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Wolfgang Behr
The "Anti-*itler"



Urverfassung `82

Die Person als Instanz öffentlichen Rechts!



Am Anfang war die Großmutter

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"professionalism and money kill the world"

"Jesuanisch"

"Noch eine Anmerkung zu Hitler"

"Nichtontologischer
Gottesbegriff"

"Anti-*itler" ??

"Hitlers Universalismus
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"God   /
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"Mikroökonomische
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"Freiheit
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Wolfgang Behr
The "Anti-*itler"



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Als Masse kann die Menschheit nicht überleben!

Die neue politische Dimension



von Wolfgang Behr



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(1998-2016)

Die freie Welt liegt noch vor uns. Sie hängt direkt von uns einzelnen Personen ab. Freiheit und Verantwortung sind individuelle Kategorien. Kollektive oder Gesellschaften wie z.B. die westlichen Verfassungsstaaten sind frei, weil und nur insoweit als ihre individuellen Mitglieder frei und selbständig sind.
Freiheit und Selbstständigkeit können wir als Masse nicht erreichen. Aber auch materielle Resourcen sind dafür nicht hinreichend und auch nicht die Kollektivinstitutionen, wie z.B. Geld!


STRING ist zuerst und allermeist eine formale institutionelle Innovation auf Verfassungsebene, die beabsichtigt, die direkte Verantwortung jeder Person für die ganze Weltgesellschaft zu etablieren. Diese "Institution der politischen Selbständigkeit des Individuums" als Verfassungsprinzip beinhaltet mehr als eine demokratische Stimmabgabe, aber weniger als ein explizites politisches Mandat. Ihr Reich erstreckt sich vom persönlichen Leben bis zu dem, was Staatsbürgerschaft genannt wird. Sie gibt der Person mehr Bedeutung, mehr Macht und mehr Freiheit. Dieser Verantwortung gilt es gerecht zu werden, als einzelne Person und als Weltzivilisation! Denn die neue Institution macht auf Dauer nur Sinn, wenn die Personen, die sie übernehmen und ausfüllen, auch finanzielle und materielle Selbständigkeit für sich und für die in ihre direkte Verantwortung Gegebenen erreichen können. Aber die entscheidende Basis dieser Institution, die im Zuge der Entstehung einer den Globus umgreifenden Gemeinschaft der Menschheit die etwa elftausendjährige Ära der materialistischen(!) und territorialistischen(!) Sesshaftigkeit ablösen will, ist der persönliche Geist eines jedes Menschen. Nur die Praxis der Freiheit des Geistes, eines jeden Geistes wird die Menschheit und ihre Kollektivinstitutionen überlebensfähig machen! (Selbstverständlich wird dabei jeder, der das mag und kann, sein Leben lang am selben Ort wohnen.)

(Warum hat diese Institution - STRING - einen Eigennamen? - Siehe weiter unten und hier:
Warum diesen Eigennamen, STRING?)

STRING will jede Art kollektiver Politik strikt unterordnen, weil kollektive Politik erstens angesichts der heute zur Verfügung stehenden Machtmittel zu gefährlich für das Gemeinwohl ist, wenn sie zu Krieg, zu Terrorismus oder zu verborgener, unkontrollierter Machtkonzentration führt.
Zweitens ist kollektive Politik nicht in der Lage, die ganze Welt (in einem Reich oder Empire) politisch zu ordnen, weil keine kollektive Macht die ganze Erde erobern kann, ohne im Krieg mit anderen Mächten unvorstellbare Infernos zu produzieren und die Zivilisation zu zerstören.

Entgegen ersten Anscheins ist das Ziel von STRING keineswegs, das Gemeinschaftsleben, insofern es Existenzbedingung und Herzensangelegenheit der Menschen ist, oder die gesellschaftliche Arbeitsteilung mit ihren unglaublichen Erfolgen in Frage zu stellen. Das Ziel ist vielmehr, diese wertvollen Güter und die gemeinschaftlichen Bedürfnisse und Impulse der Menschen vor dem Missbrauch durch wenige oder Einzelne zu schützen. (Für mich als Nachkriegsdeutschem ist das Paradigma dieser wenigen oder dem Einzelnen zweifelsohne A. *itler (*=H) und seine Nazis, für deren Taten ich Verantwortung mit übernehmen muß. Ich komme darauf zurück.)

STRING sieht sich in der Tradition der politischen Pragmatik der römischen Republik, die schon etwa 500 v. u. Z. die Macht zwischen zwei Konsulen aufteilte, deren jeder die Entscheidungen des anderen rückgängig machen konnte und deren beider Herrschaft auf ein Jahr begrenzt wurde. Mit der Etablierung des römischen Senats wurde dann die Trennung von Exekutive und Legislative eingeführt. Dieses Konzept der Gewaltenteilung erweiterte Montesquieu mit seinem Werk "De l'esprit des lois" (1748) um eine dritte Gewalt, die Judikative. Aber auch die in der "Bill of Rights" und der "Habeas Corpus-Akte" festgelegten Persönlichkeitsrechte gehören in diese Tradition der Entmächtigung der Macht, die STRING mit einem groß anmutendem Sprung auf den Stand der zeitgenössischen Zivilisation und der im Entstehen begriffenen globalen Gemeinschaft der Menschheit bringen will. An den Orten der Erde allerdings, an denen schon die sog. Zivilgesellschaft dominiert, ist dieser Sprung wohl eher klein.

In diesem Sinne ist der nationale und territoriale demokratische Rechtsstaat als solcher nicht mit kollektiver Politik gleichzusetzen. Diese liegt immer dann vor, wenn das Kollektiv, bzw. seine Protagonisten das Primat gegenüber dem Individuum, dem einzelnen Mitglied des Kollektivs haben und wenn dieses Primat immer wieder mit Gewalt durchgesetzt wird.

In der Demokratie können sich ihre Mitglieder, die erwachsenen(!) Bürger die Preisgabe des die ganze vormoderne Geschichte prägenden Vorrangs der Gemeinschaft (des Kollektivs) vor dem Einzelnen nur dann dauerhaft leisten, wenn sie es schaffen, sich selbst die Macht zu erobern, indem sie die Inhaber kollektiver Macht Stück für Stück entmachten und wenn sie parallel dazu die materiellen und geistigen Möglichkeiten, ihr Leben im gemeinsamen Zusammenwirken persönlich selbstbestimmt zu bewältigen, für jedes Mitglied der demokratischen Gesellschaft schaffen. Diese Entmachtung kollektiver Macht ist ein seit Jahrhunderten geschehender, unendlich komplexer Übergangsprozess, der immer wieder enormen Mut und die Selbstaufopferung derjenigen erfordert hat und erfordert, die sich als Einzelne gegen die Vertreter der kollektiven Macht stellen und diese herausfordern!

Auch Demokratien mit moderner republikanischer Gewaltenteilung sind der Gefahr ausgesetzt, vor allem durch Verarmung breiter Bevölkerungskreise und durch populistische Massenmanipulationen in die kollektive Politik früherer Epochen zurückzufallen. Zudem sind die Prinzipien der Gewaltenteilung und der Unterordnung der Politik unter den Willen und die Interessen aller einzelnen Bürger, sowie die zur Selbstständigkeit notwendige minimale materielle Sicherheit weder in allen Staaten, noch in der globalen Politik und Ökonomie durchgesetzt und verwirklicht. Was in einem Staatswesen an praktischer Selbstverantwortung der einzelnen Bürger erreicht war, kann durch die zusammenwachsende Welt und die daraus entstehenden Veränderungen wieder in Frage gestellt werden.

