Introduktion
II und III



STRING - World Politics for Individuals


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"Auch für dieses Land muß es Hoffnung auf Rückkehr geben - trotz Hitler. Es wäre gut, die "goldene Zeit" der Philosophie von Kant bis Hegel zu wiederholen! Die Wiederholung muß aber die zwölf Hitlerjahre einbeziehen, in denen Deutschland dem jüdischen Volk und der ganzen Welt Katastrophales angetan hat."

Emil Fackenheim (1916-2003), jüdischer (deutscher) Philosoph

















































































































































































































































































































































































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Irgendeine Person muss alleine damit beginnen, eine neue individuelle Institution der Politik zu verkörpern und diese Institution dadurch in die Welt zu setzen. Denn die herkömmlichen politischen Kollektivinstitutionen können die globale Welt außerhalb der nationalen, staatlichen Gesellschaften nicht ordnen und regieren.
Gegen Missverständnisse:
Selbstverständlich brauchen wir Menschen aus ungezählten Gründen mannigfaltigste gute(!) Kollektivinstitutionen - gerade auch für unser persönliches Seelenheil und unsere eigene Selbständigkeit.
Daher gilt: Friedfertige Gemeinschaftstraditionen sowie republikanische und demokratische Verfahren in Nationalstaaten und die internationale Zusammenarbeit werden durch die institutionalisierte Individualität als entscheidendem neuen weltpolitischen Ordnungsinstrument nicht nur nicht in Frage gestellt, sondern ausdrücklich unterstützt!

Nochmal von vorne:
Irgendeine Person muss alleine damit beginnen, eine neue individuelle Institution der Politik zu verkörpern und diese dadurch in die Welt zu setzen. Andere Personen können ebenfalls nur als Einzelne dasselbe tun (=für sich damit beginnen) und so eine auf politisch selbständigen Individuen gründende Weltordnung realisieren. Die herkömmlichen politischen Kollektivinstitutionen können die globale Welt außerhalb der nationalen, staatlichen Gesellschaften nicht ordnen und regieren. Denn die Menschheit als Ganzes kennt keine Nicht-Mitglieder und übersteigt damit alle partikular (= Teil seiend) verfassten Formen von Gesellschaftlichkeit von der Familie bis zum Imperium.
Der einzelne Mensch ist die Grundeinheit menschlichen Lebens. Die Aufgabe der politischen Ordnung der ganzen Welt können daher nur die einzelnen Menschen als solche übernehmen, vorausgesetzt, jede Person eignet sich in einem geistig-politischen Akt die hier vorgestellte Individual-Institution an, verkörpert sie. Universalität, auch politische, ist heute nur noch über den Menschen als solchen erreichbar.

Jeder ist am Anfang mit dieser Aufgabe ganz für sich allein, auch wenn er der letzte ist, der damit beginnt. Es geht um die Anforderung, einen konkreten politischen Status auszufüllen, die für erwachsene Personen zu ihrem sonstigen Leben in ihren Gesellschaften hinzukommt. Und es ist eine Aufgabe, die wegen der unfassbaren, bzw. nur abstrakt zu begreifenden Zahl an auf der Erde lebenden Menschen mit Sozialverhalten und Gruppenmoral alleine nicht zu bewätigen ist. Allerdings sorgt das geistige Prinzip der hier vorgestellten persönlichen Institutionalität dafür, dass diese Anforderung keinem über den Kopf wächst, weil auf diese Weise "Fußstapfen" existieren, in die man als sich klein und schwach fühlender Einzelmensch "treten" kann! So klein und schwach wie der kleinste, schwächste Mensch, so klein und schwach ist die Menschheit. Alle gesellschaftliche Größe nützt uns nichts mehr.

Die Institution verfassungs-
mäßiger Individualität soll irgendwann von einem politischen Weltereignis offiziell inauguriert (eingesetzt) werden. Das Großereignis selbst stellt die befristete(!) Institution der Gemeinschaft der ganzen Menschheit dar ...

Das ist eine steile These, über die man nachdenken muss - zugegeben.

Jenseits der Globalisierung!

Aber vor dem Hintergund des Autoritätsverlusts der USA, des möglichen Versagens globaler Märkte und einer sich abzeichenden Re-Nationalisierung ist für die ganze Welt eine innovative politische Alternative oder besser Ergänzung zur sog. "Globalisierung" dringend erforderlich! Die "Globalisierung" soll endlich als pseudopolitische Ideologie entlarvt werden - als könnten Geld, Ökonomie und Handel alleine den Weltfrieden stiften. Und sie soll als das, was sie ist, als ein wichtiges ziviles funktionales Instrument innerhalb der zusammenwachsenden Weltgesellschaft verstanden werden. Sicher ist aber: Das Schicksal des einzelnen Menschen steht nicht im Zentrum des Interesses von Ökonomie und "Globalisierung". Dieser Kollektivismus ist nun, nach dem Ende des Sozialismus, in höchstem Maße unzeitgemäß!

