht über andere Menschen überfordert wird. Daher soll keiner mehr zuviel Macht über Menschen in die Hand bekommen. Eine den Republikanismus fort- und überschreitende gesellschaftliche Gewaltenteilung soll bis zur Ebene der einzelnen Personen gelangen, die im Rahmen ihrer jeweiligen Fähigkeiten lernen, ihre Welt und das Zusammenleben mit den anderen Personen zu "regieren".
Um auf diesem Weg voranzukommen, gilt es, den Mythos der Kollektivität grundlegend zu entzaubern.

Der individuelle Mensch, die einzelne Person ist die einzig mögliche politische Basis oder Institution, das einzige politische Subjekt, das die gesamte Menschheit als politisches Kollektiv zur Existenz bringen kann und eine globale politische Ordnung tragen kann.
Das politische Kollektiv der gesamten Menschheit entsteht in dem Augenblick als konkrete, öffentliche EntitÄt, wenn es die Individuen für diese Funktion autorisiert, d.h., in dem wir Menschen uns allen gegenseitig diese Funktion zuweisen. Das wird in einem zeitlich begrenzten Akt, quasi in einer Art verfassungsgebenden, medial vermittelten Weltversammlung geschehen können, die über alle existierenden menschlichen Personen hinaus keine dauerhafte politische Repräsentation benötigt.


So wie der Mensch Zuneigung und Solidarität seiner Mitmenschen braucht, so braucht politische Individualität, damit sie real wird, arbeitsteilige Gesellschaften, die freiheitlich und zugleich geregelt sind. Sie müssen funktionieren, transparent und fehlerfreundlich sein. Bezüglich der materiellen Güter sind sie verpflichtet, so weit möglich im Sinne von gerechten Verhältnissen zu agieren - ohne sich je aufzudrängen oder unkontrollierte Macht anzusammeln.

Eine Person - zum Beispiel der Autor der STRING-Webseiten - wird durch individuelle, familiäre und geschichtlich-gesellschaftliche Lebensumstände sowie durch Reflexion dazu animiert, aus der Position eines beliebigen(!) einzelnen Menschen heraus das kulturelle "Gefährt" zu erschaffen, mit welchem die Menschen epochale politische Ziele erreichen können - als da sind die partikulare Kollektivität entzaubern (entmachten) und eine Gemeinschaft der Menschheit verwirklichen, Adolf Hitler (= die "Reaktion") besiegen, die Demokratie ergänzen und globalisieren, den Fortschritt zum einzelnen Menschen hinlenken.

Die individuelle Position als solche, als Institution(!) ist für dieses "Gefährt" entscheidend. Daher wird eine personalisierte Ausprägung der Universalität gesucht, die jeder Mensch auf seine ganz ureigene, individuelle Weise verwirklichen kann.
Politische, d.h. "offiziell anerkannte" Individualität des Menschen gibt es nur in einer universellen Form, und umgekehrt, persönliche Universalität kann nur das Individuum erreichen, das sich jenseits aller gesellschaftlichen Definitionen und aller sicht- und spürbaren Unterschiede zwischen den Menschen selbst in der/seiner Sprache als für sich einzigartig benennt, beschreibt, definiert.

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Zahlen, Zeichen und Begriffe

Wenn die Menschen sich die Qualität der universellen Individualität aneignen, wenn sie sich gegenseitig als selbständige politische Individuen anerkennen und die Welt in diesem Sinne zu ordnen beginnen, dann können sie versuchen, die Dominanz der Zahlen, der Sprachzeichen, Bildzeichen und der abstrakten Begrifflichkeiten zu überwinden (nicht deren Benutzung!!).
Mangels eines gemeinsamen menschheitlichen Nenners setzen diese Kulturmittel heute mit ihrer "objektiven" Universalität über alle Ideologien und lokalen Traditionen hinweg die Maßstäbe der Weltzivilisation - als Wissenschaften, Technologien, Ökonomien, Bürokratien, Medien, Rechtsverfassungen, Währungen, Systeme ...

