Wolfgang Behr

          "Meine Aufgabe, einen Augenblick höchster Selbstbesinnung der Menschheit vorzubereiten, einen großen Mittag, wo sie zurückschaut und hinausschaut, ... "

          aus "Ecce Homo" von Friedrich Nietzsche
          (geschrieben 1888)














Vorbemerkung:

STRING und diese Webseiten sind als institutionsbegründende (performative) Problemlösung gedacht, als politischer Urakt.
Sie können trotzdem nicht professionell oder funktional sein, weil sie das Einzelne, Individuelle als politische Kategorie etablieren wollen. Sie berichten von einer komplexen persönlichen Lebensaufgabe und können ihre Allgemeinheit nur indirekt anstreben.
Erst in dritter Linie sind sie Meinungsäußerungen und theoretische Gedanken - die Realisierung des Nachdenkens.

Man beginne zu lesen und immer weiter zu lesen und irgendwann stellt sich (hoffentlich) die Idee ein, die STRING trägt.

Die Texte sind nicht leicht zu verstehen, weil der Ansatz neu ist und daher zu den Worten und ihren Bedeutungen auch noch die Referenz - das, worum es geht - zu erschaffen ist. D.h., es dreht sich also nicht nur um den Sinn der Formulierungen. Es geht auch um die damit verbundene Geste, um die Tat.
Strikt genommen ist jede Leserin, jeder Leser als Mensch und Person höchstselbst die Referenz - die oder derjenige, um die oder den es geht! Jede Person soll sich ein eigenes "STRING" basteln.
Was auf dem Spiel steht, ist die Fähigkeit zur persönlichen Selbstbestimmung. Was auf dem Spiel steht, ist das Individuum als die politische Institution, die den Kreis der modernen Institutionen abschließt und alle Machtformen begrenzt!

Ein Ausgangspunkt von STRING ist die Überlegung, dass die aus Geistestätigkeit erwachsenen praktischen Kompetenzen der modernen Zivilisation die materiellen Erfordernisse des menschlichen Lebens auf der Erde im Prinzip lösen kann, dass aber das zivilisatorische Modell für eine dauerhafte globale Koexistenz der Menschheit fehlt - was die Gefahr dysfunktionaler Anwendungen der Kompetenzen eminent werden läßt.
(Eliten können die Zukunft der Welt nicht mehr gewinnen. Sie können nur noch mit Glück dysfunktionale Entwicklungen verhindern. Ihre aktuellste Aufgabe: Wie können substantielle Umschuldungen realisiert werden, ohne dass ökonomische Systeme zusammenbrechen und Gesellschaften sich desintegrieren?)

STRING soll das Paradigma oder Beispiel einer allgemeinen historisch-politischen Existenz sein. Es ist Inhalt, vermittelt aber keine direkten inhaltlichen Vorgaben. Das Verstehen wird als neuschaffender und damit individualisierender Akt an den jeweiligen menschlichen Geist und seine gewachsene Gedanklichkeit verwiesen.

Die Texte wollen Ausdruck eines einzelnen Geistes sein, der zwar maßgeblich, aber nicht mehr elitär oder bevormundend ist. Um dies zu erreichen, ist die Annahme einer universalisierbaren Individualität vonnöten, die für jeden Menschen in der persönlichen Sprache und ihren einzelnen Hörern/Lesern und Antwortern möglich ist.

Da STRING aus unvordenklichen Impulsen heraus entstehen, gelingt es nicht, die Texte gängigen formalen Kriterien nachzubilden. Sie besitzen aber eine Art innere Logik oder Form, die sie immer wieder zu bestimmten Themen hinführt.

STRING ist ein dreidimensionaler Begriff, den man aber wegen der Artung menschlichen Sprechens und Denkens nur auf Linien "durchschreiten" kann. Jeder STRING-Text sucht einen solchen "Weg".






Die Welt braucht eine neue Zukunftsperspektive, ein neues Paradigma!


Es ist wahr, dass Erneuerungsprozesse leider oft erst in (nach?) Krisen eine Chance erhalten, wenn es zu spät ist, und ausgerechnet dann, wenn alles immer schwieriger wird, die Menschen sich um die notwendigsten Dinge sorgen müssen und Armut sich weiter ausbreitet. Aber ohne Krise gibt es ja scheinbar keinen Grund, irgendetwas Grundsätzliches zu ändern!
Nur, was ist eine wirkliche Krise heute, in einer hochintegrierten Welt voller politischer und (waffen-)technologischer Explosivstoffe?
Welches Ausmaß und welche Form hätte die Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahre 2008 und danach angenommen, wenn es zum "Bank Run" gekommen wäre, weil der Staat (die Staaten) das nicht hätte(n) verhindern können?


Durch die Weltwirtschaftskrise wird jedenfalls deutlich, das neue Paradigma darf nicht mehr ökonomisch sein, also weder sozialistisch noch kapitalistisch. Denn beides sind wenn auch verschiedene Formen eines elitären Kollektivismus und Rationalismus!
Sie sind beide gescheitert, weil sie mit ihren monokausal auf die Wirtschaft verengten Ideologien die ganze Gesellschaft und Welt usurpiert haben, anstatt das wirtschaftliche Handeln als Funktion im Dienste der Allgemeinheit und der einzelnen Bürger zu betrachten. (In diesem Sinne bleibt die Wirtschaft frei.)
Daher konnte die Moderne oder die Neuzeit die Welt noch nicht wirklich stabilisieren - will sagen, das reaktionäre Denken und Handeln obsolet machen - nicht in den reichen Ländern der Erde, geschweige denn in den armen.
Das jedoch bedeutet, dass in der kommenden Epoche die Menschen nicht nur für ihr wirtschaftliches Wohlergehen arbeiten und kämpfen müssen, sondern in erhöhtem Maße für ihre Freiheit von Systemzwängen und deren Missbrauch! Denn das hat der sog. Westen nach dem Ende der Sowjetunion und des Staatssozialismus versäumt zu verstehen, dass er, der sich im "Zentrum der Freiheit" wähnte, einen weiteren Schritt der Freiheit wird gehen müssen.