STRING richtet sich an alle erwachsenen Personen, an alle Menschen auf der Welt in ihrer Eigenschaft als Sprachsubjekte. Damit geht STRING entscheidend über die sog. "Globalisierung" hinaus, die sich primär an die Wirtschaftssubjekte auf der Welt richtete und damit einen großen Teil der Menscheit ausschloss und die auf selbstwidersprüchliche Art und Weise abhängig von den Garanten z.B. der Rechts- und Währungsordnungen blieb, welche selbst keineswegs globalisiert waren. STRING ist so gesehen die Reform der "Globalisierung". Wobei die "Globalisierung" ebenfalls schon eine Reform war, die im Anschluß an das Ende des "Kalten Krieges" erfolgte. Sie war die Reform jener metaphysisch-kollektiven Reichsidee der Antike und des Mittelalters (Gott-Kaiser-Untertanen), welche im britischen Empire fortlebte, im "Dritten Reich" wieder auferstehen sollte und im "Kalten Krieg" in säkularisierter und beschnittener Weise als quasi sich selbst aufhebende Doublette aus zwei Supermächten global bestimmend blieb.

Die "Globalisierung" ist ein wichtiger ziviler Zwischenschritt auf dem Weg von dieser Reichsidee, die noch auf der Universalität des Krieges als letzter Ordnungsinstanz, als ultima ratio beruhte, zum STRING-Projekt, das die Epoche nach dem Ende der "Kriegsgeschichte" gestalten will, indem es eine Weltgemeinschaft der Menschen auf der Grundlage des Individuums als politischer Institution schafft und in diesem Sinne auf der mittels der Institutionalität praktisch gewordenen Universalität des Geistes beruht. Die dauerhafte politische Realität dieser individuellen Institutionalität geht nicht mehr aus dem Recht des Stärkeren oder einem materiellen Verfahren wie dem globalisierten Handel und dessen kalkulierender Rationalität hervor, sondern aus der gegenseitigen Anerkennung der einzelnen Personen in ihrer jeweiligen individual-institutionellen Funktion hervor. Primäre Quellen dieser Anerkennung sind die Gespräche der Personen untereinander und ihre Fähigkeiten zum zivilen Mit- und/oder Nebeneinanderleben.

Es gibt keine Alternative zu diesem entscheidenden "Fortschritt" über die hierarchischen militärisch-politischen Verfasstheiten der vormodernen Gesellschaften hinaus. Diesen Fortschritt kann auch der säkulare demokratische Nationalstaat noch nicht leisten, da er durch seine hierarchisierte kollektive Partikularität zu sehr mit der alten Geschichte verbunden ist. Die Einheit der Menschheit, die im Prinzip schon existiert, kann nur auf der Basis des Individuums organisiert werden. Anders gesagt, eine Gemeinschaft der Menschheit kann erst entstehen, wenn keine der heute oder künftig existierenden partikularen Gemeinschaften oder Kollektive sich wichtiger nimmt als die individuellen Personen - die, die zu ihnen gehören und die, die nicht zu ihnen gehören. Denn erst dann können die Menschen, freigelassen (aber nicht entlassen!) von ihren Herkünften, eine reale und vor allem politische Weltgemeinschaft gründen. Die Einheit oder Gemeinschaft der Menschheit kann erst entstehen, wenn die entscheidende Dynamik und die Macht der Geschichte zwischen den Individuen stattfindet und nicht mehr zwischen den Gruppen. Denn Kollektivmacht kann es nicht ohne den Glauben der Menschen an sie, bzw. an ihre "besondere" Bedeutung geben. Diesen Glauben gilt es als unzeitgemäß abzulegen, wobei die Faschismen, die unter welchem Deckmantel auch immer diese Kollektivmacht noch mit schrankenloser brutaler Gewalt aufrechterhalten wollen, bisweilen mit der Gewalt des Rechts überwunden werden müssen.

Wenn ein Mitglied eines Kollektivs, z.B. einer Gesellschaft künftig Verpflichtungen dieser Gesellschaft gegenüber nachkommt, dann weil das seine soziale Rolle ist und weil es den anderen Mitgliedern hilft, durchaus auch, weil wir Menschen unseren Gemeinschaften in vielfältiger Weise verbunden sind - wir sind evolutionär gesehen Gruppenlebewesen -, aber nicht deshalb, weil das Kollektiv ein Selbstzweck ist. In diesem Gesellschaftsstand wird die Erbringung von Gemeinschaftsarbeit jeglicher Art endgültig bezahlte oder unbezahlte Dienstleistung sein. Die gewählten Funktionäre der verschiedenen Sektionen einer Gesellschaft, z.B. Politiker, Seelsorger, Richter gestalten den öffentlichen Raum, gewähren Seelsorge oder sind Schiedsrichter der individuell verschiedenen Interessen, immer im Auftrag der individuellen Personen dieser Gesellschaft. Die Gesellschaftsvertreter verlieren jegliche mythischen und abhängigmachenden Dimensionen, insbesondere jene, die durch Kriege und Gewaltanwendung gegen Feinde oder eigene Leute etabliert werden. Aber auch die Versorgungs-Mythen, welche durch die Gewährung der Lebensgrundsicherung (Arbeit, Zuwendungen, Almosen) erzeugt werden, sollen z.B. durch die Weiterentwicklung der modernen Zivilisationmittel im Sinne einer fortschreitenden lokalen Subsistenz (Stichwort: high-tech self-providing) überwunden werden. Angesichts der Armut und Arbeitslosigkeit selbst in den reichsten Ländern steht das noch aus, aber es ist keineswegs utopisch.

Das eigentliche Problem liegt in dem Fokus der Priorität - was steht im Brennpunkt des Interesses der Welt oder der heutigen Gesellschaften? Warum und wofür werden welche Mittel eingesetzt? Noch wird die Welt von falschen Präferenzen beherrscht, welche von den Lobbys und Machtstrukturen der unterschiedlichen Kollektivismen wie Kirchen, Konzerne, Organisationen, Nationen, Staaten, staatlichen Untergliederungen (z.B. Militär), Stämme, Gruppen, ... vorgegeben werden und nicht von der großen Mehrheit der einzelnen Menschen, bzw. von deren Interessen als selbständige, vor Ort verantwortliche Personen. Jegliche kollektiven Mächte gehören prinzipiell entmachtet, weil unter ihrer Ägide die Welt nicht mehr zu regieren ist. Kollektive Strukturen sollen nur noch in dienender Funktion weiterexistieren.

Es geht bei STRING sicherlich um einen Akt der Emanzipation und der Aufklärung. Denn den Herrschern und Regierenden wird allzuleicht eine paternalistische Funktion angedichtet, der sich die Menschen scheinbar freiwillig unterstellen, nicht zuletzt, weil diese nicht gelernt haben, ihre eigenen Gefühle (insbesondere die Ängste) und ihre Mentalitäten nüchtern zu interpretieren und zwischen Realität und Ideologie deutlich zu unterscheiden. Die Menschen haben nicht gelernt, die Verantwortung zu tragen, die mit der Macht und der Definitionsgewalt einhergeht. Deshalb hat das Individuum nur dann politische Realität und Relevanz, wenn es erstens frei und verantwortlich ist und wenn zweitens diese seine Freiheit und die zugehörige Verantwortung institutionell und d.h. als nominelle Pflicht verfasst ist! Drittens braucht das politische Individuum eine realistische Chance, für sich und die Seinen materielle Eigenständigkeit zu erarbeiten. (Es ist fraglich, ob die bestehende kapitalistische Ökonomie schon genügend ausentwickelt ist für die Aufgabenstellung, eine Ökonomie der individuellen Selbstbestimmung und der Demokratie zu sein.)