Obwohl ein Leben ohne die in atemberaubenden Fortschritten hervorgebrachten neuzeitlichen Zivilisationsmittel und ohne die in mühsamen, grausamen, blutigen Kämpfen erreichten (und vielerorts noch zu erreichenden) rationalen, der Freiheit der einzelnen Person verpflichteten Politikstandards nicht mehr vorstellbar und keinesfalls wünschenswert ist - vor allem, obwohl der Begriff "Menschheit" ohne die "objektive" Universalität der Begriffe gar nicht sinnvoll zu denken ist, benötigt diese Menschheit heute die Emanzipation von den Zahlen, den Zeichen und den abstrakten Begriffen. Denn erstens sind diese geistigen Mittel gegenüber den lebendigen Menschen definitionsgemäß gefühllos - auch wenn man mit ihnen "mimetisch" (nachahmend) Gefühle zum Ausdruck bringen kann.
Zweitens überschreitet die Menschheit genauso wie jeder einzelne Mensch alle Zeichen, Zahlen und Begriffe - was man aber nie "objektiv", d.h. mit Zeichen, Zahlen und Begriffen beweisen können wird!

Ursprünglich, im Traum der Menschen, hätte der Fortschritt dieser Mittel die Schrecken des Schicksals bannen sollen. Jetzt scheint es möglich, dass die Innovationen und Anwendungen dieser Mittel zu einer Welt führen, die aus dem für Menschen verkraftbaren Bereich hinaustreibt, ohne dass anscheindend irgendjemand dafür direkt verantwortlich wäre.
Um diese Fehlentwicklung zu verhindern, muss der lebendige Mensch als Ganzes der Maßstab der Weltzivilisation werden und nicht nur der menschliche Geist. Der Mensch muss sich selbst zu diesem Gesamt-Maßstab machen, nicht im Verhältnis zum anderen Menschen, sondern überhaupt, für sich, und damit höchstens indirekt gegenüber dem anderen Menschen, von dem er denselben Akt erwartet!
Es ist an der Zeit, das "Zeitalter der Worte" durch das "Zeitalter der Sprecher" abzulösen. Deshalb kann der nächste Schritte im welthistorischen Lernprozess nicht mehr von einer Elite oder gar einem Genie vollbracht werden. Da muss der Mensch an sich, da müssen alle Menschen ran!

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Souveränität

Das Konzept der Souveränität des/eines Volkes war eine geniale Idee und ein unverzichtbarer Schritt weg von der Souveränität der Kaiser, Könige und Eliten, die sich durch ihr "blaues Blut" von einem anderen Stern wähnten.
Mittlerweile gibt es jedoch eine "Lehre" aus den modernen Revolutionen: Alleine mit der revolutionären Entfernung des Herrschers von Gottes Gnaden, des Adels oder einer Diktatur von der Macht war und ist die elitäre Gesellschaftsstruktur an sich (noch) nicht abgeschafft.
Da auch ein souveränes Volk irgendeine "repräsentative" Ordnungsstruktur und ihre Vertreter benötigt und da sich die Sphäre der materiellen und ideellen Güter selbst in Wohlfahrtsstaaten einer vollständigen Demokratisierung widersetzt, ist selbst in nachrevolutionären, sog. freien Gesellschaften trotz funktionierender Gewaltenteilung dem Missbrauch der kollektiven Macht erneut Tür und Tor geöffnet und dies um so mehr, je mehr internationale, rechtsstaatlich nicht mehr kontrollierbare Zusammenhänge entstehen.

Die Souveränität des Volkes wurde im Rahmen von neu entstehenden Nationen und als bürokratisch verfasste Staaten verwirklicht. Damit war eine eigene globale Form der Politik nicht gegeben, ja geradezu ausgeschlossen. Darüberhinaus ist die Identität der Völker immer schon tief partikular (nationalistisch) angelegt gewesen. Und so wie einzelne Menschen sich anfeinden, haben sich die ihrer Souveränität bei weitem noch nicht gewachsenen Völker angefeindet und sind im Fall der Deutschen im 20. Jahrhundert in unvergleichlich grausamen Weltkriegen und Massenmorden schuldig geworden.

Angesichts des sich in der Welt befindlichen Wissens über die Produktion der Wasserstoff-Bombe gibt es auf lange Sicht nur eine Lösung: Die politische Souveränität muss vollständig von der gesammelten Macht der Kollektivität auf die kleine Macht des einzelnen Menschen übergehen, der zusammen mit allen anderen einzelnen Menschen die gesammelte Macht der Kollektive überwindet und danach nicht mehr zuläßt.
Zunächst gilt es, die Feindschaft zwischen partikularen Kollektiventitäten zu relativieren, indem diese selbst relativiert (entmachtet) werden. Eine originäre globale Ordnung wird (nur) auf dem Weg über die einzelne Person möglich, die zu ihrem Bestand ohne Feindschaft gegen "Andere" auskommt.