Auch wenn der Geist nur indirekt, über die Tatkraft wirkt und Herz und Mut nicht ersetzen kann, ist ein Paradigma ein geistiges Konstrukt. Wir Menschen können auf den Geist nicht verzichten. Der Geist hat genaugenommen sogar das Primat, wie der irre Siegeszug der "neoliberalen" (eigentlich monetaristischen) Ideologie in den letzten 20 Jahren wieder einmal gezeigt hat.


Um der Falle einer weiteren rationalistischen oder ideologisierten Elitekultur zu entgehen, kann man von einem neuen Paradigma nur irgendwie selbst zu sprechen oder zu schreiben beginnen.
Ich, Wolfgang Behr, nenne es "STRING - World Politics For Individuals".

Meine Mottos für dieses (mein) Paradigma:

Wir haben in der Moderne, d.h. in den nationalen Demokratien, in der globalisierte Wirtschaft, in der Kunst, der Technik, ... bis heute noch nicht die Souveränität wiedergewonnen, die für vormoderne Menschen an der Spitze strikt hierarchischer und transzendent konstituierter Gesellschaftsformationen möglich war. ("L'État, c'est moi!")
Warum ist Souveränität unverzichtbar? Weil die moderne Zivilisation rein materialistisch, durch auf Gewalt beruhende gesellschaftliche Macht und "expertokratisch" nicht gebändigt werden kann! (Letzteres hat die Finanzkrise im Jahre 2008 idealtypisch vorgeführt.)
In der Moderne, im Zeichen des allgemeinen Menschenbildes, kann aber nur der einzelne Mensch als solcher souverän werden. Das bedeutet, Souveränität kann aus keiner innergesellschaftlichen Unterscheidung und insbesondere nicht mehr aus zwischenmenschlichen Macht- und Gewaltverhältnissen hervorgehen.

Alle folgenden 8 Punkte formulieren Bedingungen und Bestandteile für die (Wieder-)Gewinnung der Souveränität im Rahmen der modernen Kultur und Zivilisation!

1. Bisher entwickelte sich Individualität immer im Rahmen von kollektiven Institutionen wie Rechtsstaat oder Markt. Jetzt ist es die Institution, die Institutionalität selbst, die zu individualisieren ist. Die Weltzivilisation ist zu komplex, zu potent und zu anfällig geworden, um den unvorhersehbaren Dynamiken kollektiver Gemeinschaften oder Gesellschaften ausgeliefert zu bleiben.
Aber nur wir einzelnen Personen als solche können die Institutionalität individualisieren.

2. Die andere Seite der Medaille: Die Menschheit als politische Gegebenheit überschreitet jede traditionelle Form von Kollektivität - einschl. Weltreich oder Weltmarkt -, die diese Menschheit je hervorgebracht hat. Es ist nicht glaubhaft, dass das traditionelle hierarchische Gesellschaftsmodell eine menschheitliche Gemeinschaft politisch stabil ordnen können wird. Daher werden wir einzelnen Menschen uns so positionieren müssen (posthierarchisch), dass wir das Problem selbst in die Hand nehmen.
Mit der einzelnen Person als politischer Institution, die mit ihrer (im Heranwachsen erworbenen) ethischen Kompetenz diese globale und souveräne Aufgabe schultert, sollte uns die weltgeschichtlich absolut neue Herausforderung gelingen - eine tragfähige politische Ordnung für die Menschheit als Ganzes!

3. Erst wenn es eine allgemeine und bedeutende Aufgabe gibt, die man aus praktischen politischen Gründen nur als Einzelperson bewältigen kann, werden die Menschen bereit sein, ihre Individualität und ihre Singularität über ihre gesellschaftliche Stellung zu setzen und entsprechend zu handeln. Erst dann wird republikanische demokratische Rechtsstaatlichkeit mit freier Ökonomie endgültig die unausweichliche Basis unserer nationalen und sonstigen Gesellschaften werden.

4. Jede Form von verfasster, für die Menschen lebenswichtiger Kollektivität trägt die Möglichkeit des Machtmissbrauchs und des Systemversagens in sich - je größer das Kollektiv, desto fataler die Wirkung.
Daher wird die Menschheit für ihre Fortexistenz bei sich fortentwickelndem Zivilisationsstand durch alle Krisen der nächsten Jahrzehnte hindurch die Macht der Großorganisationen und Großsysteme und letztlich diese selbst überwinden und ersetzen müssen. Das praktische Leben mit all seiner Komplexität, seinen Notwendigkeiten und Institutionen gilt es in leichter überschaubare kollektive Klein-Formen zu gießen. Transparenz und Fehlerfreundlichkeit sind die Stichworte.

5. Was nützen Wasserstoffbomben, wenn man sie anwenden muss?
In einem vormodernen Szenario würde man sich den Besitzer der Wasserstoffbombe als souverän vorstellen. Er kann unendlichen Tod über andere bringen. Müsste der reale Besitzer von heute sie anwenden, verlöre er jegliche Souveränität (weil der Gegenschlag kommt, weil der Schaden unermesslich wäre). Das bedeutet, souverän ist nicht der Mensch, sondern die Bombe. Die Bombe selbst hält das Gewaltmonopol über die Erde und kann - vermittelt durch die Eigendynamik (vormodernen) menschlichen Verhaltens - die Zivilisation zerstören. Es gilt, sie zu ersetzen!