Die Welt starrt vor militärischen Mitteln. Diese haben wie alle Mittel eine ihnen inhärente (innewohnende) Tendenz zur Anwendung. Was daher in jedem Fall zu verhindern ist, ist der Rückfall der Menschheit in die Muster eines nationalistischen Militarismus.
Das geht auf Dauer nur durch eine umfassende Stärkung der Position der einzelnen Personen überall auf der Welt. Selbstverständlich ist eine freie Wirtschaft, die nicht von Mono- oder Oligopolen dominiert wird, ein entscheidender Schritt zu einer freien Welt.

Wolfgang Behr:

"Die STRING-Webseiten sind wesentlicher Bestandteil meiner paradigmatischen (beispielhaften) Verkörperung einer neuen Institution der politischen Selbständigkeit des Individuums. Diese Institution soll als letzte im Bogen der neuzeitlichen politischen Institutionen der Schlußstein sein, der diesem Gefüge seine Stabilität verleiht. Sie tut dies, indem sie die nach Aufklärung und Revolutionen heimatlos gewordene personale Herrschafts-Souveränität den, d.h. allen einzelnen erwachsenen Menschen als Souveränität über sich selbst auf die Schultern legt. Damit wird das Reich des individuellen Lebens jeder Person in ihrem je eigenen Namen in die Pflicht genommen und zu einer tragenden Säule der politischen Ordnung gemacht. Allein auf der Basis der individuellen Souveränität und Einzigartigkeit können wir Menschen unser Zusammenleben tatsächlich frei gestalten!

Jeder Text auf diesen Webseiten ist aus der fiktiven(!) Positionen eines von 6/7 Milliarden "Menschen" geschrieben - fiktiv deshalb, weil es den "Menschen" realpolitisch noch nicht gibt.
Der erste politische Schritt, der eine Welt eröffnet, in der das allgemeine Menschenbild auch politische Realität ist, kann von mir und von jeder anderen Person nur als einzelne menschliche Person getan werden, d.h. absolut unabhängig von jeglicher Funktion oder Position in einem existierenden (partikularen) Kollektiv.

Jeder Text auf diesen Webseiten nimmt einen notwendigerweise zufälligen Gang durch den komplexen "dreidimensionalen" Begriff STRING vor, der eine "complexio oppositorum" darstellt. Aufgrund seiner geistigen Einzigartigkeit, der ich jederzeit neuen Ausdruck verleihen kann, ist STRING Repräsentant meiner individuellen politischen Institutionalität. Dies ist die Basis meiner Beispielhaftigkeit, mit der ich als einzelne Person die Institution der politischen Selbständigkeit des Individuums in die Welt setzen will.

Politik muss im Zeitalter der Theorie zur Herstellung der Wasserstoffbombe, wenn sie sich dem universellen Vernichtungspotential des objektivierenden wissenschaftlichen Geistes nicht unterordnen will, bei dem individuellen personalen Geist beginnen, um dem konkreten einzelnen Menschen und damit der globalen Menschheits-Gesellschaft wieder einen Weg zur Souveränität zu ermöglichen.
Nur so kann sich Politik eine dringend benötigte neue Eigenständigkeit gegenüber dem objektivierenden Geist und den aus ihm resultierenden Sachzwängen erarbeiten. Im Rahmen des traditionellen Nationalstaats und aller anderen modernen oder archaischen, modisch-ephemeren oder altehrwürdigen Formen von Kollektivität kann sie - die Politik das nicht leisten. Denn Kollektivität ist sämtlichst in ihrer Existenz auf positiv gegebene Gestalten von zwischenmenschlicher Gültigkeit angewiesen und kann daher den objektivierenden Geist der wissenschaftlichen Theorie, dem Paradigma schlechthin von Intersubjektivität, nicht in die Schranken weisen !
(Durch den Gebrauch von H-Bomben geht das natürlich erst recht nicht!)

STRING wiederum stellt die gegebenen Lebensumstände und Einstellungen einer jeden Person auf der Erde nicht in Frage. Als Maßstab politischer Individualität beinhaltet STRING für jede Person Chance und Auftrag, das eigenen Leben soweit jeweils irgendmöglich zu verändern und zu erneuern, mit dem Ziel, dass jeder von uns der universellen Aufgabe gerecht werden kann, die politische Dominanz des objektivierenden Geistes zu überwinden und die globale Welt persönlich werden zu lassen. Wie man das tut, kann jede Person letztlich nur für sich selbst herausfinden. Denn es sind genau diese individuell geschaffenen Wege, aus denen eine Kultur zur Überwindung des Objektivismus erwachsen soll.
Das STRING-Projekt ist mein Weg, dies zu tun.

