STRING - World Politics for Individuals





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Wolfgang Behr
The "Anti-*itler"




STRING - Zusammenfassung

von Wolfgang Behr


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Scheinbar wird die Welt von Kolossen beherrscht. Die Staaten und multinationale Konzerne und Organisationen jedweder Couleur streiten sich um globale Macht und Herrschaft. Sie scheuen fast keine Mittel und führen die neuen "kalten" Kriege. Doch das Rad der Geschichte dreht sich weiter. Die Welt wird immer komplexer und die Träger dieser Differenzierung sind die Individuen. Deshalb gibt es langfristig gesehen keine sinnvolle Alternative zur Selbstbestimmung und Selbstverantwortung des Einzelnen!

Die Fähigkeiten und Möglichkeiten, die sich uns durch die Fortschritte auf vielen Gebieten eröffnet haben und noch eröffnen werden, machen gerade die Politik von der ethischen Souveränität der einzelnen Menschen im Sinne dauerhafter und guter Koexistenz abhaengig. Zur Abrüstungpolitik zwischen den Staaten muss sich die Abrüstungpolitik zwischen den Individuen gesellen. Denn die Welt wird erst dann die Sicherheit gewinnen, ABC-Waffen nicht nur abzuschaffen, sondern auch keine neuen mehr zu produzieren, wenn geplante Gewalt zwischen den Menschen zur zivilisatorischen "Steinzeit" gehört, so wie heute Kannibalismus und Menschenopfer. Dieses Ziel scheint ferner denn je. Aber das liegt nicht zuletzt daran, dass wir menschlich-kulturell gesehen dem Entwicklungsstand der Weltzivilisation hinterherhinken.

Wir leben in einer Zeit, die sich immer schneller verändert und nichts Bestehendes unangetastet läßt. Die Dominanz der "unsterblichen" Schriftkultur, sei es als Wissenschaft, als Technologie oder als Ökonomie ist für dieses Hauptmerkmal der Neuzeit verantwortlich. Ihre Auswirkungen haben die gesamte menschliche Existenz vor ihr mögliches Ende geführt. Der Tod, so verdrängt wie nie zuvor, ist das grösste manifeste Potential dieser Epoche geworden, denn er schliesst alle Menschen zusammen. Seine Drohung gilt es als die kulturelle Herausforderung unserer Epoche zu begreifen und zu bewältigen.

Dies wiederum kann dem Individuum gelingen. Denn der Umgang mit der Tatsache des Todes beinhaltet zugleich ein Chance für den Einzelnen, zu einer Persönlichkeit zu werden. Nur im Annehmen seiner Endlichkeit reift und rundet sich der Mensch und wird ein Ganzes. Wenn dieser Schritt sowohl den politischen als auch den seelischen Bereich umfasst, geht er über das hinaus, was in unserer Kultur traditionell einen Erwachsenen ausmacht. Eine Gesellschaft, die von solchen Persönlichkeiten geprägt wird, kann sich von den kollektiven Mechanismen emanzipieren, die die heutige Welt beherrschen und es erschweren, sie aus der Gefahrenzone herauszumanövrieren.

Die Entwicklung zu einer selbständigen Persönlichkeit in diesem Sinne ist eine Initiation. Deren wesentliches Kennzeichen besteht in der vorübergehenden, radikalen Vereinzelung des Menschen, der sich allein quasi dem ganzen Kosmos entgegenstellt. Damit diese Weisheit traditioneller Völker für unsere Zeit wieder kulturbestimmend werden kann und um ihr eine zeitgemässe Form zu geben, will ich einen Status der politischen Selbständigkeit für den einzelnen Menschen schaffen und ein Weltereignis namens STRING initiieren, dessen Ziel die gesellschaftliche Etablierung dieses Status ist. Damit wird die radikale Eigenständigkeit des initiatorischen Menschen im modernen Kontext politisch eingebunden und gewichtet.

Das Ereignis STRING gibt der Menschheit die Gelegenheit, die gerade entstehende Weltgemeinschaft ausdrücklich zu gründen und ihr eine konkrete politische Gestalt zu geben. Im Zuge dessen kann die Menschheit zu ihrer Identität finden. Gegenüber dem kollektiven Selbstmord ist STRING daher als die andere, wesentlich bessere Erfüllung des Potentials unserer Zeit konzipiert. Und es hat die Funktion, einzige politische Institution der gesamten Menschheit zu sein. Diese Institution ist, da Ereignis, zeitlich begrenzt und erzeugt keine neuen Machtstrukturen. Stattdessen soll sie durch ihre aus dieser Funktion gewonnenen Autorität eine Ordnung begründen, die auf der politischen Selbständigkeit des Individuums beruht. Der neue Individualstatus wird mit grundsätzlicher Priorität gegenüber allen traditionellen politischen Institutionen ausgestattet.

Es bleibt den kreativen und innovativen Kräften der modernen Zivilisation überlassen, in der vor uns liegenden Epoche die Grundlagen fuer die grösstmögliche materielle Selbständigkeit des einzelnen Menschen zu erzeugen und zwar technisch, ökologisch und ökonomisch. Auch wenn das heute noch fernliegend erscheint und die Armut überall zunimmt, so kann doch an Möglichkeiten dazu angesichts der Fortschritte der letzten zwei Jahrhunderte nicht gezweifelt werden. Der springende Punkt ist, dass die Weltgesellschaft dies als primäres, allgemeingültiges Ziel anerkennt und es den Machtinteressen der partikularen Kollektive überordnen kann.

Die politische Position des selbständigen Individuums zu erwerben und verantwortlich auszufüllen ist die Aufgabe, die ich mir stelle und die sich im Zusammenhang des Ereignisses STRING allen Menschen stellen kann. Sie ist schwierig und mit der Initiation verknüpft, die mich für eine bestimmte Zeit von meiner Herkunftsgemeinschaft trennt und mich ganz meiner Individualität anheimstellt. Der Wunsch, diesen Status zu erwerben, ist keine Selbstverständlichkeit und benötigt einen deutlichen Motivationsschub. Ihn soll das Weltereignis stiften und mit soviel Kraft versehen, dass er einige Generationen erhalten bleibt, bis alle Menschen den Weg zur Unabhaengigkeit gefunden haben.

Der Status der individuellen politischen Selbstständigkeit als (Welt-)ordnungsprinzip wird sich nur langsam in den konkreten Lebensverhältnissen umsetzen und durchsetzen. Seine Verbreitung ist davon abhängig, dass immer mehr einzelne Personen diese Position vertreten und sich gegen die traditionellen Institutionen behaupten können. Auch die Gewinnung grösserer materieller Autarkie für den Einzelnen ist nur in einer längerfristigen, innovativen Neugestaltung der basalen Lebenserhaltungsstrukturen möglich. Viele heute lebende Menschen werden zu diesen Schritten nicht mehr bereit oder in der Lage sein. Aber die Kinder der nächsten Generationen sollen die neuen Mittel und Wege von Anfang an kennen und nutzen lernen.

Die heutige Welt allerdings ist überreif fuer ein zukunftsweisendes Geschichtsereignis wie STRING, das der "Kriegsgeschichte", die immer noch andauert und unwägbare Gefahren in sich birgt, einen Platz in der Vergangenheit zuweisen kann.

STRING soll ein grosses Weltfest werden, bei dem die Menschen ihre Gemeinschaft in grossem Stile feiern.





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