6. Der neuzeitliche ethische Nationalismus (z.B. der pilgrim fathers) ist Vorform und Begleiter der STRINGschen politischen Individualisierung. Es handelt sich um die Konstitution und den Erhalt der Selbständigkeit des Volkes, ohne dass dabei andere Menschen, Gruppen, Institutionen oder Völker bekämpft werden, zu Sündenböcken gemacht oder versklavt werden.
Der ethischer Nationalismus übersteigt die globale(!) Bedeutung der ökonomischen und militärischen Globalisierung. Da diese keine intrinsische Wertorientierung haben, sind sie ihm unterzuordnen.
In Verantwortung für die deutsche Geschichte: Es geht mir hier um die Wiedergewinnung der nationalen deutschen Kompetenz nach Hitler und der Shoah - im Sinne ihrer höchsten Selbstansprüche.

7. Die Shoah als bürokratisch organisierter und industriell durchgeführter Massenmord ist ein Menetekel. Die STRINGsche Individualisierung von Institutionalität und Macht zielt auf den bestmöglichen Ausschluß von in kollektivem Namen begangenen Verbrechen. Das Eingedenken der Shoah ist der Impuls, um für dieses Ziel zu kämpfen.

8. Der mit STRING zwangsläufig mitgegebene, von mir in Kauf genommene Messianismus ist strikt logischer Natur. Die Umstellung des menschlichen Zusammenlebens vom Primat des Kollektivs auf das Primat der Individualität kann nur von einer Einzelperson als solcher, d.h. absolut unabhängig von jeder kollektiven Funktion oder Stellung initiiert werden. Es handelt sich um eine "primus inter pares"-Funktion in einem zeitlichen und einem politischen Sinne.
Jeder kann sie ausüben. Es ist nicht von wesentlicher Bedeutung, wer der erste ist. Er muss nur als Individuum und als einer von 7 Milliarden Menschen handeln. Wesentlich ist allerdings, dass irgendwer diese Rolle oder Funktion irgendwann tatsächlich ausübt!



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"STRING - World Politics For Individuals" ist, das klingt im Co-Namen schon an, ein politisches Projekt, d.h., es betrifft alle Bereiche menschlichen Zusammenlebens, und zwar in einer neuen dezentralen, individuellen Entwicklungsrichtung. Das bedeutet aber keinesfalls, dass die Solidarität, die in jeder Gesellschaft anders, heute oft staatlich, durch Spenden, durch das Versicherungsprinzip und ehrenamtlich organisiert ist, dadurch in Frage gestellt wird.
Einnahme und Besitz von Geld erzeugt an sich noch keine Individualität. Der Glaube an den Selbstwert des Geldes ist so kollektivistisch wie der Sozialismus. Und auch der Selbständige ist auf Mitarbeiter und Klienten (d.h. auf die Gesellschaft) angewiesen. Wir werden materiell und seelisch immer mit anderen Menschen verflochten bleiben.

Aber wenn unser Leben nicht im Geist beginnt, beginnt es nie! Und da kommt es heute auf jeden an! Ziel ist es nicht zuletzt, den sog. Kapitalismus auf Qualität umzustellen, um die Leute wieder zum Mitwirken zu bringen.

(Warum der neue Eigenname für ein allgemeines politisches Projekt?)


Natürlich ist es extrem unwahrscheinlich, dass das Projekt einer Einzelperson, wie STRING es ist und sein soll, geschichtliche Wirkungskraft entfaltet. Der beliebige einzelnen Mensch, als welcher ich hier agieren will, war bisher nie eine dominante Geschichtskraft.
Aber was sind die Alternativen?? Wollen wir die Macht wieder in die Hände menschenverachtender Geschichtsberserker wie Napoleon, Stalin, Mao oder Hitler geben oder in die Hände von Halbidioten wie Wilhelm II. oder von abgehobenen Oligarchien, von Fachidioten?
Moderne Eliten sind nurmehr Sachwalter, nie mehr Herrscher in irgendeinem traditionellen Sinne - je kleiner ihr Verantwortungsbereich, je geringer die Abhängigkeit von ihnen, desto besser für die Gesellschaft. Daher bringen uns gewaltsame Revolutionen auch nicht mehr weiter.
Wir, die beliebigen einzelnen Menschen - und auch jeder noch so bedeutende Funktionsträger ist im Zeitalter des allgemeinen Menschenbildes ein solcher beliebiger Mensch! - haben längst die Macht und müssen endlich das Heft in die Hand nehmen und die Welt so gestalten, dass wir alle darin leben können. Ein anderes kollektives Ziel gibt es faktisch nicht mehr. Denn das dumme Zulassen oder Herbeiführen neuer geschichtlicher Katastrophen der gehabten Art (II. WK) ist kein Ziel!
STRING will also jeder Person das ideologische und moralische Rüstzeug an die Hand zu geben bzw. sie dazu aufzufordern, sich dieses gemäß einem neue universellen Maßstab selbst zu erwerben, um zu erreichen, dass sie und alle anderen Personen dieser globalen Gemeinschaft von Menschen ihr Leben gestalten können. Dabei gehe ich davon aus, dass die natürlichen Resourcen und das praktische zivilisatorische know how für dieses Ziel im Prinzip vorhanden sind oder noch erworben werden, wenn die Verschwendungen für all die groß- und kleinkollektiven Sonderziele überwunden sind.
Die Unwahrscheinlichkeit des Erfolgs von STRING, auf den ersten Blick, ist vielleicht eine Bedingung, damit es im Sinne meiner Absichten und als neues weltgeschichtliches Paradigma sachgemäß, neu(!) ist.