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Regierungen sind für ihre Länder verantwortlich. Manager müssen ihre Firmen führen. Reiche Leute sind Privatpersonen, was sonst! Theoretiker produzieren Konzepte und Ideen, die manchmal von anderen ausgeführt werden. Viele von ihnen allen versuchen, die allgemeinen Probleme der Menschheit im Blick zu haben. Dabei nutzen sie einige formelle und informelle Institutionen wie zum Beispiel die UNO oder NGO's. Aber das allgemeine Schicksal der Menschheit ist von keinem von ihnen der Hauptjob!

Aber wer denn kann diese umfassende Verantwortung übernehmen?

Sie, ich, jeder - die einzelne Person als politisch selbständige Einheit wird die wichtigste neue Institution sein, die jenen Bedarf an Universalität ausfüllt, welchen die repräsentative Demokratie wegen ihres nationalstaatlichen Charakters freilassen musste.


Warum? Weil nur die individuelle Person universelle geistige und intellektuelle Freiheit verwirklichen kann, vorausgesetzt, sie wird schon in ihrer Jugend auf diesen Weg geschickt. Alle Arten von Kollektiven oder Gemeinschaften, kleine und grosse, bleiben immer geistig begrenzt, da sie viele Individuen repräsentieren und sich deshalb auf einen gemeinsamen ideologischen Nenner einigen müssen (und auf die Verdrängung der "dunklen Flecken" bei ihrer Entstehung).

Die Welt als Ganzes ist zuallerst ein Gegenstand des Geistes, eines offenen, freien Geistes und als solche ist sie noch ein Ziel in der Zukunft. Sie kann von keiner existierenden oder existiert habenden Form kollektiver Organisation und Politik repräsentiert werden.
Indem wir eine Institution individueller politischer Selbständigkeit etablieren, können wir alle zusammen die politische Verantwortung für die ganze Weltgesellschaft übernehmen - jede Person am eigenen Platz und in einiger Zeit, weil wir diesen Job noch lernen müssen. Erst, wenn wir das tun, können wir die Welt zu einem selbständigen politischen Dasein führen.

Die Welt wird kein Weltstaat sein, keine polis oder Republik, sondern das globale Äquivalent dieser wertvollen Traditionen. Sie wird etwas Neues sein - eine Qualität, die mehr als angemessen ist für das geschichtliche Novum einer real existierenden Weltgesellschaft - und sie überschreitet endgültig den evolutionär-biologischen, stammesgeschichtlichen Rahmen des Menschen!
Die Weltgemeinschaft der politisch selbständigen Personen, die letztendlich alle Menschen einschliesst, ist die notwendige allgemeine Grundlage des besten, was die politischen Traditionen bisher hervorgebracht haben - der rechtsstaatlichen (republikanischen), demokratischen Gesellschaften.

Niemand sonst kann diese Innovation einer politischen Verfassung der ganzen Welt für uns vollbringen. Keine Regierung, keine Elite der Welt kann uns auf dem Weg dahin ersetzen! Und es gibt keine Alternative, wir - die Menschen - müssen Erfolg haben, nicht zuletzt, um unser dauerhaftes Überleben zu sichern.



Warum ein Eigenname ?

STRING ist das Paradigma dieser neuen Institution individueller politischer Selbständigkeit oder Souveränität. Es will zum modernen Konzept des allgemeinen Menschenbildes die politische Dimension hinzufügen. Jede Person erhält durch diese neue Institution die Aufgabe, ihre individuelle politische Verantwortung an die erste Stelle in der Weltgesellschaft zu rücken, um endlich dem Menschen jenseits aller Gruppen und Unterschiede eine politische Wirklichkeit zu geben. Grundlage für STRING ist die geistige und spirituelle Freiheit der einzelnen Person, die darauf abzielt, führend in der Politik und im praktischen Leben zu sein, unter der Kontrolle von jedem/r selbst. Das ist der Grund, warum STRING nichts anderes sein kann als ein Paradigma, d.h. gerade meine individuelle sehr persönliche Schöpfung (und nicht etwa die Erfüllung eines allgemein anerkannten sozialen Formalismus).
STRING hat folgerichtig einen Eigennamen, der wegen seiner Paradigmatizität zugleich Begriff ist. STRING beansprucht gerade als diese meine persönliche Schöpfung allgemeine Relevanz, weil es nur auf diese Weise individuell und einzigartig ist und sein kann. Und genau auf diese Qualität kommt es an in einer die Welt erobernden Demokratie. Anders gesagt, die Welt kann nur ausgehend von einem Individuum demokratisiert und individualisiert werden.
Dass dabei der Raum oder die Beziehungen zwischen den Menschen von den bestehenden, zu reformierenden oder noch zu schaffenden rechtsstaatlichen, demokratischen Institutionen geordnet wird, wie das bisher in vielfach ungenügender Form geschieht, versteht sich von selbst, weil es anders nicht denkbar ist.    (zurück zum Anfang)

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Das Etablieren einer Institution hat den grossen Vorteil, dass nicht jeder Mensch dasselbe Maß an Individualität und "political correctness" erfüllen muss. Die Institution hat die Aufgabe, die Freiheit und den verantwortlichen Umgang mit ihr zu fordern und jedem den nötigen Rahmen dafür zu garantieren, dies zu lernen. Die abstrakte Institution der politischen Individualität bestimmt nicht die konkrete Ausgestaltung des persönlichen Lebens, weder in individueller Hinsicht, noch in der Gruppe (Familie) oder in der Gesellschaft. Sie definiert nur eine klare Grenze zwischen der einzelnen Person und der Gesellschaft und gibt dem Individuum einen einzigartigen Wert für sich, der aus dem individuellen Namen, der individuellen Sprachfähigkeit und einer modernen Form der Initiation zum Menschsein als unhintergehbarem globalen Faktum hervorgeht.

Die Sprache etabliert die Sphäre, in der eine reale Gemeinschaft der Menschheit überhaupt denkbar wird, wenn es gelingt, die ebenfalls nur durch die Sprache mögliche Individualität politisch real anzuerkennen und vorrangig werden zu lassen. Denn eine Gemeinschaft der Menschheit kann es nur geben, wenn alle bestehenden Kollektive relativ zu ihr werden, indem sie für ihre Mitglieder die Späre der individuellen Freiheit zulassen. STRING als Institution ist die Rückkehr zur Urinstitution des Menschen, zur Sprache. Denn ohne Sprache kann es für das Kulturwesen Mensch keine Institutionen und also keine Gesellschaft geben. Eine Rückkehr ins Paradies (zur prähumanen Horde) ist ausgeschlossen, weil wir die Sprache nicht mehr verlieren können. Die Grundlegung aller Institutionen der heute existierenden Gesellschaften in der Institution Sprache ist also ein auf Dauer unvermeidbarer Schritt. Mit der Existenz der Sprache war die Institution "Menschheit" im Keim schon angelegt.

Es liegt an uns und nicht am "Staat" oder der "Wirtschaft", die konkreten materiellen und sozialen Bedingungen zu schaffen, die die institutionalisierte Selbstbestimmung der Individuen möglich machen! Staat und Wirtschaft sind nur Mittel unter anderen zu diesem Zweck.
Es mag sein, dass diese Ziele eine neue politische und menschliche Dimension darstellen, welche jeder erwachsenen Person eine kleine aber explizite und stolze Verantwortung für die Repräsentation und Erhaltung der Menschheit gibt. Aber sie sind längst unhintergehbar geworden.
Viele Leute leben heute schon in hohem Maße selbstbestimmt und friedlich. Daher ist STRING nur ein, wenn auch entscheidender Schritt innerhalb einer kulturellen Evolution, die schon lange existiert. Dieser Schritt hat die Aufgabe, die Voraussetzungen für die qualifizierte Koexistenz aller Menschen auf der Erde herstellen. Die Fähigkeit der Menschen zum selbstbestimmten Leben zu entwickeln und in die Praxis zu führen ist die wichtigste Aufgabe, das wichtigste Ziel der bevorstehenden Epoche. Trotz aller modernen Errungenschaften stehen wir noch am Anfang.
Und wer sollte mit diesem neuen Schritt starten? Offensichtlich nicht die ärmsten Leute. Die Reichsten und Bestausgebildesten sind gefragt!