Zu einer endgültig hochoffiziellen Existenz soll die Möglichkeit einer von den Menschen als Individuen getragenen geistig-politischen Weltordnung in der Verwirklichung eines politischen Weltereignisses kommen, das ich ebenfalls STRING nenne. Dieses Ereignis soll es nur ein einziges Mal geben und es hat zur Aufgabe, die Institution der politischen Einheit der ganzen Menschheit zu sein - ein Ziel, das es (nur) erreichen kann, weil es über keine traditionellen politischen Machtmittel und -strukturen verfügt.
Eine Dimension zeitlicher Dauer erhält die transbürokratische Menschheitsinstitution STRING durch die von ihr offiziell inaugurierte und legitimierte Institution der politischen Selbstständigkeit des Individuums, bzw. durch die Menschen, die die Individual-Institution tatsächlich selbst annehmen, ganz so wie man ein Amt antritt, das einem die Gesellschaft bzw. der Staat überträgt! Nur ist es hier die Gemeinschaft der Menschheit, die dieses Amt jeder erwachsenen Person aufträgt!
Entsprechend dem integrierten Stand unserer Weltzivilisation gilt dieser Auftrag dem Sinne nach schon jetzt als notwendig und erteilt.

In der gleich den zwei Seiten einer Medaille vorliegenden Doppelung sind beide Institutionen, die ereignishaft-weltgesellschaftliche und die dauerhaft-persönliche, eine einzige. Als solche trägt sie die personale Individualität und die menschheitliche Kollektivität in sich als unabdingbare Bestandteile humaner und verfassungsmäßiger Universalität und vermittelt sie an jeden von uns!
Diese Universalität entsteht also jenseits von Theorie und Rationalismus durch die schicksalhafte, lebensbestimmende Inkarnation des Geistes in jede einzelne Person, bzw. durch die ganz persönliche Initiation des/der Einzelnen in den Geist - im Namen der Menschheit, die Form der Kollektivität, die nur als rein geistig-ethische Entität, d.h. in Überschreitung aller materiellen Bedingungen und partikularen Gruppen-Identitäten in den einzelnen Personen Wirklichkeit werden kann.

Durch STRING als globale Verfassung kann die moderne politische Institutionalität aus Demokratie und Republikanismus jenen Mangel des Partikularismus überwinden, der ihr bei alleiniger Angewiesenheit auf das Nationalstaatsprinzip durch dessen Verbindung von positivem Recht (Bürokratie) und territorialer Begrenztheit anhaftet und der durch Internationalität alleine nie aufzuheben ist! Zugleich sollen sich durch STRING Demokratie, Republikanismus, Nationalität und Internationalität als probate Formen selbstbestimmter menschlicher Koexistenz und nur dafür(!) weiter klären, ermächtigen und verbreiten!

Die Menschheit kann mit STRING in Gestalt ihre Mitglieder Identität und Souveränität in Form von persönlichen initiatorischen Akten aus sich heraus bilden. Denn sie hat global gesehen keine Nachbarn zur unterscheidenden kollektiven Identitätsstiftung und daraus folgend keine Möglichkeit zur Souveränitätsschöpfung auf der Basis des Kriegs, des Kampfes von homo sapiens sapiens gegen homo sapiens sapiens. (Auch daraus läßt sich schließen, dass wir am Beginn einer neuen Ära stehen.)

Zugleich können und sollen die einzelnen Personen ausgehend von ihren angestammten Gesellschafts- und Gruppenzugehörigkeiten und gemäß den eigenen Anlagen die irreduzible Einzigartigkeit ihrer jeweiligen Individualität gegen das Installieren von dominanten "Weltmonokulturen" durchsetzen. Dann aber haben sie, haben wir(!) gemeinsam die Verantwortung für den Aufbau einer Weltkultur der persönlichen Individualität!

Beyond Globalization !

Die sich globalisierende Ökonomie kann uns dabei helfen. Aber als ein Geschehen, das alle natürlichen und menschlichen Ressourcen in einen systemischen Prozess einzwingt und dessen geistige und soziale Schematas aus der vorrevolutionären rationalen Aufklärung des 18. Jahrhunderts stammen, ist sie trotz all ihrer kreativen Dynamik ungeeignet, die politische Verantwortung zu ersetzen !

Im Kapitalismus zählt der Mensch nur, wenn er das Geldverdienen als ein kleines Rädchen in der Weltökonomie zum Sinn seines Lebens macht. Wenn er das schafft, darf er glücklicher Konsument werden.

Da aber nicht alle Menschen und nicht alle Formen von Arbeit in profitgenerierende Prozesse eingebunden werden können, teilt die Globalisierung die Menschheit in zwei Hälften - drinnen oder draußen. Zu rechtfertigen ist die Zukunft der kapitalistischen Globalisierung daher nur, wenn sie sich zur Dienerin macht und die Lebensmöglichkeiten aller Menschen befördert. Das kann sie vor allem durch ein dem Ganzen gegenüber verantwortliches Handeln ihrer einzelnen Akteure erreichen, weniger durch Bürokratie und Gesetz. Solange das aber nicht genügend geschehen ist, sind die, die draußen sind, auf Umverteilung durch staatliche Bürokratien und Gesetze angewiesen. Dabei geht es vor allem um den Bestand oder das aktive Gestalten positiver sozialer Räume aus Arbeit, Kooperation und Hilfe - den Voraussetzungen von Erwachsen- und Selbständigwerdung.