Wie läßt sich die Souveränität auf die einzelne Person übertragen? Wenn Souveränität in der Geschichte nicht zuletzt bedeutet(e), das Recht zu haben, Menschen zu töten - sei es im Krieg, sei es zur Strafe oder zum Machterhalt, dann bleibt im heutigen Zivilisationszustand nur noch die Möglichkeit, dass die einzelnen erwachsenen(!) Personen über das Recht verfügen, sich jeweils selbst zu töten.
Achtung! Missverständnis ausschließen!!! - Sie sollen das keinesfalls tun!!!

Faktisch können die Menschen das auch heute tun - sich selbst töten - und tun es hoffentlich nicht. In manchen demokratischen Ländern ist Selbsttötung schon legal, aber nicht unter einem allgemein anerkannten Titel der individuellen Souveränität.
Im Prinzip sollen die Menschen dieses Recht dann bekommen, wenn sie von den anderen erwachsenen Personen die Autorität als erwachsene Personen zuerkannt werden. Wobei man dem Einzelnen den Status des Erwachsenseins ab einem bestimmten Alter, vielleicht ab 30, nur noch mit expliziten Begründungen verweigern kann.

Souveränität der Person ist sowohl etwas Umfassenderes als auch Individuelleres als nur ein allgemein anerkanntes Recht auf Selbsttötung. Sie ist eine Form, die ein jeder selbst mit Leben füllen muss und deren einzige definitive politische Zielvorgabe darin besteht, keine unkontrollierte undifferenzierte kollektive Macht und keine großen Machtmittel mehr zuzulassen, weder für sich selbst, noch für andere. Aber das Recht auf Selbsttötung dokumentiert auf unhintergehbare Weise den Rückzug der (diktatorischen) Kollektivmacht und damit das Ende des mehr oder weniger absoluten Anspruchs des Kollektivs/der Kollektive auf das das Tun und das Leben der einzelnen Menschen, der in der Geschichte Normalfall war.
Souveränität darf keine Eigenschaft, kein Recht der Kollektive mehr sein - außer der politischen Gemeinschaft der gesamten Menschheit, die ihre Souveränität in der Souveränität der einzelnen menschlichen Personen findet.


Weder der Wirtschaftsbürger noch das Wirtschaftsunternehmen können souverän sein, weil sie immer unter dem Primat des Eigeninteresses stehen. Wohingegen die Souveränität in ihrem Kern eine universelle, über den eigenen Interessenshorizont hinausgehende Anforderung und Haltung beinhaltet, die dem Menschen aus der durch die Sprache vermittelten aktiven Teilhabe am "ewigen" Geist aufgegeben ist.
Die Strategie des Liberalismus, dass wer miteinander Handel treibt, keine Kriege gegeneinander führt, ist von großer Klugheit. Aber gerade jetzt, wo die relative "Friedensära" des Kalten Krieges vorbei ist, verliert der liberale Kapitalismus jegliches Gleichgewicht. Das kann der Politik auch passieren. Aber es ist klar geworden, die Ökonomie oder der Glaube an den Markt und die Konkurrenz als universelle Ordnungsprinzipien kann die Politik nicht ersetzen oder gar besser sein als diese.

Die sprachliche und zeichennutzende Teilhabe an etwas so Abstraktem und Zeitlosem wie dem Geist führt dem Menschen unmittelbar und schmerzhaft seine "kreatürliche" Begrenztheit vor Augen - seinen Tod, seine Winzigkeit im All. Zudem kommt durch diese menschliche Geistes-Potenz eine kollektive Entität in den Blick, die in der Antike im menschlichen Schrifttum aufgetaucht ist und die jedes "evolutionäre" Maß des homo sapiens sapiens endgültig überschreitet, weil sie sinnlich nicht mehr erfassbar ist, weil sie nur noch geistig erfassbar ist - Die ganze Welt.
Die Medien Geld und Schriftlichkeit sind durch ihre Abstraktheit geeignet, bei der politischen Ordnung dieser ganzen Welt zu helfen. Aber auch wenn die jeweilige persönliche Souveränität - man könnte sagen, die immer prekäre Bewältigung des Zusammentreffens von unmittelbarer Sinnenwelt und der durch arbiträre Zeichen vermittelten Geisteswelt im Menschen - immer unvollkommen sein wird, die Menschen als Subjekte einer Ordnung der ganzen Welt sind durch diese beiden Medien (und ihr Fachpersonal) nicht zu ersetzen.



>> Fortsetzung








(2016 - auf ewig BetaVersion)







Wolfgang Behr




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