STRING - Das Ereignis als die politische Form globaler Kollektivität

STRING soll zweitens im Sinne einer Doppelinstitution, als zweite Seite der Medaille, die verfassungsgebende Versammlung der Weltgesellschaft sein! STRING soll ein neues politisches Weltereignisses sein, das die gesamte Menschheit in der Form einer innovativen nichtbürokratischen Institution repräsentiert, die zeitlich begrenzt ist, also keine dauerhafte Kollektivform begründet!
Dieses Ereignis manifestiert unsere Freiheit und die neue politische ganze Welt. (Das ist viel mehr als Weltpolitik!)
Als verfassungsgebende Versammlung der Weltgesellschaft soll STRING die Institution der politischen Individualität auf den Weg bringen, so wie sie hier oben vorgestellt wurde. Nur beide Institutionen, die individuelle, dauerhafte und die weltweite, ereignishafte, konstitutieren zusammen die neue Verfassung der Gemeinschaft der Menschheit.

Dieses politische Weltereignis STRING - das ist, wenn Sie so wollen, mein Arbeitstitel dafür - soll und kann sobald wie möglich organisiert werden und stattfinden. Denn die globale Gemeinschaft der Menschen ist schon längst greifbar.

Wenn mit der im Weltereignis vollzogenen Inauguration der "Institution der politischen Selbständigkeit des Individuums" die Souveränität vom Herrscher über das Volk (und seine Vertreter) endlich zur einzelnen erwachsenen Persönlichkeit übergeht, dann hat das nichts mit Anarchie zu tun! Der Bereich zwischen den souveränen Personen bleibt nach wie vor auf die Ordnungen gewachsener Staaten und Gesellschaften angewiesen. Aber Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Ökonomie werden nicht mehr länger aus der Sicht der Gruppe (des Kollektivs) oder des Systems definiert. All dies wird vielmehr aus der Sicht der individuellen Institution der politischen Souveränität, bzw. aus der Sicht der erwachsenen Personen definiert, die sie jeweils ausfüllen. Damit sind mannigfaltige Änderungen vorprogrammiert, die sich im vernünftigen und paradigmatischen (beispielhaften) Auspendeln oder Auskämpfen zwischen den Sachautoritäten der gesellschaftlichen Funktionsträger und der allgemeinen Autorität der einzelnen Bürger ereignen müssen!

Wird dieses Projekt konkrete Realität auf der Erde, dann wird es die größte Revolution der Menschheitsgeschichte sein. Sie steht uns bevor und sie kann nur geschehen, wenn wir sie im Großen und Ganzen zu unserer Sache machen. Denn sie kann im Wesentlichen nur friedlich geschehen!



Eine machtvolle Institution der individuellen Freiheit überwindet nicht zuletzt die äusserst gefährliche Kombination von moderner technologischer Effektivität und kollektiver Macht, die das zwanzigste Jahrhundert auf schreckliche Weise kennzeichnete.
Denn diese Kombination aus den neuen Fähigkeiten und den alten, die Geschichte prägenden Handlungsmustern hat endgültig jede Form der 'Unschuld' vergangener Epochen verloren. Die (hoffentlich immer) 'Kalten Kriege', die ökologischen Zerstörungen oder die modernen Diktaturen und vor allem der industrielle Massenmord in Treblinka sind nur die schon geläufigen Beispiele für die Gefährlichkeit dieser Kombination.

Mit der Konzentration auf die Grenzen und die Stärke des Individuums ist beides möglich, sowohl die Abschaffung der Nachteile kollektiver Macht, als auch die Transformation der Kraft der modernen Zivilisation in handhabbare Werkzeuge, die allen einzelnen Personen helfen können, ihr Leben und das Leben derjenigen, für die sie Verantwortung tragen, zu meistern.

Die nächste Generation von technischen und wissenschaftlichen Methoden wie z.B. Gentechnologie, Nanotechnologie, Robotertechnik oder andere noch unbekannte Disziplinen mögen enorme Möglichkeiten eröffnen. Wenn wir weder in der Natur eine adäquate materielle Basis für jeden Menschen finden können, noch diese durch die auf Geld basierende Wirtschaft erzeugen können, dann müssen wir sie auf andere Weise erzeugen. Unsere Zivilisation braucht den praktischen Fortschritt vor allem bei der Lösung von Alltagsproblemen, wenn es ihr vorrangiges Ziel ist, den Brennpunkt der Geschichte hin zum Individuum zu bringen, hin zu jeder einzelnen Person, die auf der Erde lebt. In Zukunft werden wir nicht mehr so viele Produkte kaufen, sondern kleine und smarte Produktionsmittel, die uns mit dem meisten versorgen werden, was wir brauchen.
Aber die Individualisierung ist zuerst ein menschlicher und politischer Fortschritt, der einen unabhängigen, stabilen und abgerundeten Begriff des Lebens und des Geistes von jedermann einführt und der unsere aufgeklärte Tod/Sex-Kombination eines evolutionär-biologischen Wesens als etwas versteht, das uns zur interessantesten "Maschine" überhaupt macht. Ein Erfolg dieses menschlichen Fortschritts wird der Weltgesellschaft mehr innere Ruhe und mehr Zeit geben. Dies könnte den einzigen effektiven Weg ergeben, um die ungeheueren Risiken zu reduzieren - ob sie nun durch kriminellen Missbrauch entstehen oder durch Unfälle -, die die unweigerlichen Begleiterscheinungen jeder neuen unglaublichen Form moderner Technologie sind. Wir sollten lernen, wer wir wirklich sind und dass wir als Art nicht mehr um unser Überleben kämpfen müssen und auch nicht mehr gegeneinander kämpfen dürfen, um unsere Aggressionen zu bändigen. Dann könnten wir sogar darauf verzichten, einige der gefährlichsten Erfindungen zu erfinden - z.B. diejenigen, die unkontrollierbare Selbstreplikation von mikroskopisch kleinen Kampfrobotern hervorbringen.
Trotzdem, nicht die Beschränkung des menschlichen Forschens und Erfindens wird erfolgreich sein, sondern die Freiheit aller - eine Freiheit, die mit grosser Macht auf die umfassende Individualisierung der Welt drängt!



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Politik und Ökonomie !