Der tatsächliche Sinn des Lebens besteht darin, mit Hilfe der zur Verfügung stehenden Mittel zu leben, nicht zuletzt, um sich selbst einen eigenen spezifischen Lebenssinn zu geben! Menschen, die das schaffen, können der zukünftigen Weltgesellschaft Stabilität geben und erleben das Glück der Verantwortung für das Ganze.

Ich bin ganz sicher: Alle können das schaffen!"

Dass einige das gar nicht wollen oder scheinbar unendlich weit von persönlicher Selbständigkeit entfernt sind, muss man aushalten. Die Dynamisierung der Geschichte nimmt laufend zu. Sie muss dringend in vernünftige und für alle, die das Problem sehen, überzeugende Bahnen gebracht werden. Wenn das geschafft ist, kann man auch geduldig auf Nachzügler warten. Muss man eh.

(2007-2014)




STRING ist das Projekt, mit dem Wolfgang Behr als nach dem Krieg geborener Deutscher seine Verantwortung für die eigene nationale Geschichte 1933-45 aktiv und zukunftsorientiert in Politik umsetzen will. Wegen der fatalen Dimension dieser Verantwortung muss er dafür einen Neuanfang anstreben, der bei jener geschichtlichen Zäsur von 1945 ansetzt, als die Kultur-Nation Deutschland aus eigenem desaströsen Verschulden ihre Selbstbestimmung verloren hatte.

Die Kultur-Nation Deutschland verpflichtet auch zur Verantwortung für ein großes Erbe in Philosophie und Bildung. Beide Verantwortlichkeiten sind nicht trennbar. Das bedeutet: Wegen der fatalen Dimension moralischer Abgründigkeit, wegen dem Verlust jeglicher Unschuld im Verlauf des III. Reichs genügt der entnationalisierte bundesrepublikanische Neuanfang im Kreis der liberalen westlichen Nationen nach 1945 - so wichtig er als ein erster Schritt auch war - für uns Deutsche nicht!

Es gibt heute die historische und moralische Pflicht, das Nationale neu und zwar strikt emanzipatorisch zu gestalten - partikular und über das Partikulare hinaus!

STRING stellt keine Sozialphilosophie oder Sozialutopie vor, sondern richtet sich als Politik ausschließlich an die einzelnen Personen als einzelne Personen und an deren gesellschaftliche Verantwortung. Hier liegt das philosophisches Moment. Motto: Vom Ganzen der Menschheit aus gesehen und für die Stabilität der verschiedenen Gesellschaften ist es irgendwann notwendig, dass eine relevante Mehrheit der Menschen ein genügendes, stabiles Niveau an Selbstbestimmung verwirklichen kann - materiell und ideell! Weniger wird sich die Welt nicht vornehmen können, will sie sich erhalten bleiben.

Schließlich begann die moralisch-zivilisatorische Katastrophe des III. Reichs schon lange vor der industrialisierten Massenvernichtung von Menschen im bereitwilligen kollektiven Gleichgeschaltetwerden von Millionen von "Bürgern". Erst dadurch konnte die als "Antisemitismus der Vernunft" (A. Hitler, ca. 1919, Quelle nicht bekannt) ausgegebene dummdreiste Hassideologie eines "Führers" und seiner "Partei" zum mörderischen Staatsziel einer Nation werden.

Nach wie vor gibt es in der globalisierten Welt keinen wirklichen Damm gegen die meist auf Angst und Aggressivität beruhende, reflexhafte Preisgabe individueller Selbstbestimmung - ein Damm, der Moral-Katastrophen wie jene des 20. Jahrhunderts aufhalten könnte.
Nutznieser sind wie eh und je organisierte Kollektive mit "starker" Gruppenidentität, die Gewalt als Mittel der Macht betrachten und in bestimmten Situationen von ihren Eliten unkontrolliert instrumentalisiert werden können.

Auschwitz wirkt als abschreckendes Beispiel. Aber wie lange noch? Schließlich leben wir unter der drohenden Prophezeiung: "Alles, was möglich ist, wird irgendwann gemacht".
Großverbrechen gab und gibt es seither genug. An manchen Orten herrschen heute Zustände, die den schlimmsten vergleichbaren in der Geschichte zumindest entsprechen. Wieder konnten und können wir, die wir direkt oder nicht direkt betroffen sind, sie nicht verhindern oder ändern.