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Noch einige Gedanken mehr zur Finanz- und Wirtschaftskrise


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DIE WASSERSTOFFBOMBE

STRING ist die politische Reaktion auf die Existenz der Wasserstoffbombe. Diese wird als generelles Menschheitsproblem verstanden, als der eigentliche Grund der Globalisiertheit der Zivilisation. Sie hat uns Menschen "in ein Boot gesetzt".
Ja noch mehr, die Wasserstoffbombe ist heutzutage die tatsächliche "Trägerin" des Gewaltmonopols auf der Erde.
Sie zwingt ihr Personal in einen schizophrenen psycho-politischen Schwebezustand. Denn ein oberbefehlshabender Verwahrer des Codes muss sowohl bereit sein, diese Waffe einzusetzen (Abschreckung), als auch darf er sie niemals einsetzen - in jeder Hinsicht zu groß wären die folgende militärische "Kettenreaktion" und humane Katastrophe. Dieser Balanceakt über zwei Abgründen - das Inferno, dem man ausgesetzt wird und das Inferno, das man selbst anrichtet - kann nicht auf ewig bestanden werden.
Nach dem Ende des "Kalten Kriegs" scheint dieses Problem nicht mehr akut - eine gefährliche Fehleinschätzung. Denn das Risiko ist definitiv zu groß, solange zu warten, bis das Problem wieder im buchstäblichen Sinne akut wird.

Ein Blick in die Geschichte der letzten 100 Jahre bis heute genügt, um zu wissen, dass die Menschen eine extrem gewalttätige Art sind. Je höher der zivilisatorische Stand ist, desto exzessiver in jeder Hinsicht werden die Gewaltanwendungen. "Der Mensch ist des Menschen Teufel" sollte es heissen, statt " - des Menschen Wolf", wie Thomas Hobbes bzw. der römische Schriftsteller Plautus meinten. Letzteres ist eine Verunglimpfung! Wenn der Führer eines Wolfsrudels zu despotisch wird, dann setzen ihn die anderen Wölfe ab.
Was wir benötigen, ist die Überwindung "öffentlicher" kollektiver Gründe für die Anwendung von Gewalt und Grausamkeit. Die privaten Gründe hierfür werden sich niemals aus der Welt schaffen lassen. Aber Privatpersonen haben nur begrenzte Macht. Jede Gesellschaft muss sich mit Kriminalität auseinandersetzen. Die eigentliche Gefahr eines atomaren Infernos geht jedoch davon aus, dass sich Inhaber kollektiver Macht berechtigt sehen, Gewalt anzuwenden, die weit über ihren privaten Wirkungsbereich hinausgeht.


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Beschreibung eines neuen
Paradigmas


Teil I    (Teil II und III)


Auf eine für mich unvordenkliche, also schicksalhafte Weise ist mir von Personen und Zeiten die Aufgabe übertragen worden, einen neuen Aggregatzustand des menschlichen Zusammenlebens herbeizuführen, indem ich den persönlichen Geist, gerade so wie er sich in jedem erwachsenen Menschen auf der Erde entwickelt, zum entscheidenden Element des menschlichen Lebens mache.

Der persönliche Geist ist Ausdruck der Erfahrungen eines Menschen mit seinen Mitmenschen und seiner Sprachfähigkeit. Er ist Ausdruck seines natürlichen und geschichtlichen Lebens. Seine Bildung und seine charakterliche Reifung spiegeln sich darin. - Man kann es an dieser Stelle nicht weniger formelhaft und unbefriedigend sagen. Tatsächlich soll sich jeder selbst definieren, wie er kann und will.


Der für eine freie Welt grundlegende Akt der Personalisierung des Geistes ist indes nur durch Einsatz (m)eines eigenen individuellen Beispiels, (m)eines eigenen persönlichen Denkens möglich - um das Maß aufzustellen! Denn eine Welt, in der das Primat des Persönlichen gilt, kann nicht von Kollektivvertretern und nicht mit kollektiven Mitteln initiiert werden, auch nicht, wenn sie rechtsstaatlich legitimiert sind. Sie muss rein logisch gesehen von (irgend)einer beliebigen Einzelperson als solcher begonnen werden!

Deshalb hat dieses mein Projekt auch (irgend)einen Eigennamen: "STRING - World Politics For Individuals"!


Warum soll ich derjenige sein, der diese neue Welt begründet?
Warum soll ich es nicht sein?
Wenn Sie wollen, dann tun Sie es! Ich stehe Ihnen nicht im Weg, denn wir wollen ja dann dasselbe. Wer "erster", "zweiter", "dritter", ... ist, ist völlig gleichgültig.
Es wird Ihnen aber nicht leichter fallen als mir, diese Aufgabe zu bewältigen. Und mich plagt sie schon seit bald drei Jahrzehnten!


Für die Gesellschaften und ihre Institutionen, für die "Kollektive" bedeutet das Primat des persönlichen Geistes, dass sie nicht mehr auf dem Zwang von außen beruhen, sondern auf der grundsätzlichen Fähigkeit der einzelnen Menschen, sozial verantwortlich und dadurch(!) frei zusammenzuleben.
Es geht um einen "sokratischen Individualismus". Man entwickelt seine Individualität, besteht auf seiner Eigenart, kämpft gegen falsche Gesetze oder Entscheidungen - und unterstellt sich gleichzeitig den Regeln der Gesellschaft, in der man lebt, weil man weiss, ohne diese ist das Auskommen mit den anderen Menschen nicht möglich.