Funktionierender Kapitalismus beruht auf einem komplexen Bestand an Regeln - die doppelte Buchführung, feste Gesetze des Eigentums, Statute der (unternehmerischen) Gesellschaftsformen, Börsen oder der Wechsel (jenes Papier, das erlaubt, Zahlungen in die Zukunft zu verschieben) und viele, viele andere Dinge. Vor allem beruht der Kapitalismus auf dem Vertrauen der Menschen in diese Institutionen - Vertrauen, das in vielen Jahrhunderten erkämpft werden musste. Diese Regeln und dieses Vertrauen können nicht von heute auf morgen herbeigezaubert werden.
Deshalb kann der Kapitalismus höchstens der zweite Schritt bei der Entstehung einer Weltgemeinschaft sein. Der erste Schritt ist ein politischer. Die Menschen müssen Vertrauen in eine so grosse Einheit wie die Menschen auf der ganzen Welt fassen. Das kann aber nur geschehen, wenn diese Einheit unmittelbar mit ihnen zu tun hat und wenn sie dafür direkt Verantwortung tragen.
Selbstverständlich brauchen die Menschen auch das Vertrauen, ihr Auskommen zu finden. Daher wird Politik und Wirtschaft immer aufeinander angewiesen bleiben.
Dabei gilt es sowohl den fatalen Rationalismus des Geldes, als auch die in der Industrieproduktion inhärente Tendenz zur entmenschlichenden Maschinisierung der Arbeit zu überwinden. Beides ist kontraproduktiv und kann nur durch Entmachtung oder durch verantwortliche Ablösung kollektiver Macht verschwinden.



Geschichte als Machtwechsel !

STRING, dieses mein sehr persönliches Projekt kommt über Ihren Geist zu Ihnen (ist mit dem Geist zu verstehen). Sie sollten sich davon ein Bild zuerst in Ihrem Kopf machen und dann in Ihrem Herzen, in Ihrer Seele - oder in Ihrer Biologie, wenn Sie diesen Ansatz vorziehen. Ihre persönliche Kreation zählt am Ende, nicht STRING, welches meine Kreation ist!

Ich bin nur derjenige, der seine ganze menschliche Existenz einschließlich der politischen Dimension als allgemeines menschliches Individuum (als citoyen) verwirklichen will - ein Schritt, der von den schon existierenden Institutionen des Rechtsstaates und von der modernen Zivilgesellschaft abhängt. Diese Institutionen und die Zivilgesellschaft verkörpern das geschichtlich gewachsene Vertrauen in immer grössere, komplexere, aber auch immer hilfreichere Zusammenhänge zwischen den Menschen. (Die kapitalistische Wirtschaft ist nur ein Teil von ihnen.)
Meine vorrangige Gruppenbeziehung ist die ganze Menschheit, in welcher sich eine solches Vertrauen erst noch entwickeln muss.
Auch die grössten und modernsten Nationen verwenden zur Identitätsstiftung und inneren Stabilisierung noch die Muster der ersten Schimpansenhorde. Die mörderische Feindschaft zur Nachbarhorde ist ein integraler Bestandteil dieser Muster. Aber die Weltgesellschaft oder Weltgemeinschaft der Menschheit kann nur geistig erfasst werden. Sie kann nicht mehr nach den Mustern und Vorgaben der Evolution geschaffen werden. Die biologischen Antriebe des Menschen finden ihren Platz im individuellen Leben mit Hilfe moderner Institutionen (z.B. die Ehe) und sozialer Innovationen (z.B. Sport)! Um die Welt zu erfassen, muss man die Biologie - ja buchstäblich alles, was man anfassen kann, überschreiten und sich für einen Moment auf seinen Geist stützen - die moderne Initiation. Dieser subjektive Moment sollte prägend sein, denn erst dadurch wird man Mensch in einem persönlichen und durch die Sprache zugleich allgemeinen oder globalen Sinn.

Ich versuche, der Welt das endgültige Outfit für den notwendigen Schritt der Geschichte zu einer wirklichen Weltgemeinschaft zu geben, die auf der Macht zur Selbstbestimmung eines jeden einzelnen Menschen beruht. Dies ist nicht neu in der Geschichte, sondern ist ein Weg, der schon seit mehreren tausend Jahren beschritten wird.

Kollektivität I:

Aber man kann noch weiter zurück. Gerade nomadisierende "Jäger und Sammler" - Gesellschaften auf dem Stand der sog. "Steinzeit" hatten (und haben noch heute z.B. bei dem Pygmäen und Buschmännern) oft das biologische Primat ihrer tierischen Vorfahren überwunden, indem sie eine anarchische und egalitäre Gemeinschaft etablierten, deren zentrale Instanz das alltägliche Palaver ist. Dass diese kleinen Gesellschaften in einer entscheidenden Hinsicht zivilisierter sind, als jene Großgesellschaften, die sich hierarchisch organisieren und über Jahrtausende mit hochtechnisierten Waffen bekämpfen, ist leicht einzusehen und wird durch alle Hochkultur nicht aufgehoben.
Mit viel Recht kann man allerdings sagen, dass mit Beginn der Sesshaftigkeit und dem dadurch erst möglichen Entstehen der größerer Gesellschaften ordnungspolitische Probleme (z.B. in Form von Blutrache) auftauchten, die nur mit einer mehr oder weniger strikten Stratifikation (Schichtung) der Gesellschaft und einem gnadenlosen Gewaltmonopol in den Griff zu bekommen waren.
Als aber in jener von dem Philosophen Karl Jaspers so genannten "Achsenzeit" um 500 vor unserer Zeitrechnung in der athenischen Demokratie und mit dem Begriff der "Gottesebenbildlichkeit" des Menschen in den Schriften des Judentums politische und ideologische Konzepte geschaffen wurden, die über die gesellschaftliche Stratifikation hinausdeuteten, war das keineswegs durch blinden Idealismus oder "Gutmenschentum", wie ein zeitgenössisches Schimpfwort lautet, motiviert.
Im antiken Athen entstand (durch Sokrates) die Erkenntnis, dass die Menschen in einer Gesellschaft, die einen bestimmten Grad an innerer Komplexität überschreitet, nicht mehr durch einfache Regelsysteme (in jenem Fall der Glaube an die olympischen Götter) von außen durch eine Elite gegängelt werden können, sondern dass sie sich durch einen in der Kindheit durch Erziehung und Bildung erworbenen Ethos selbst lenken lernen müssen - zu ihrer Freiheit und zum gelingenden Zusammenleben mit ihren Mitmenschen. Es handelt sich dabei quasi um einen Wechsel des gesellschaftlichen "Aggregatszustandes".
Die Juden wiederum entwickelten einen Blick für das Ganze der Menschheit, z.B. in jenem Mythos des Turmbaus zu Babel, als sie die Einheit der Menschheit in eine mythische Vergangenheit verlegten, die Einheit, die doch in Wirklichkeit einen Vision in der Zukunft war und ist. So ergab sich das biblische Konzept eines Gottes, vor dem alle Menschen gleich sind - ein Konzept, das sicher nicht zufällig von einer Buchreligion geschaffen wurde. Denn nur auf der Basis der durch die Sprache vermittelten geistig-ethischen(!) Gleichheit, nur in der allgemeinsten Form einer "Göttlichkeit" oder "Gottesebenbildlichkeit" des Menschen läßt sich die Einheit und Freiheit der Menschheit überhaupt erst denken.