Durch die fortschreitenden Technologien würde ein neues "Auschwitz", so es verbrochen wird, vollkommen anders aussehen. Man bedenke, es wird noch sehr lange sehr viele Menschen auf der Erde geben und es drohen große Engpässe bei wichtigen Ressourcen, Umwelt- und Naturkatastrophen und manche anderen Krisen. Für viele sind Lösungen nicht in Sicht - Pessimismus wäre realistisch, würde er nicht zur "self-fulfilling prophecy"!
Keine Haltung ist fataler angesichts der Existenz der Wasserstoffbombe, dem zweiten großen Menetekel unserer Zeit. Noch befinden wir uns auf einer "zum Abgrund geneigten Ebene".

Die Idee von STRING ist die grundlegende politisch-strukturelle Entmachtung der gesellschaftlichen Macht - was keineswegs(!) mit der Aufhebung gesellschaftlicher Funktionen gleichzusetzen ist. In einem kreativen Prozess sollen wir im Rahmen der zivilisatorischen Fortentwicklung der Welt die materiellen, die strukturellen und die emanzipatorischen Bedingungen herstellen, die es (im Prinzip) jeder erwachsenen Person ermöglicht, die Macht in einer neuen, auf den einzelnen Menschen zugeschnittenen Form zu übernehmen - wobei diese neue Form die alte kollektive Macht souverän ersetzt.

STRING versteht sich als Fortführung der Tradition der Gewaltenteilung und ihre Anpassung an die ungeheure Potenz der modernen Zivilisation. Diese Tradition hat ihre republikanischen und demokratischen Wurzeln in der griechischen und römischen Antike. Sie wurzelt aber auch in vielen sog. "traditionellen" Kulturen mit akephalen (=herrschaftsfreien) oder herrschaftsbegrenzenden Sozialstrukturen.

Das von STRING postulierte notwendige Niveau an persönlicher Selbstbestimmung der Menschen ist dementsprechend sehr anspruchsvoll, insofern wir, die einzelnen Personen, dafür die Dominanz des Gesellschaftlichen in unserem Leben überwinden müssen - die Dominanz(!) wohlgemerkt, nicht das Gesellschaftliche selbst. Jeder von uns bleibt immer zoon politikon, politisches Lebewesen. Idealerweise lebt man in einem engagierten Rechtsstaat mit effektiver Bürgerpartizipation, bescheidener Prosperität, klugen Gemeinschafts-/Solidarinstitutionen, einer offenherzigen Bevölkerung, die stolz auf ihre lokalen und nationalen Traditionen ist, ...

Wegen diesem Aufeinander-Angewiesensein von uns Menschen stellt der Übergang zu einem Primat der Individualität im Gesellschaftsleben eine absolut außergewöhnliche Revolution der menschlichen Daseinsweise dar. Aber nur durch diesen Bruch in der Weltgeschichte kann die Gefahr von großen Kriegen und damit von Kriegen unter dem drohenden Einsatz von Wasserstoffbomben so grundlegend gebannt werden, wie es im Leben von instinktarmen Kulturwesen (geschaffen nach "Gottes" Ebenbild), die wir Menschen nunmal sind, überhaupt möglich ist.

Die Wendung zur Individualität ist zugleich ein Bruch mit dem Dogma, dass man jemand anderes besiegen muss, um selbst zu existieren. Tatsächlich wird uns der Glaube an das Überleben der Stärkeren töten, weil die Mittel der heutigen Zivilisation viel zu mächtig für den Kampf sind. Wir besitzen den absoluten "overkill".
Sollte es jedoch gelingen, die Zivilisation und ihre Mittel so grundsätzlich umzugestalten, dass sie direkt allen einzelnen Personen zugute kommen, kann die Menschheit ihre Überlebensfähigkeit zurückgewinnen!

Die unglaubliche geschichtliche Macht und Größe der H-Bombe ist nach dem Ende des "Kalten Kriegs" oft von aktuellen Konflikten und Bedrohungen verdeckt oder verdrängt. Aber man stelle sich nur vor, Hitler hätte über die Atombombe verfügt! Gemessen an diesem Szenario würde selbst die Klimakatastrophe klein wirken, wenn diese nicht ähnliche Szenarios des Ausgeliefertseins an die Gewalt heraufbeschwören könnte.

Während für die Shoah die klassische moralische Trennung in Tätern und Opfern absolut real bleibt, verlegt die H-Bombe heute das Täter- und Opfersein in uns Menschen hinein. Denn es ist unsere aggressive bellizistische Tradition, die keineswegs "natürlich" ist und der wir so schwer entsagen können - wieviele Arbeitsplätze z.B. sind derzeit von der Rüstungsindustrie abhängig? Wieviele bösartige Feindbilder gibt es auf der Erde? -, die uns durch die H-Bombe irgendwann zu hilflosen kollektiven Tätern und Opfern in Personalunion werden läßt, wenn wir nicht beide Daseinsformen zugleich überwinden können.