Warum soll der zivilisatorische Fortschritt, anstatt nutzlosen Reichtum zu produzieren, nicht dazu dienen, praktische Wege und Mittel jeglicher Art für diese Welt selbständiger Menschen zu ermöglichen, wenn sie denn das allgemein anerkannte Ziel der Menschheit ist? Der Soziologe Max Weber schrieb (sinngemäß): "Nur weil sich die Menschheit immer wieder Unmögliches vorgenommen hat, hat sie das bißchen erreicht, was sie erreicht hat".

Obwohl schon viele wichtige Schritte in diese Richtung getan sind, ist die politisch manifeste Realität der individuellen Selbständigkeit heute noch nicht absehbar. Dabei ist nicht klar, ob z.B. die materiellen Knappheiten in der heutigen Welt nicht längst überflüssig sein könnten und als Gegenargument ausgedient haben.

Es gibt die scheinbar aus Erfahrung gespeiste Sorge, dass sich egoistisches oder gar zerstörerisches Verhalten allgemein durchsetzt. Diese Sorge wird aber zur selbsterfüllenden Prophezeiung, wenn man glaubt, sich selbst so verhalten zu müssen, um zu (über)leben - und dazu noch glaubt, ständig von den "anderen Egoisten" bedroht zu werden.
Zusammengenommen ergibt das die beste Rechtfertigung für Autoritarismus, Gruppendruck und Diktatur. Deren Geist herrscht mittels des ökonomischen Drucks mehr oder weniger moderat auch in den sog. demokratischen Gesellschaften.


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Es ist nicht schwer zu erkennen, die Aufgabe "STRING" überfordert mich absolut - und das nicht so sehr deshalb, weil das Ziel zu idealistisch wäre. Wenn, dann ist höchstens die Wasserstoffbombe zu "idealistisch". Sie zwingt die menschliche Art, sich fundamental zu verändern, genauer, sich zu individualisieren, was ein langer Weg in vielen (Milliarden!) kleinen Schritten ist. Denn die heldengebärenden kollektiven Feindschaften und Gewaltausbrüche sind heute nicht mehr das, was sie bis 1945 waren. Sie sind artgefährdend geworden. Nach wie vor existieren atomare Waffensystemen im Übermaß. Aber die Welt hat noch längst nicht gelernt, auf Gewalt als kalkuliertes Mittel zu verzichten.

Nein! Ich bin vielmehr vor allem deshalb überfordert, weil ich als einzelner "nobody" etwas von allgemeiner Bedeutung erreichen soll.
Aber nach meiner Erfahrung kann ich dieser Aufgabe nicht entkommen.


Die Überforderung macht noch verständlicher, dass ich in diesem Zusammenhang die klassischen, aber absolut unzeitgemäßen sozialen Muster "Herrscher" und "Messias" sozusagen im eigenen Leib erkannte, was mir vollkommen widernatürlich war, was mich mit mir selbst entzweite und einen lähmenden double-bind in mich hineinverpflanzte.

Protagonist der Weltgeschichte? Das horrende Realisierungsproblem mal aussen vor gelassen, wie könnte diese Rolle heute überhaupt Sinn machen?
Vielleicht nur dann, wenn es mir gelänge, die politische Position des einzelnen Menschen gegenüber allen Kollektivmächten und -strukturen mit Vorrang zu versehen, gemäß der Erkenntnis, dass keine (hierarchische, verfasste) Kollektivmacht die ganze Weltgesellschaft politisch ordnen kann - was auch bedeutet, dass keine solch traditionelle Macht die ganze Erde befrieden und anschließend die H-Bomben verschrotten kann.

Oder, als geschichtliches Szenario: Durch die französische Revolution wurde das Ende der Ära der von Gottes Gnaden eingesetzten Monarchen eingeleitet und die Ära der Bürokratie begann. Jetzt wird es höchste Zeit, die durch Ebenbildlichkeit mit Gott geschaffene Persönlichkeit auf der Basis des allgemeinen Menschenbildes allen Menschen auch in einem innovativen politischen Sinne als Aufgabe, aufzutragen, um die rationalistische Macht der Bürokratie in die Schranken zu weisen und sie vom Herrschaftsinstrument zum Instrument für alle zu machen.

Dass nur die einzelnen Personen in dem Ethos als einzelne Personen, aber doch zusammen diese großen Schritte erreichen können - diese Erkenntnis durchzusetzen, das müsste ich schaffen, um mit mir selbst ins Reine zu kommen, bzw. um herauszufinden, was an der Aufgabe, die sich mir eröffnet hat, dran ist - es sei denn, jemand anderes löst diese Aufgabe auf für mich glaubhafte Art und Weise und erlöst mich dadurch von ihr.

Irgendwann habe ich die Notwendigkeit und die Richtigkeit dieses Schrittes erkannt. Daher sehe ich mich der Pflicht unterstellt, es weiter versuchen:
Es wird keinen Messias geben - Märchen sind nicht vorgesehen - und es wird keinen von Gott eingesetzten Herrscher mehr geben.

Wieso schreibe ich das so ausdrücklich? Das weiss doch jedes Kind. (Die Juden wissen es spätestens seit den Erfahrungen mit Sabbatai Zwi!)

