Konstitution  (Deklaration der Unabhängigkeit)



Die Texte, die Sie im Rahmen dieser Internet-Präsentation des STRING-Projekts lesen können, stellen den konstitutiven Akt - den Gründungsakt dar für die Institution der politischen Selbständigkeit des Individuums, die in diesem Falle durch mich, Wolfgang Behr, verkörpert wird!

Ich konstitutiere mit diesem Akt geistiger Freiheit meine individuelle politische Selbständigkeit als Institution. Diese Institution ist die Basisinstitution aller rechtsstaatlichen Institutionen, in meinem Fall der Bundesrepublik Deutschland. Obwohl ich Bürger der Bundesrepublik Deutschland bleibe, etabliere ich mit der Institution der individuellen politischen Selbständigkeit eine allgemeine und weltweite Grundlage menschlicher und rechtsstaatlicher Koexistenz. Auch wenn wir verschiedenen nationalen Rechtsstaaten angehören, eint uns diese individuelle Institution - quasi vor der jeweiligen Staatsbürgerschaft -, vorausgesetzt, Sie deklarieren ebenfalls Ihre persönliche politische Unabhängigkeit.

Um der individuellen Institution weltweite Geltung und Verbreitung zu verschaffen, ist es notwendig, sie baldmöglichst in einem großen politischen Weltereignis, das nur zu diesem Zweck organisiert wird, allgemein zu konstitutieren und zu inaugurieren. Dieses Weltereignis hat die Funktion einer Institution der Gemeinschaft der Menschheit. Das bedeutet, dass die kollektive Institution der ganzen Menschheit zeitlich befristet ist und anschliessend in den einzelnen Personen, die die individuelle Institution der politischen Selbständigkeit verkörpern, fortexistiert.





Diese Institution beruht im Wesentlichen nicht auf unmittelbaren (materiellen) Gegebenheiten unserer Welt und unseres menschlichen Lebens, sondern auf der jedem Menschen gegebenen Sprachfähigkeit. Daher kann und soll jede menschliche Person anstreben, diese Institution selbst zu verkörpern.
Tut dies eine immer größere Anzahl von Menschen mit allen politischen Konsequenzen, dann wird unser geschichtlich-gesellschaftliches Leben auf der Erde sowohl dezentraler und autarker, als auch in einer freien Form universeller werden - durchaus alles im Rahmen strikt kontrollierter, in ihrem Einfluss begrenzter, rechtstaatlicher Institutionen.

Die Sprache ist die Ur-Institution, die ' Mutter ' aller Institutionen, denn nur sprachlich lassen sich Institutionen überhaupt begründen. (Bei dieser Institutionsbegründung wird einem Tatbestand natürlicher oder künstlicher Herkunft, z.B. einer Grenze oder dem Geld, sprachlich ein bestimmter institutioneller Status in der Gesellschaft zugewiesen und dann machtbewehrt.)
Es ist an der Zeit, der Sprache selbst den offiziellen Status einer Institution zukommen zu lassen. Das kann nur der einzelne Mensch tun. Erstens verfügt im Prinzip jeder Mensch über die Sprache. Zweitens gibt es keine andere Form menschlicher Existenz, die der Sprache die ihr eigene Flexibilität zugesteht und die sie Wirklichkeit werden lässt, als das institutionalisierte menschliche Individuum. Zudem wird die Sprache, wenn sie auf diese Art und Weise institutionaliert wird, die Grundlage aller bestehenden Institutionen werden. Der konstitutive Akt macht die Geistigkeit des menschlichen Lebens, die in den existierenden Institutionen bereits zum Ausdruck kommt, endgültig zum Maß dieses unseres Lebens.