Um das zu schaffen, muss der menschliche Geist "moralisch", d.h. individuell werden. Denn die Theorie zur Herstellung der Wasserstoffbombe können wir nicht mehr aus der Welt schaffen! Sie ist die erste Theorie in der menschlichen Geschichte, die unmittelbar politisch dominant ist. Sie zwingt uns daher, unseren Geist - den Schöpfer dieser Theorie !! - in einer ganz neuen, unmittelbar praktischen und ganzheitlichen Art und Weise ernst zu nehmen.
Anders gesagt, wir müssen den Geist zur bestimmenden politischen Instanz des humanen Lebens werden lassen. Das ist aber nur im Rahmen oder im Modus der einzelnen individuellen Person denkbar, weil -

- alle Formen von strikter, verfasster Kollektivität, die zwischen Mitgliedern und Nicht-Mitgliedern, zwischen Innen und Aussen trennen, wie Familien, Stämme, Nationalstaaten, Kirchen, Konzerne, Organisationen, Institutionen, Netzwerke, Systeme, ..., eine ritualisierte Bestandsideologie benötigen. Diese ist immer naturalistisch im Sinne von selbsterhaltungsfixiert. Das bedeutet, Kollektive, bzw. ihre Vertreter oder Administratoren müssen sich geistig beschränken und zugleich den Geist für "außergeistige", partikulare Zwecke instrumentalisieren. (Das gilt auch für die Institutionen der Wissenschaften und für alle Formen von rationalen Systemen!)

Strikte, verfasste Kollektive sind heute auf zweifache Weise sehr gefährlich:
1. Die Geschichte der Kriege zeigt, dass sich immer manche der vielen real existierenden Kollektive bedrohen und eventuell, irgendwann tödlich aneinandergeraten - z.B. als Spielball des Ehrgeizes oder der Menschenverachtung von Führern oder auf Grund existentieller Krisen, wie sie der Menschheit drohen.
2. Kollektivvertreter können den geistigen Herausforderungen unserer Epoche nicht nur nicht gerecht werden, sie bekämpfen sogar die notwendigen Entwicklungen zu einer aus jedem einzelnen individuellen Leben erwachsenden freien und personalen Geistigkeit. Diese ist aber die Voraussetzung, wenn wir den Geist im Rahmen unserer humanen Existenz ernst nehmen wollen.

Daher muß Kollektivität ihr bisheriges geschichtlich-gesellschaftliches Primat verlieren. Kollektive, ihre Rituale, ihre Automatismen, ihre Ideologien, sind nicht mehr die Überlebensgaranten für die Menschen - im Gegenteil, durch die Möglichkeit ihres Missbrauchs sind sie die größte Gefahr, wenn sie nicht auf grundsätzliche Weise ihre Macht verlieren und zu reinen Dienern des Menschengeschlechts geläutert werden!

Für eine neue Institution der politischen Selbstständigkeit des Individuums, wie sie "STRING - World Politics For Individuals" vorschlägt und einführen will, müssen sich die einzelnen Menschen ebenfalls läutern. Ja, sie müssen über sich selbst hinauswachsen, indem sie ihre Antriebe bändigen und individualisieren, indem sie sich sozusagen in den Geist initiieren - wenn auch ein jeder nach seinen Fähigkeiten, auf seine selbst entwickelte Art und Weise und sicherlich mit entsprechend gemischtem Ergebnis!

Sich in der Gemeinschaft verlieren wird immer ein großes Lebenselixier bleiben! Aber es sollte ein allgemein nachvollziehbares und kommuniziertes Maß der Selbstkontrolle geben, das jeder Person aufgegeben ist.

Stolz, Verantwortung und Freiheit sind die Zauberworte. Auf jeden Einzelnen kommt es an. Funktions-Eliten können und sollen zwar auch in Zukunft konkrete Aufgaben in der arbeitsteiligen Gesellschaft erfüllen,- demokratisch, republikanisch und international kontrolliert(!). Aber Eliten können nicht mehr die Zukunft der Welt gewinnen, weil die ganze Welt politisch in kein hierarchisches, organisiertes Staats- oder Gesellschaftsmodell hineinpasst, d.h., weil sich die Welt nicht von Zentralen aus regieren läßt.

Bevor es soweit käme, könnte die Welt aus den Fugen fliegen, denn die Völker ziehen allzuoft den Tod im Kampf dem Verlust der Selbstbestimmung vor - ein Risiko, das man nicht mehr eingehen kann im Zeitalter der H-Bomben.

Daher sind wir einzelne Menschen und Bürger mit Beginn dieser Epoche (im Prinzip ab 1945, tatsächlich ab 1989) verantwortlich für die politische Ordnung der Welt, ein jeder an seinem Platz - verantwortlich für die Freiheit und die politische Ordnung dieses seines Platzes.
Es wird Zeit, dass wir beginnen, die Geschichte zu individualisieren. Zu diesem Zwecke gilt es, im Sinne der STRING-Idee die Macht und die Machtmittel - die materiellen, die geistigen und die psychischen - radikal zu dezentralisieren, nach Maßgabe der Dimensionen der einzelnen individuellen Person als solcher.