Weil diese Erkenntnis nur der erste Schritt ist. Der zweite Schritt besteht darin, dass jeder von uns so gut er kann, nicht mehr und nicht weniger!, die messianische Verantwortung, d.h. die Verantwortung für die ganze Welt - und die gibt es sehr wohl - selbst auf seine Schultern nehmen soll, weil es niemand (mehr) gibt, der vorgeben kann, diese Verantwortung für die anderen tragen zu können.


Der zweite Schritt bedeutet ebenso, dass jeder von uns die politische Herrschaft übernimmt, weil die Zeit der totalitären Herrscher mit oder ohne Gott historisch gesehen vorbei ist (leider noch nicht unbedingt faktisch). Infolgedessen sollen Kollektivstrukturen wie z.B. Rechtsstaaten oder Unternehmen in Zukunft transparente Mittel für begrenzte Zwecke in den Händen der einzelnen Menschen für ihre Selbsterhaltung und ihr Zusammenleben sein. Wie auch immer sie organisiert sind, sie dürfen nicht mehr dominant sein.

Erst wenn die Menschen sich dieser Pflicht für das Ganze unterzogen haben, aus ihrer eigenen Souveränität heraus, wird es eine freie Welt, eine Welt von Freien geben. Erst dann hat die Politik der Neuzeit das persönliche Profil der klassischen monarchischen politischen Ordnungen wieder erreichen, selbstverständlich auf einer anderen gesellschaftlichen Basis.


In diesem Sinne habe ich das historisch-mythologische Muster des messianischen Herrschers politisch-philosophisch durchzuarbeiten und in eine paradigmatische, modern individualisierte, d.h. demokratische, egalitäre (=alle Menschen GELTEN gleich) Form zu bringen versucht - für unser aller dezentralen politischen Machtübernahme!

Die Form steht jetzt allgemein zur Verfügung. Mit ihrer Hilfe kann jede Person für sich den geistig-politischen Status als moderner Mensch abklären: Inwiefern bin ich mehr als ein Rädchen im Getriebe der techno-kapitalistischen Weltzivilisation? Inwiefern ist meine Freiheit oder Moral etwas anderes als Geld verdienen bzw. ausgeben - wenn auch nicht gänzlich unabhängig davon? Welche Bedeutung habe ich unabhängig von meinen Rollen in der Gruppe und in der Gesellschaft? Was ist das "Ganze" meines persönlichen Lebens, das mich einzigartig macht? Wie meistere ich das Schicksal, ohne Fremde für mich "bezahlen" zu lassen (=die Wasserstoffbombenlehre)? ...

Man kann diese Form selbständig, durch Übertragung den STRING-Webseiten entnehmen. Ich gehe davon aus, dass Sie - meine Mitmenschen - mehr oder weniger an derselben historischen Schwelle zu einer personalisierten Welt stehen wie ich. Wenn es daher in diesem Zusammenhang eine allgemeine Rolle für mich geben kann, dann ist es nur eine indirekte, eben die eines "primus inter pares" ("Erster unter Gleichen")!
Ich kann den Maßstab setzen, aber den entscheidenden Schritt kann nur jeder für sich selbst tun.


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Jenseits von Globalisierung und Wasserstoffbombe!

STRING ist darüber hinaus der Versuch, einen aktuellen politisch-kulturellen Standpunkt zu schaffen, der mir bei meiner Aufgabe hilft.

Dazu arbeite ich auch im direkten Kontakt mit Leuten, indem ich sie z.B. davon überzeuge, dass alle Sorten von gesellschaftlichen Machthabern, auch die militärischen und gewaltbereiten Machthaber heute zwar noch Macht haben, aber trotzdem nur noch pro forma herrschen, weil sie wie wir alle durch die Wasserstoffbombe absolut in Frage gestellt werden

- woraus folgt, dass auf der Erde auf absolut künstliche Weise Bedingungen zu etablieren sind, die alle gesellschaftlichen Gewalten und Institutionen immer weiter "teilen" und dadurch auf ein für die einzelnen Personen mitbestimmbares und effektiv kontrollierbares Maß bringen. Dies soll mit Hilfe des demokratischen Rechtsstaatsprinzips, einer freien Wirtschaftsordnung und über beides hinaus geschehen. Die Idee ist, dass keine Person und kein Kollektiv mehr die Ressourcen und die Macht anhäufen kann, um diese (und andere) absoluten Zerstörungsmittel herzustellen.


Auch wenn wir immer Gesellschaftswesen bleiben werden und dem Unbill wie den Geschenken unserer inneren und der äußeren Natur übergeben sind: Nur der einzelne Mensch kann Herr oder Herrin der modernen "globalen" Welt werden, weil diese in einem nie dagewesenen Umfang auf dem Gebrauch des Geistes beruht. Der Gebrauch des Geistes, genauer, des abstrakten Geistes ist Sache des einzelnen Geistes.

Es liegt an uns einzelnen Personen, diese Herrschaft anzutreten und zu Subjekten der Weltgeschichte zu werden. Wenn wir das nicht tun, dann beherrschen uns die unpersönlich bleibenden systemischen Ergebnisse vieler unserer geistigen Aktivitäten - sei es direkt oder indirekt.

Der Geist verlangt nach unserer persönlichen Souveränität! Nur der persönliche Geist kann den abstrakten, ökonomischen oder technischen Geist beherrschen.