Kollektivität II:

Es gibt ausreichend Hinweise, dass unsere Vorfahren mit Hilfe kleiner Gruppen und deren Zusammenhalt ihr Überleben sichern konnten. Genauso, wie die menschliche Biochemie alles, was mit der Fortpflanzung zu tun hat, mit intensivsten Belohnungen ausstattet, wird die Einordnung in ein Kollektiv daher äußerst positiv sanktioniert (es erzeugt Glücksgefühle). Das Stichwort der Wissenschaftler ist "Endorphin", jener körpereigene "Drogenstoff".
Jedoch wäre es naiv, das Gefühlserleben in der Liebe oder im Zusammenhalt der Gruppe auf eine endogene Drogenerfahrung zu reduzieren. Die Kraft, die Zuversicht, die sich aus der das ganze Leben tragende Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft ergibt, überschreitet die Verstandeskräfte bei weitem. Es gibt so viele Beispiele für die gänzlich in sich gekehrte und erfüllende Teilhabe an diesen Formen der Kollektivität, dass es mir unnötig erscheint, auch nur ein einziges zu erwähnen.
Erwähnen will ich die Instrumentalisierung dieser Mechanismen zur Gestaltung von aggressiven Kollektiven, die ihre Nachbarn überfallen, um kostenlos von deren Arbeitsertrag zu profitieren. Dieser Missbrauch von Kollektivität ist es, der unsere Weltzivilisation bis heute bedroht. In den modernen Teilen der Welt, in denen das gesamte Territorium erschlossen ist, gibt es keine Barbaren mehr, die aus dem "Off" kommen und die zivilisierte Welt überfallen. Heute sind solche aggressiven Kollektive als organisierte Kriminalität bekannt und als bestimmte Sekten oder Geheimgesellschaften. Deren Ziele sind immer die Ausbeutung oder die Unterjochung der Durchschnittsmenschen, auf die sie mit größter Verachtung herabschauen.
Darüberhinaus gilt es die Tradition des "free riders" abzuschaffen, also desjenigen, der auf Kosten der eigenen Mitbürger leben will (und sich dabei wahnsinnig wichtig vorkommt), indem er sie in Angst und Schrecken vor drohenden Gefahren durch böse Nachbarn versetzt und ihnen dann entweder Steuern oder Tribut abknöpft, um sie beschützen zu können. Ein weltumspannendes Netzwerk von wirklichen oder angeblichen Bösewichtern arbeitet hervorragend zusammen und liefert dem jeweils anderen die Bestätigung der Bedrohung, die dieser braucht, um die eigenen "Untertanen" gefügig und spendabel zu halten. Natürlich muss bisweilen etwas passieren, ein Krieg oder ein Terroranschlag, damit die Bedrohungsszenarien glaubhaft bleiben. Aber darauf ist bisher immer Verlaß gewesen. - Damit hier nicht der Ruch des Relativismus aufkommt, die Bösen sind selbstverständlich immer die anderen!

Es ist heute Aufgabe der Zivilisten, d.h. der Durchschnittsmenschen, sowohl den Militaristen als auch den kriminellen Organisationen das Wasser abzugraben. Wenn sie sich einig sind und etwas Mut, sowie die überreife Vision aufbringen, dass das Zeitalter der großen Kriege und der Dominanz der Gewalt vorbei ist, dann wird das nicht unmöglich sein!
Intellegere heisst unterscheiden. Welches Maß und welche Formen an Ordnungsmacht, Polizei und Militär in der jeweiligen geschichtlichen Situation angemessen ist und zum Einsatz gebracht werden müssen, welche Voraussicht an Gefahren die richtige ist, das sind zweifellos Fragen oder Entscheidungen der politischen Intelligenz und nicht der Durchsetzungsmacht einzelner Lobbys in der Gesellschaft.
Geschichte als Machtwechsel ist ein unendlich komplexer Prozess. Vieles ist schon geschehen, vieles wurde wieder zerstört. Zwei Schritte vor, einer zurück! Wie wäre es einmal mit einem Sprung nach vorne?



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Unbequeme Freiheit

Um der Welt endgültig einen individuellen Zuschnitt zu geben, ist es ein formal notwendiger Akt, dass ich als einzelne Person versuche, die ganze Welt zu verändern. Offensichtlich nützt es aber nichts, wenn ich das als Einziger tue. Jede Person hat selbst die Verantwortung für die Vollendung der modernen Welt und des modernen Menschen und muss ebenso wie ich einzeln handeln im Sinne des Ganzen! Vor der politischen Verantwortung dieser unserer Zeit, in der die Weltgesellschaft zwar eine faktische, aber keine politisch gestaltete Realität ist, sind wir alle in essentieller Weise vereinzelt, weil keine der traditionellen Gesellschaftordnungen wegen ihrer zu strengen, kollektiv-dogmatischen Verfasstheiten sich über die ganze Welt ausbreiten kann. Während wir also einerseits in unseren angestammten Gesellschaften mit ihren konkreten Verfassungen und ihren Nachbarschaften verbleiben und diese weiter demokratisieren, reissen wir andererseits die primäre politische Verantwortung und Macht für die Gestaltung des politischen Ganzen der Welt in einem zivil-revolutionären Akt an uns!

Sie können angesichts der existierenden ökonomisch-technologischen Verschränktheiten und des hohen Anteils an Armut auf der Welt nicht glauben, dass eine Weltzivilisation möglich ist, in der die einzelnen Personen überall auf der Erde materiell in hohem Maße selbstbestimmt sind? Wie sollen dann aber die einzelnen Personen politisch selbständig sein können, wenn sie materiell abhängig sind?

Tatsächlich wird eine gute ärztliche Behandlung immer teuer sein. Das bedeutet, dass eine Gesellschaft, die diese Behandlung auch den ärmeren Menschen zukommen lassen will, nicht ohne Solidarität auskommt. Aber es gibt ein weites Feld, auf dem relative lokale materielle Subsistenzformen bereits auf dem gegebenen Stand der Technik an verschiedenen Orten der Erde entstehen können.
Die primäre Ebene ist wie immer die politische Ebene. Wenn man nicht an die konkrete Fortentwicklung der Selbstbestimmung der Menschen glauben kann, dann ist man die Demokratie nicht wert, in der man lebt. Denn Demokratie ist keine statische Angelegenheit. Wie alles steht sie in einer Geschichte, in der alles im Fluß bleibt. Immer noch sitzen Menschen in Gefängnissen oder werdengefoltert, die in ihrem Land für den Beginn der Demokratie gekämpft haben, so wie es in den westlichen Ländern zwei, drei Jahrhunderte früher der Fall war. Wenn diese epochalen Vorkämpfer nicht an die Fähigkeit der Menschen zur Selbstbestimmung glauben würden oder damals geglaubt hätten, wäre Demokratie in ihren heutigen Formen nicht möglich gewesen. Wer nicht im Stande ist, für die Freiheit zu kämpfen, wird sie irgendwann verlieren. Freiheit bleibt immer unbequem. Bequeme Freiheit ist ein Schein. Und der Zug geht weiter. Heute wartet einen neue politische Dimension auf uns!

Und es besteht derzeit die große Gefahr, dass wiedermal die tatsächlichen Eliten versagen. Jede Person, die über mehr Ressourcen verfügt, als sie zum unmittelbaren Leben benötigt, gehört zu dieser Elite. Diese Menschen dürfen sich nicht darauf beschränken, in der heutigen hedonistischen Selbstbefriedigungskultur zur irgendeiner lokalen oder globalen "upper class" zu gehören. Materielle Abgesichertheit, gesellschaftliche Etabliertheit und tolle Hobbys sind nicht gleich Freiheit. Freiheit beginnt im eigenen Kopf.
Diese Elite hat eine konkrete Verpflichtung, an der notwendigen Erneuerung der Freiheit und an der "Globalisierung" des Geistes der Demokratie zu arbeiten, z.B. indem sie für sich persönlich die sozialen und materiellen Direktiven der gesellschaftlichen Hühnerleiter zu relativieren bemühen, dem ersten Schritt zu politischer Individualität. Darüberhinaus geht es vor allem darum, dass alle, die die materiellen Möglichkeiten dazu haben, an der Erfindung, Realisierung, dem Erwerb und der Verbreitung der Mittel zu einer fortschreitenden lokalen Zivilisation der Selbständigkeit mitwirken. Es geht dabei um die generelle Richtung einer Entwicklung weg von den unflexiblen und Abhängigkeiten generierenden Großstrukturen heutiger globaler Industrie-, Finanz- und Handelskultur. Es geht um das zweite Standbein neben dem Markt, durch welches Unabhängigkeiten und Fehlerfreundlichkeiten vergrößert werden. Die "Globalisierung" kann nur gelingen, wenn sie sich von ihrer ökonomistischen Bedeutung und damit von der berechnenden materiellen Ebene löst und auf die Ebene des geistigen Austausches schwingt. Dann kann das Ziel realistisch werden, die materielle Lebensbewältigung soweit es der jeweilige Stand der Zivilisation erlaubt in die Verfügung der Personen vor Ort zu schaffen und den globalen Markt mehr und mehr für den Luxus zuständig werden zu lassen.