Utopisch daran erscheint, dass die verschiedenen Ressourcen menschlichen Lebens ungleich verteilt waren, sind und weiterhin sein werden - im 21. Jhr. vielleicht extremer als je zuvor. Wie sollen diese Fakten zu einer strukturellen Dezentralisierung der Macht führen können?
Dorthin gibt es keinen geraden Weg. Aber wenn die selbständige Existenz der einzelnen Person als großes Ziel im Fokus der Weltpolitik steht, dann sollte die (nachhaltige) Sicherung und Entkoppelung des menschlichen Lebens erreichbar werden. Zudem, Souveränität ist auch eine geistig-politische Fähigkeit und verlangt keine hundertprozentige materielle Autarkie. Die wäre für das Naturgeschöpf und arbeitsteilige Gesellschaftswesen Mensch weder möglich, noch erstrebenswert.

Es ist ein politischer Akt nötig, der den zivilisatorisch-technischen Fortschritt menschlich-persönlich einholt. Mit materialistischem oder rationalistischem Denken alleine läßt sich das nicht bewerkstelligen. Trotzdem, neben seiner durch die H-Bombe erzwungenen ordnungs- bzw. machtpolitischen Notwendigkeit spricht ein zweites absolut nüchternes pragmatisches Argument für einen Dezentralisierungsprozess: Je interdependenter, je verknüpfter die Weltzivilisation (Stichwort "Megamaschine"), desto größer und desaströser die möglichen Krisen. Siehe das 20. Jhr.!

Die Kraft der Menschheit, die um vieles potenter ist als jemals zuvor, wird dem Aufbau der Verantwortungs- und Subsistenzfähigkeit jedes einzelnen Menschen überall auf der Erde dienen. Denn nur durch dessen Kompetenz zur Selbständigkeit entsteht die menschliche oder menschheitliche Zukunftsfähigkeit und es zeichnet sich gleich dem Horizont, wenn der Nebel sich lichtet, eine Weltgemeinschaft ab!

Heute delegieren Pseudo-Eliten mit Hilfe von Staatsmacht und Kapitalismus mit eigentlich nur als "faschistisch" zu bezeichnenden Methoden die schlechten Unwägbarkeiten des Schicksals an die, die sich nicht wehren können oder die systematisch zu Wehrlosen gemacht werden. Sie nutzen sämtliche Ressourcen aus, um sich selbst das Höchstmaß an Vorteil zu verschaffen. Die modernistische Spießbürgermoral eines finanziellen Individualismus - als würde ausgerechnet Reichtum eine höhere "Kaste" Menschen hervorbringen -, die Bedrohung durch gewalttätige Einzelkämpfer - als stünden diese kurze vor der Übernahme der Weltherrschaft - oder ein zynisch-fatalistisches Menschenbild dienen als Scheinrechtfertigungen.

Das ist ein Versagen auf ganzer Linie. Denn wahre Eliten nehmen mehr anstatt weniger an Schicksal auf die eigenen Schultern. Wahre Eliten bewähren sich im Kampf mit dem Schicksal, statt durch eine dekadente Vogel-Strauss-Politik des Machtmissbrauchs und der Luxusghettos aus sozialer Differenz.
Unser Schicksal ist heute nicht mehr der Kampf mit irgendwelchen Nachbarn, sondern der um die generellen zukünftigen Lebensbedingungen - darum, dass die Menschheit nur durch ein hohes Niveau all ihrer Mitglieder lebensfähig sein wird. Doch solche Erkenntnis passt nicht in die Ideologie eines geistfeindlichen Primitiv-
Kollektivismus des "Mehr-Geltens-als-Andere", der auch die Tiergesellschaften bestimmt.

Wenn der "Kampf zwischen Nachbarn" irgendwo überhand nimmt und die Gesellschaft bedroht, dann ist das weniger naturgegebenes Schicksal, als vielmehr Scheitern der Politik und mangelnde Aufklärung der Bevölkerung über ihre eigenen Interessen! In unserer Epoche gibt es genug kulturelle Möglichkeiten (wie z.B. Sport) zur Bändigung menschlicher Aggressivität. Sie werden dringend benötigt, um die traditionelle Kriegskultur abzulösen - was nicht heisst, dass ihr Einsatz überall leicht oder selbstverständlich ist!

In jedem Fall muss das Versagen unserer "Eliten" überwunden werden. Die Kraft der Menschheit darf nicht mehr für die arroganten Obsessionen des Privilegiert-Fühlens vergeudet werden. Denn wer sonst als tatsächlich Privilegierte haben die Kraft und können das epochale Wagnis auf sich nehmen, die individuelle Selbstständigkeit auf einem verallgemeinerungsfähigen Niveau für sich zu erfinden und zu realisieren. Unsere Weltzivilisation muss zunächst zur einzelnen Person kommen und kann erst dann wieder zur großen Zahl, zur Gesamtheit aufsteigen.