Das Paradigma dafür ist der biblische Gott - eine (geistige) Person, die man nicht sehen oder berühren kann. Er hat uns nach seinem Vorbild geschaffen. (Genesis)
Der Philosoph Immanuel Kant meinte dazu, dass die Aufklärung mit dem alttestamentlichen Gottesbegriff begann.
Man kann aus diesem Grund von einer "religiösen Ergänzung" sprechen, die jedem aufgegeben ist, ganz gleich, ob er einer religiösen Gemeinschaft angehört, ob er Atheist ist oder ob er seinen persönlichen Glauben pflegt. Ohne den unsichtbaren persönlichen Gott als "archimedischen Punkt" der Weltzivilisation gibt es keine Weltgemeinschaft der Menschheit. Ökonomie, Diplomatie oder Systemrationalität können diesen Mythos nicht ersetzen!


Mit einer auf diese Weise begründeten Politik des Geistes, die man auch als eine Politik der abstrakten Gewaltenteilung verstehen kann, sind entscheidende praktische gesellschaftliche Ziele verbunden: Im Zuge einer demokratischen Personalisierung der Geschichte kann die ungeheuere, sich steigernde Kraft der zeitgenössischen Zivilisation endlich für fortschreitende Lokalisierung der gesellschaftlichen Institutionen und ebenso fortschreitende Dezentralisierung/Entkoppelung der materiellen Existenzbewältigung verwendet werden. Das ist eine alte Idee, die in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts als Weg aus der Weltwirtschaftskrise gesehen wurde, aber an der Dominanz des Staates scheiterte.

Wenn die politische Selbständigkeit der Menschen und die Freiheit der Gesellschaft(en) Stand der Dinge ist, dann wird jegliche Technologie nicht mehr uns beherrschen, sondern unser Mittel sein. Trotzdem, nie wird alles beherrschbar sein. Deshalb müssen die Menschen im Rahmen ihrer jeweiligen individuellen Lebensumstände - so gut es geht - "Manager" ihres Schicksals sein.

Die privaten und öffentlichen Organisationen und Institutionen der heutigen Welt einschließlich des Militärs - ihre Verantwortungsträger können den einzelnen Personen bei den anstehenden epochalen Schritten nur helfen, wenn sie ihnen zu Diensten sind.
Sie müssen die eigene Macht und Bedeutung bei ihren mannigfaltigen gesellschaftlichen Aufgaben zwar durchsetzen, aber defensiv, begrenzt, kontrolliert, sich dem ("Welt"-)Bürger unterordnend, - was in Demokratie und Rechtsstaat der Theorie nach selbstverständlich ist!

Insbesondere können sie die einzelne Person und ihren Status als zentrale politische Instanz der Zukunft - im Guten wie im Schlechten - nicht ersetzen. Im Gegenteil, Kollektive wie z.B. die National-Staaten sind als mögliche Werkzeuge bornierter Feindschaftsobsessionen hochgefährdet, die real-apokalyptischen Gewalten der heutigen Zivilisation auf die Menschheit loszulassen.

Das Zauberwort heisst "Schwäche": Mitglieder von Eliten fühlen sich als Einzelne stark im Vergleich zu anderen Mitgliedern ihre jeweiligen Gesellschaften und/oder der Weltgesellschaft. Tatsächlich werden wir aber die Herausforderungen, die uns unser technologischer Fortschritt stellt, nur bewältigen, wenn wir uns allesamt als sehr einzeln und sehr schwach (gegenüber der H-Bombe) empfinden - um dann die Potentiale unserer modernen Zivilisation zu nutzen und unsere kleine individuelle Schwachheit in eine allgemeine, lebensfähige Existenz und Koexistenz umzuformen - jenseits der Gefahr selbstgemachter Apokalypsen.


Die Welt braucht noch in dieser Epoche eine neue Ordnung, die von der Erkenntnis getragen wird, dass die Menschen sich niemals als "nur gut" herausstellen werden. Man kann höchstens erreichen, dass sich ihre Neigungen zum Schlechten, zum Schädigen anderer Menschen möglichst wenig auswirken - mal ganz abgesehen von der unaufhebbaren Subjektivität aller Bewertungsmaßstäbe.

Allgemein gilt, je vernetzter und zentralisierter die gesellschaftlichen Abhängigkeitsstrukturen sind, je größer die Potentiale der Macht sind, desto zerstörerischer wirken sich Machtmissbrauch, Gewalt oder Versagen von Eliten aus und desto fatalere Folgen zeitigt die menschliche Eigenschaft, sich immer wieder auf "trips" über alle vernünftigen Grenzen hinweg zu begeben.

Wann waren die globale Gesellschaft integrierter und die faktische Abhängigkeit und Ausgesetztheit (Wasserstoffbombe!) größer als heute, ohne dass eine entsprechende Autorität für vernünftig begrenztes und gemeinsames Handeln existieren würde? Rechtsstaatliche Demokratie in territorial begrenzten Nationalstaaten kann da keinen Ausgleich schaffen und erscheint nur als ein erster Schritt weg von dem historischen Standard totalitärer Herrschaften, die jederzeit in Gefahr stand, in Willkürherrschaft umzuschlagen.


Noch sind wir auf Gedeih und Verderb von Großstrukturen abhängig und leben unter der Ägide von Großorganisationen. Noch können manche Leute an den Knotenpunkten der "Megamaschine" Weltgesellschaft unermesslich reich und mächtig werden und verteidigen ihre Macht mit fast allen Mitteln. Noch kann alleine durch Dominoeffekte (dazu gehören auch die Folgen von Umweltzerstörungen) allergrößtes Unheil entstehen!

Krisen und Katastrophen wird es immer geben. Aber wenn sie eine Region oder einen Ort betreffen, kann von außen Hilfe kommen. Betreffen sie die ganze Welt, kann der Schaden unermesslich werden.