Aber wie bekommt man ausgerechnet saturierte Bürger dazu, zu verstehen, dass die Freiheit aller von ihnen abhängt?
Vielleicht liegt die Chance in der intensiven Kommunikationskultur, die noch nie ausgeprägter war wie heute. Wir werden tatsächlich das "Globale Dorf", von dem Marshall McLuhan gesprochen hat, und fangen an, miteinander über all das zu reden.

STRING, oder welches adäquate Projekt Sie bevorzugen, ist etwas, das einfach nur getan werden sollte und das getan werden kann, heutzutage! Oder bringen Sie Ihre Version ein. Der Glaube, dass man eh nichts tun kann oder dass moderne Funktionseliten das Kind schon schaukeln werden, stellt nicht die Wahrheit dar, sondern ist eine "self-fulfilling prophecy" bzw. blauäugig.



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Motivation

Neben einer ausweglosen familiär-neurotischen Verknüpftheit mit der Geschichte der Nation, aus der ich hervorgegangen bin (mehr hier und hier) ist es das tief empfundene Ungenügen mit den Resultaten der Lehre, die sowohl meine Nation, als auch die Weltpolitik, die Menschheit insgesamt aus den Katastrophen des Zweiten Weltkriegs gezogen hat, das mich dazu brachte, das STRING-Projekt zu entwerfen und zu verfolgen.
A. *itler (* = H) und die Nazis kamen tatsächlich(!) an die Macht!
Erstens: Ist es tatsächlich(!) ausgeschlossen, dass eine ähnlich verwerfliche Person und/oder Machtclique wieder an zentrale Hebel kollektiver Macht kommt? Angesichts der extrem oligarchischen Verfasstheiten vieler Länder und der weltpolitischen Situation insgesamt halte ich das sehr wohl für möglich.
Zweitens: Das Bestehen auf der absoluten Ausnahmestellung der Shoa, der gezielten Ausrottung von Juden, Zigeunern, Polen und Russen mit altmodischen und industriell-modernen Mitteln durch die von den Nationalsozialisten angeführten deutschen und anderen Täter zwischen 1939 und 1945, macht doch nur dann Sinn, wenn die Opfer der späteren und künftigen Kollektivverbrechen nicht dahinter zurückstehen müssen oder darüber gar vergessen werden. Tatsächlich sind seit 1945, wie der unvergleichliche Jared Diamond in seinem Buch "Der dritte Schimpanse" (Fischer Taschenbuch Verlag GmbH, Frankfurt am Main, Juli 1998, S. 358 f.) auflistet, allein 19 Genozide begangen worden, darunter zwei mit über einer Million Opfern (Bengalen 1971 und Kambodscha 1975-79) und sechs mit über einhunderttausend Opfern. D.h., die Kinder der Täter der Shoa
und die Kinder der Opfer der Shoa und alle anderen lebenden Personen auf der Erde haben sich gemeinsam schuldig gemacht, diese erneuten Genozide nicht verhindert zu haben. Und es geht immer so weiter. (Und ich tue vor Ort wieder nichts, weil ich glaube, nichts tun zu können.)
Von den Kriegen seit dem II.WK ist bei dieser Betrachtung noch nicht die Rede gewesen. Heute gibt der damalige US-Aussenminister Robert S. McNamarra zu, dass der Anlass des Vietnamkriegs (Tongking-Golf-Krise) gefälscht war. Heute noch werden in Vietnam ständig missgebildete Kinder als Opfer des Entlaubungsmittel Agent Orange geboren. Auch das Kriegsgeschehen geht in verschiedenen schrecklichen Formen an verschiedenen Orten der Welt immer weiter und weiter.

Es nützt bekanntlich ja nichts, große Anklagen zu führen. Jeder muss die Leichen in seinem eigenen Keller suchen und finden und aufarbeiten. Wenn er darüberhinaus Kraft und Inspiration hat, kann er sich direkt helfend einmischen. Aber unbestreitbar werden diese Taten im kollektiven Namen immer schlimmer, über je mehr und je bessere technische und zivilisatorische Möglichkeiten die Machthaber und ihre Gefolgsleute verfügen.
Noch mag das STRING-Projekt, das auf das prinzipielle Brechen und Entmachten jeglicher Form des Kollektivismus bereits in der Lebenseinstellung der Menschen aus ist, unverständlich oder unrealistisch wirken. Aber die radikale, d.h. die Wurzel des Übels herausreissende Heransgehensweise an dieses brennende politisch-geschichtliche und jeden Tag sich fortsetzende Desaster ist absolut unverzichtbar. Auch wenn eine derartige Radikalität sicher untrennbar mit mir und meiner Geschichte und mit meiner nationalen Verantwortung als nach dem Krieg geborener Deutscher für die absoluten Ausnahmeverbrechen der Shoa verbunden ist, ist sie sowohl aus ethisch-metaphysischen Verpflichtungen, als auch aus ganz nüchtern-pragmatischen Gründen geboten. Dies kann man aber nur aus freien Stücken wahrnehmen und für wahr halten. Darin liegt auch die große Klippe, die eine freie Welt überwinden muss, um zur Existenz zu finden.



Die grössten Schwierigkeiten von STRING

1. Es stimmt! Ich will diese Institution der individuellen politischen Selbstbestimmung als die zukünftige Verfassung der menschlichen Weltgemeinschaft zum Existieren bringen. Ich will dadurch das Primat der Kollektivität über die Individualität abschaffen. Dazu muss ich an die Spitze dieser Weltgesellschaft klettern - als der Repräsentant meiner selbst und der individuellen Institution, aber nicht als der Repräsentant eines Kollektivs (Nation, Kirche, Organisation, Konzern ... ).
Ich bin überhaupt nicht begierig darauf, das zu tun und ich habe noch wenig konkrete Vorstellungen, wie ich das schaffen soll. Aber ich sehe keinen anderen Weg, um das politisch-philosophische Projekt STRING zu realisieren, welches in meinen Augen unabdingbar ist! Nur wenn eine konkrete Person in einer konkreten weltgeschichtlichen Lebenssituation in der gegenwärtigen Weltöffentlichkeit den Status der individuellen Person mit einer allen kollektiven Interessen übergeordneten Bedeutung und Macht versieht, kann die Tür zu einer freien Menschheit geöffnet werden. Um präzise zu sein, ich muss diese Funktion als "nobody", als ein beliebiger Mensch ausüben, ich muss zugleich "nobody" und Protagonist der Weltgeschichte sein, damit dieses Projekt funktioniert - coinzidentia oppositorum, das Zusammenfallen der Gegenteile! Müssen heisst hier nicht von irgendjemand gezwungen werden, sondern ist ein Begriff der reinen sachlichen Notwendigkeit. Also muss ich mich in Geduld üben und in einem Zustand des Offenen, Ungewissen verharren, bis sich Wege oder Gelegenheiten auftun, dieses Projekt zu verwirklichen.