Privilegiert-Sein als Chance und Auftrag beginnt global bereits damit, nicht jeden Tag die ganze persönliche Kraft für den Kampf um Wasser/Brot/Schutz/life-style ... zu brauchen.

Aber vielleicht muss man in einem Zwischenschritt den Nationen eine emanzipatorische Rolle zumuten. Sie sollten so zu einer Vorform politischer Individualität werden, auf deren Schultern sich die einzelnen Personen zu universellen politischen Individuen entwickeln - gleichsam wie nur eine zweistufige Rakete die Schwerkraft der Erde überwinden kann. Noch einen Schritt weiter gedacht (irgendeiner muss ja immer anfangen): Es ist die Aufgabe der deutschen Nation, in konstruktiver Verantwortung für die Shoah allen Tribalismus der Macht zu überwinden und in einer Art ruhigen komplexen "Revolution" die Individuen Schritt für Schritt in die politisch qualifizierte Freiheit zu entlassen, - dadurch endgültig eine moderne freie Nation werdend, auf dass andere Nationen das auch tun, Migrationen aus Not selten werden, der groteske Status der Staatenlosen verschwindet, die Monster der kollektiven Preisgabe individueller Verantwortung gebannt werden.

Es sei ausdrücklich, immer wieder, gegen den anarchistischen Fehlschluss betont, dass die Existenz der Polizei zum Schutz einzelner Personen vor anderen einzelnen Personen, sprich ein rechtsstaatlich kontrolliertes Gewaltmonopol keinesfalls im Widerspruch zur individuelle Selbstständigkeit steht. Das tun auch nicht all die anderen für unser Zusammenleben sinnvollen und wichtigen Kollektivinstitutionen - solange die grundsätzliche politische Machtfrage - die Frage der Souveränität(!) - eindeutig zugunsten der Individualinstitution und ihrer Vertreter, alle einzelnen erwachsenen Personen, geklärt ist.

Krieg und Militär als geschichtsträchtige Prinzipien hingegen sind durch den waffentechnologischen "overkill" schlicht Auslaufmodelle geworden (was letzteres, nämlich das Militär, allerdings durchaus gefährlich macht).

Dieser gesamte zivilisatorische Akt - STRING oder geben Sie ihm einen eigenen Namen - und der damit verbundene geschichtliche Prozess wird einen langen Atem brauchen und er wird wieder keine Engel aus uns machen. All die potentiell unauslotbaren Verwicklungen, seien sie tragisch, seien sie komisch, bösartig oder gut, Ernst, Spiel, in Liebe oder aus Hass, ..., die schon bisher in der Geschichte und im Leben den Umgang der Menschen miteinander geprägt haben, werden auch weiterhin das menschliche Zusammenleben gestalten. Daraus entsteht die Pflicht und Notwendigkeit, menschliches Handeln, das anderen schadet, moralisch zu bewerten, vernünftig zu beurteilen und gegebenenfalls durch die Justiz zu verurteilen und zu begrenzen.

Dies ist der Preis (auch im monetären Sinne) der Freiheit und Komplexität, die aus uns gefährdende, gewalttätige Menschen machen kann. Sehr viele Leute, die anderen etwas Böses zufügen, gestehen sich das nicht ein. Sie denken, was sie tun, ist doch nicht so schlimm oder sie dürften das oder es ist ihnen egal.
D.h., wir müssen die Selbsterkenntnis, Sensibilität und Selbstbändigung mühsam lernen. Das ist eine nie endende, nie vollkommen zu lösende Aufgabe!

Der Schritt zu /STRING/ sollte aber in der Lage sein, durch konsequent fortschreitende Begrenzung der Reichweite menschlichen Handelns kollektive Monsterveranstaltungen unwahrscheinlicher machen, wie z.B. Hitlers "Drittes Reich", bei dem deutsche und österreichische Durchschnittsbürger in nicht geringer Zahl für begrenzte Zeit zu Massenmördern mutierten!

Viszerale Befriedigung (viscera = Eingeweide) und zugleich göttlicher Höhenrausch - jener "Drogencocktail", der entsteht, wenn man absolute Gewalt über andere ausübt - auch Stalin mag ihn empfunden haben, die Werfer der Atombombe oder Krieger und Folterer zu allen Zeiten -, er läßt sich aus der conditio humana nicht herausschneiden. Also muss man die Gelegenheiten zu seiner Entstehung minimieren.
Noch ist dies lange nicht genügend erreicht, wie sich in Kambodscha, Ruanda, Sudan, in unzähligen Gefängnissen und an vielen anderen Orten gezeigt hat und noch zeigt.

Wir Menschen werden das Schicksal in seinen schlechten, schmerzhaften Elementen niemals aus unserem Leben verbannen können. Die guten Seiten des Schicksals nehmen wir ja allzugerne an.
Es gibt aber keinen schicksalhaften Zwang, auf dass wir Leuten, die wir gar nicht persönlich kennen, ein schlechtes Schicksal bereiten müssen.

(2007-2014)




Wolfgang Behr


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