Lange - mindestens seit Alexander d. Gr. galten Großstrukturen und Großorganisationen als Krönung der Zivilisation. Heute ist die Abhängigkeit von ihnen längst grotesk unzeitgemäß geworden.

Ihre Dominanz kann überwunden werden, wenn wir die moderne zivilisatorische Potenz künftig in Formen gießen, die den Menschen überall auf der Erde ein für sie verstehbares, selbstbestimmtes Leben ermöglichen - vielleicht nicht in der zu Ende gehenden "westlichen" Bequemlichkeit des Öl-Zeitalters, aber eben selbstbestimmt!

Dazu muss die unmittelbare Gewalt und die Bereitschaft, zu unterdrücken und zu töten substantiell geächtet bzw. eingehegt werden - aber auch die Anlässe dazu! Jeder kleine oder größere "konventionelle" Gewaltakt kann ein Keim eines globalen Wasserstoffbomben-Kriegs sein - der ultimativen "Großstruktur", die es zu verhindern gilt. Ändern wir nichts Grundsätzliches, gibt es irgendwann zu viele Keime - vielleicht erst in hundert oder mehr Jahren! Aber dann ist es zu spät.


Ich hoffe auf drei Dinge:

Gewalt soll in der Weltöffentlichkeit in aller Deutlichkeit als das große Menschheitsproblem dieser Zeit dargestellt werden.
Wenn Gewaltanwendung überhand nimmt - und das hat sie in der Menschheitsgeschichte oft und aus unterschiedlichsten Gründen -, dann zerstört das jede Möglichkeit, Probleme vernünftig zu bewältigen und gebiert ständig neue Gewalt - solange, bis die überlebenden Menschen nach einer Orgie der Gewalt ihrer endlich überdrüssig werden.
Aber im Atomzeitalter wird es nicht mehr unbedingt so ausgehen.

Zum zweiten sollen die kulturelle Errungenschaft, im Sport Aggressionen und Kampfeslust auf nicht tödliche Weise auszuagieren, in ihrer Bedeutung noch mehr hervorgehoben und weiterentwickelt werden.

Drittens, der schwerste Teil, müssen die existentiellen und politischen Gründe für Gewaltanwendung Schritt für Schritt aus der Welt geschafft werden - und das alles in einer Epoche, die die größte Zahl jemals an Menschen auf der Erde sehen wird und die vermutlich mit großen Engpässen und katastrophalen Ereignissen zurechtkommen muss.


Vielleicht ist es notwendig, dass sich darüberhinaus eine individuelle, indirekt kollektive Ethik durchsetzt, die den Überlebens- und Durchsetzungstrieb gerade der im herkömmlichen Sinne Starken und Mächtigen in Frage stellt. Man kann sich schon vorstellen, dass ein Verrückter in seinem Hass die ganze Menschheit dem Untergang weihen will. Die Kämpfer und Chefs wollen das sicher nicht.
Wir kennen die hier notwendige Logik aus den Diskussionen während des "Kalten Krieges": Es macht keinen Sinn, sich im wie auch immer gerechtfertigten Kampf durchzusetzten, wenn am Schluss alle dem Tod geweiht sind.

1. Aber dieser "Schluss", ein Weltatomkrieg, ist sehr weit weg. Kommt er denn überhaupt, solange ich lebe? 2. Es gibt sehr viele Menschen, die für ihre (metaphysischen) Ziele zu sterben bereit sind. Das (reale) Überleben der Menschheit hat für sie keinen Wert.
Auch diese Frage und diese Tatsache zeigen, in welcher gefährlichen historischen Situation wir Menschen sind.


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Basisphilosophie

Ich glaube, dass wir homo sapiens sapiens mit einer Herausforderung konfrontiert sind, die man nur als das Schicksal der Freiheit begreifen kann. Ihre Dimension wird erst in dieser Geschichtsepoche vielen Menschen bewußt, da mehr Leute als früher in ihrem Leben freie Entscheidungen treffen können und müssen. Die Bewältigung dieses Schicksals wird uns alles abverlangen. Sie kann aber auch größte Freude bereiten. Nennen wir sie: "Die aktive Teilhabe am Geist!"

Unser Geist zwingt uns, in zwei Welten zu leben, auch wenn diese untrennbar verwoben und unendlich verschränkt sind - der unmittelbaren, direkten Welt der Materialität und unserer Sinne sowie der indirekten, durch Sprache, Schrift, Zeichen, Symbole, Bilder, Töne, ... vermittelten und geistig reflektierten Welt.

Dadurch müssen wir auf ewig und immmer wieder von neuem nach der Wahrheit suchen, ja unsere eigene Wahrheit herstellen, sowohl im moralischen, als auch im faktischen Sinne, ohne sie je endgültig dauerhaft zu erreichen. Der schicksalhafte Zwang zur Freiheit, der in jeden von uns einen Widerspruch, einen existentiellen Riß einpflanzt, kommt in dem alttestamentlichen Mythos der von Gott verfügten Existenz eines verbotenen(!) Apfelbaumes, bzw. von der "Vertreibung aus dem Paradies" zum Ausdruck.

Es wird höchste Zeit, dass jede einzelne Person dieses Päckchen trägt, auch wenn es bisweilen an die eigene Substanz geht! Kämpft man nicht um die Wahrheit, trägt ein andere das Päckchen und die Freiheit für einen.

(2010 - BetaVersion)


Fortsetzung:

STRING - Introduktion

(Teil II und III)

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Überblick und Vertiefung:

Orientierung

(http://adstring.org/indexdt.html)

STRING Homepage

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