2. Moderne Spiritualität

Freiheit und Individualität gibt es nicht ohne Risiko. In historischen Epochen haben Frauen und Männer oft ihr Leben riskiert. Über die biologische Natur hinauszugehen und dem Tod ins Gesicht zu sehen scheint Teil der menschlichen Natur zu sein. Manchmal ist es Bedingung und Konsequenz der Freiheit! Daher haben Philosophen den Krieg "Vater der Dinge" genannt. In grossen Kämpfen suchten die geschichtlichen Menschen nach unsterblichem Ruhm.
In der modernen Situation ist der Krieg degeneriert zur Verursachung unglaublicher Infernos auf Knopfdruck, während der Verursacher an einem sicheren Platz sitzt. Und die modernen Individuen sind fixiert auf die sichtbare Seite des Lebens. Sie lehnen die alte Spiritualität der kämpferischen Religionen und der Kriege ab - aus vielen guten Gründen! Übrig bleiben als Quellen der Spiritualität das Geld und die neue Mythologie der Technik, der Pop-Idole und der Handelsmarken. Aber diese verleihen dem Leben nur einen schmalbrüstigen spirituellen Aspekt auf durchschnittlichem Niveau, da sie das spirituelle Zentrum (die Seele) ausserhalb der Person ansiedeln.
Wie ist es möglich, die Leute von heute zu überzeugen, dass jede Frau, jeder Mann selbst eine aktive und friedliche Einbeziehung des Todes in ihr oder sein Leben suchen muss? Wie ist es möglich, die Leute auf einen guten Weg zu schicken, der das Risiko einer wirklichen Begegnung mit dem Tod beinhaltet und der zugleich das Leben der Person bewahrt. Auf diesem Weg sollen die Leute ihre eigene individuelle oder moderne Spiritualität, ihre innere Selbständigkeit erlangen - welche Voraussetzung für die Art institutioneller politischer Individualität ist, die STRING vorschlägt.
Um die Idee noch deutlicher zu machen: Es geht um die schwierige Einführung einer modernen Form des kulturellen Todes oder der Initiation, die insbesondere nicht aus der kriegerischen oder kämpferischen Konfrontation mit anderen Menschen resultiert. Diese unabhängige Begegnung mit dem Tod, die eine große Mehrheit der Menschen durchlebt, soll den zivilen und liberalen Gesellschaften wirksame Argumente liefern, um die altmodischen Krieger- und Machokulte, ja um alle reaktionär-metaphysischen Elitekulte endgültig zu überwinden, da sie mit der modernen Welt nicht mehr kompatibel sind.


3. Die dritte Schwierigkeit betrifft den ungewohnten Status dieses Textes und aller anderen Texte innerhalb des STRING-Kontextes. Sie sind nicht Theorie, nicht Gesetz, nicht Information, nicht Religion und auch nicht Kunst, obwohl sie ein bisschen von allem sind. Und sie sind definitionsgemäß nicht professionell.
Dieser Text und alle STRING-Texte zielen auf eine politische Wirkung, welche die öffentlichen Angelegenheiten innovativ erneuert, indem sie einen wesentlichen Teil von ihnen zu einer Sache von jedermanns persönlichem Leben macht. Für diese soziale Rolle beziehen sich die STRING-Texte nicht auf Wissen, Besitz, Hierarchie oder irgendeine andere Quelle von Autorität und Macht. Sie beanspruchen Autorität als das, was sie sind, als Texte, was bedeutet, als Paradigmen eines kompromisslos freien und individuellen Denkens. Freies individuelles Denken auf verantwortlichem Niveau wird als die zukünftige Top-Qualifikation im Leben und in der Gesellschaft bestimmt. Auf diese Weise kann die Funktion der STRING-Texte in einer Art Mischung aus politischem Statement, Philosophie und Verfassungsgesetzgebung gesehen werden.
Alle existierenden sozialen und politischen Mächte müssen sich selbst gemäß den demokratischen und institutionellen Grenzen beschränken. Diese Grenzen sind noch nicht endgültig bestimmt und müssen kreativ ausgebaut werden. Das mag schwierig sein, aber ist nicht unmöglich. Die Entmachtung der kollektiven Macht ist der Weg der modernen Geschichte!
Im Ergebnis sollen die führenden Positionen in der Gesellschaft nicht mehr durch welche Art kollektiver Macht auch immer legitimiert werden. Stattdessen sind die führenden Positionen jeder Person und ihrem oder seinem freien Geist anheimgestellt, sobald sie oder er diese Haltung übernimmt, wie ich das hier tue. Nicht wer viele Gefolgsleute hat oder viel Geld, nicht wer die beste Qualifikation oder den besten Job hat, sondern wer auf dem Weg ist zu einer individuellen Persönlichkeit, schliesst auf zu den ersten gesellschaftlichen Rängen und überwindet gleichzeitig die harten gesellschaftlichen Stratifikationen (Unterschiede).
Die STRING-Texte wollen einen Wechsel in der Phänomenologie der gesellschaftlichen Macht und des gesellschaftlichen Status durchsetzen. Dieser Wechsel scheint revolutionär zu sein. Aber gleichzeitig ist er in vielen Teilaspekten schon weitverbreitet in den modernen Gesellschaften.
Als die ersten ihrer Art - in der Etablierung individuellen freien Denkens als das Maß bestimmender politischer Autorität, als die Macht! - und nur durch diese Qualität beanspruchen die STRING-Texte eine einzigartige historische Dimension und einen professionellen Status.


4. STRING ist der Name eines Begriffs. Stellen Sie sich eine grosse Kugel vor, die in der Luft schwebt. Sie können sie nicht herunterholen in Form von einfachen Botschaften. Nicht einmal ich, ihr Autor, kann sie vereinfachen. Deshalb schreibe ich Texte. Jeder Text beginnt an einer Stelle und sucht sich seinen Weg durch die Kugel hindurch zur anderen Seite. Jeder Text geht seinen eigenen Weg. Manchmal passieren sie die gleichen Stellen.
Philosophie ist nicht Wissen oder Information, sondern das Sammeln von Erfahrung aus eigenständigem Denken. Das habe ich zum ersten Mal bemerkt, als ich im Alter von 17 philosophische Texte las.
STRING ist Philosophie. Die Erfahrung, die ich beabsichtige für Sie bereitzustellen, ist, dass Sie eine grosse Sache erkennen: Sich die Zeit zu nehmen und auf eigene Art und Weise zu denken wird grundlegend sein, um die moderne Existenz zu managen. Zu lernen, ausserhalb von Stereotypen zu denken - selbst in kleinen Schritten, ist zu lernen, frei zu sein!



Ohne einen Vorschuß an Freiheit kann es keine Freiheit geben. Wir müssen uns immer wieder am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen. Das ist die Paradoxie des menschlichen Lebens als unaufhebbares Pendeln zwischen "Tier-sein" und "Gottesebenbildlichkeit", welche letztere Eigenschaft schlicht bedeutet, dass wir unseren Geist nicht loswerden, weil wir nicht aufhören können zu sprechen (oder zu rechnen)! Und die Sprache ist vom Unmittelbaren des Körpers oder der Materie aus gesehen wahrhaft "transzendent".



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Wollen Sie mehr wissen?

Wollen Sie wissen, warum STRING als "Renaissance der antiken jüdischen Innovation" definiert werden kann, in der Folge der griechischen und römischen Renaissance vor fünfhundert Jahren?
Wollen Sie die Definition einer neuen modernen Form der Initiation kennenlernen oder ein neues Verständnis des "Cyberspace"?

Schauen Sie bitte zur

STRING-Homepage

Wolfgang Behr , (vielleicht) Philosoph mit politischen Absichten

(Ob ich Philosoph bin oder nicht, kann ich nicht beurteilen!)



adSTRING .org

Weltpolitik
Für Individuen